A propos Energieverschwendung: Baumwolle hat ja den größten Anteil am Weltfasermarkt. Gleichzeitig ist die Produktion von Baumwolltextilien eine wahnsinnige Energie- & Wasserverschwendung. Baumwolle wird rund um die Welt auch in Gegenden angebaut, in denen die natürlichen Voraussetzungen wie eine gute Wasserversorgung nicht immer gegeben sind.

Bei konventioneller Baumwolle erfolgt der Anbau in großen Monokulturen ohne Fruchtwechsel. Diese Methode laugt den Boden extrem aus und vermindert seine Fruchtbarkeit. Daher ist ein massiver Einsatz von Kunstdüngern und Pestiziden (zur Ertragssteigerung) notwendig. Die Folgen sind u.a. die Versalzung der Böden und die Wasserbelastung durch Pestizide. Die Bewässerung erfolgt zumeist durch Beregnung oder über Bewässerungsgräben, wodurch ein extrem hoher Wasserverbrauch mit großen Verdunstungsverlusten entsteht.

Die Richtlinien für die Bewässerung bei kontrolliert biologischem Anbau (kbA) enthalten Empfehlungen für den Umgang mit Wasser/Bewässerung.
Weltweit gibt es eine große Vielfalt an kbA-Anbausystemen, in denen dies unterschiedlich gehandhabt wird. Generell gilt, dass der kontrolliert biologische Anbau durch Fruchtwechsel und natürliche Düngung für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit sorgt. Dadurch ist auch das Wasserrückhaltevermögen des Bodens nachhaltig verbessert und senkt den Wasserverbrauch durch Bewässerung bereits um bis zu 25%. Zusätzlich werden im kontrolliert biologischen Anbau weitere Wege beschritten wie z.B. die Anpassung des Anbaus an natürliche Zyklen oder die Anwendung neuer Bewässerungsmethoden (je nach den örtlichen Gegebenheiten), um den Wasserverbrauch im Anbau zu senken.

Ein Beispiel hierzu ist die „Tröpfchen-Bewässerung“: wobei die Pflanzen ganz gezielt mit Tropfen bewässert werden, statt das Wasser z.B. durch Beregnung flächig auszubringen. Das bringt eine starke Verringerung des Wasserverbrauchs sowie Verdunstungsverlusten und ermöglicht bis zu 50% Wasserersparnis.