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Textillexikon - Bio Stoffe und Öko Materialien
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Seide

Seide gehört wie die Wolle zu den tierischen Faserstoffen. Im Unterschied ist zur Wolle die Seide jedoch keine Faser, sondern ein Faden, der bis zu 4000 m Länge erreichen kann. Dieser Faden wird von einer Raupe gesponnen. Das Schmetterlingsweibchen des Seidenspinners legt 300 bis 500 Eier ab. Innerhalb von 14 Tagen schlüpfen die Raupen, die sich nach circa 30 Tagen in einen Kokon einspinnen. Um den Seidenfaden zu gewinnen, werden die Kokons mit Heißluft und Heißdampf behandelt. Der lange Seidenfaden wird aufgewickelt und weiterverarbeitet.
Nach dem Textilkennzeichnungsgesetz dürfen nur die Fasern als „Seide” bezeichnet werden, die aus den Kokons seidenspinnender Schmetterlingsraupen gewonnen werden. Naturbelassene Seide ist die Faser, die der menschlichen Haut am ähnlichsten ist und wird sehr gut vertragen. Seide wirkt hautberuhigend, temperaturausgleichend und leitet Feuchtigkeit schnell weiter. Man sagt unbehandelter Seide eine heilsame und entzündungshemmende Wirkung nach. Gerade für Menschen mit empfindlicher Haut ist diese Faser besonders zu empfehlen. Um den seidigen Glanz und den weichen Griff von Seide zu erreichen, muss der Seidenleim entfernt werden. Diesen Vorgang nennt man Entbasten.
Entbastete Seide zählt zu den leichtesten und feinsten Naturfasern und zeichnet sich dabei durch eine sehr hohe Zug- und Scheuerfestigkeit aus.
Knitter, die im Gewebe entstanden sind, hängen sich aufgrund der guten Elastizität von Seide leicht wieder aus.
Entbastete Seide lädt sich im trockenen Zustand leicht auf. Sie besitzt eine hohe Quell- und Saugfähigkeit und fühlt sich selbst bei 30 Prozent Feuchtigkeitsaufnahme noch nicht feucht an. Bereits 3000 v. Chr. wurde die Seidenraupenzucht erstmals in China erwähnt. Bis 200 v. Chr. behielten die Chinesen ihr Seidenmonopol, da sie alleine das Wissen besaßen, feinste Seiden herzustellen. Heute beträgt der Anteil von Seide am Weltfaseraufkommen von 0,1 bis 0,2 Prozent. Mischungen von Seide mit Baumwolle und Schurwolle verbinden die besten Eigenschaften beider Fasertypen miteinander. Die Bezeichnung „Organic” weist darauf hin, dass die Maulbeerbäume für die Seidenzucht kontrolliert biologisch angebaut werden.

Seide
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