Hanf

Hanf ist eine »Bastfaser aus den Stängeln des Hanfes (Cannabis Sativa)« Textilkennzeichnungsverodnung). Sie ist eine schnell wachsende einjährige Pflanze und wird überwiegend in China und Europa angebaut.
Auch bedingt durch die Mechanisierung der Baumwollspinnerei war Hanf Ende des 20. Jahrhunderts fast bedeutungslos. Zusätzlich war der Hanfanbau in vielen Ländern verboten. Unabhängig davon, ob es sich um Nutz- oder Drogenhanf handelte. Erst in den 90er Jahren wurden die Anbauverbote für Nutzhanf teilweise aufgehoben und neue Anwendungsfelder sichtbar. In Deutschland fiel 1996 das Anbauverbot für Nutzhanf. Die Ernte und Verarbeitungstechnologie wurden kaum weiterentwickelt. Der Prozess wird als sehr arbeitsintensiv beurteilt. »Wegen der Zähigkeit der Hanffasern entstehen bei der maschinellen Ernte hohe Verluste von 40 bis 50 %. Trotzdem werden Stroherträge von 4 bis 10 Tonnen je Hektar erzielt. Das Hanfstroh erlaubt eine Faserausbeute von 30 bis 40 %.« (www.biothemen.de) Die Industrie- und Handelskammer Nürnberg zählt Hanf in ihrem Lexikon der Nachhaltigkeit »zu den umweltschonendsten Fasern überhaupt. Denn beim Anbau benötigt er weder Pflanzenschutz- noch Insektenschutzmittel und kommt mit sehr wenig Wasser aus.« Leinen und Hanf haben einen sehr ähnlichen Aufbau und deshalb auch einen fast identischen Gewinnungsprozess. Nach dem Schnitt werden die Stängel zur Röste bzw. Nachreife auf dem Feld liegengelassen. Anschließend erfolgt die Trocknung der Stängel. Danach werden die Fasern von den übrigen Bestandteilen der Stängel getrennt. Dies geschieht durch einen mechanischen Prozess, dem Schwingen. Die Hechelmaschine parallelisiert die Fasern für das Spinnen und kämmt letzte Verunreinigungen aus. Die Hanffaser hat einen natürlichen Glanz und eine Färbung von cremig weiß über braun bis grau. Die Qualität der Langfasern ist mit hochwertiger Baumwolle vergleichbar.
Die Produktion in Europa liegt weit hinter der Nachfrage zurück. Der Anteil von Hanf am gesamten Weltfasermarkt liegt deutlich unter 1%. In der EU wird auf ca. 17.000 Hektar Nutzhanf angebaut. Die geringe Verfügbarkeit und hohen Produktionskosten machen Hanf zu einer kostbaren Faser.

Unser Beitrag

hessnatur hat sich eine sehr hohe Kompetenz im Bereich Naturfasern und Ökologie aufgebaut. Eine Besonderheit liegt darin, dass ausschließlich nur Hanffasern eingesetzt werden, die traditionell direkt aus dem Hanfstroh ausgesponnen werden. Der Einsatz als Regeneratfaser (Hanf-Viskose) ist nicht zulässig. Der Hanfanteil am Gesamtfaseraufkommen bei hessnatur liegt bei < 1%.  Seit über 30 Jahren wird diese besondere Pflanzenfaser in kleinen Kollektionen für hessnatur verwendet. Die Bandbreite reicht vom robustem Gewebe bis zum hauchzarten Feinstrick. Grundsätzlich wird diese Pflanzenfaser für hessnatur Produkte so verarbeitet, dass alle von der Natur gegebenen Fasereigenschaften erhalten bleiben.

Schon gewusst...

• Hanf ist ein nachwachsender Rohstoff und kompostierbar• Hanf steht mit auf Platz 1 der nachhaltigsten Fasern
• zurzeit ist es möglich mindestens 50.000 Produkte aus Hanf herzustellen (Quelle: Hanfverband)
• 1870 nahm Levi Strauss Hanfstoff für seine ersten Goldwäscherhosen/Jeans (Quelle: Hanfverband)
• der Rauschmittelgehalt von Nutzhanf liegt bei < 0,05%, der erlaubte europäischen Grenzwert für THC ist 0,2 % (Quelle: Universität Wageningen/Niederlande).
• auf einem Hektar Ackerfläche wächst Hanf für ca. 1250 Jeans (Quelle: proplanta)

Bio-Artikel aus reinem Hanf

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