Yakwolle

Yak ist eine Rinderart, die in den hochgelegenen Steppen Zentralasiens beheimatet ist. Das im Winter lang herabhängende Haarkleid wirkt wild und hilft den Tieren, den Naturgewalten zu strotzen: Bis zu minus 40°C können Yaks im Winter aushalten. Neben der wild lebenden Art, werden heute ca. 12,7 Millionen Yaks in domestizierter Form als Haustiere gehalten. Als Lebensgrundlage vieler Kleinbauern dient der Yak als vielfältiges Nutztier und liefert neben Wolle auch Leder, Fleisch und Milch. Zusätzlich wird er als Lastentier eingesetzt. Einmal jährlich, zum Wechsel des Winterfells, wird das Haar ausgekämmt. Nach Trennung von den groben Deckhaaren bleiben pro Tier noch ca. 300 bis 500 Gramm des feinen Unterhaars. Für die Textilproduktion wird in der Regel das Unterhaar verwendet. Es hat eine Faserfeinheit von 15 bis 19 Mikrometer (1 Mikrometer entspricht 0,001 Millimeter) und ist direkt mit Kaschmir zu vergleichen. Die natürliche Farbgebung kann von schwarzbraun über rot bis weiß changieren. Yakwolle wird den Edelhaaren zugeordnet. Diese Tierhaare werden aufgrund ihrer Feinheit und
Exklusivität als Edelhaare bezeichnet. Dazu zählen z.B. auch Kamel, Kaschmir und Alpaka. Sie haben in der Gesamtheit einen Anteil von 0,5 % aller weltweit produzierten Tierhaare - und werden damit, im Vergleich zur Schurwolle, in sehr geringen Mengen gehandelt. In ihren Eigenschaften haben die Edelhaare im Vergleich zur Schurwolle einen weicheren, fließenderen Fall, verbunden mit einer eleganten Optik. Feinheit, Weichheit und Leichtigkeit der Edelhaare vermitteln ein angenehmes Tragegefühl. Die Verwendung des Yakhaares war lange Zeit rein traditionell und regional stark begrenzt. Erst ab dem Jahr 2000 wurde es für den kommerziellen Markt entdeckt. Besonders das feine Unterhaar ist heute sehr begehrt. Der Preis für diese Qualitäten bewegt sich im Luxusbereich. Mittlerweile ist Tierschutz auch bei der Yakhaltung ein Thema. Eine nicht artgerechte Tierhaltung und das Vorgehen bei der Wollgewinnung kann durchaus ein Problem sein.

Unser Beitrag

Rückverfolgbarkeit und Transparenz über die komplette Fertigungskette gehört bei hessnatur zur grundsätzlichen Arbeitsweise. Im Jahr 2009 begann die Zusammenarbeit mit einem innovativ arbeitenden Lieferanten mit eigener Strickwarenproduktion in der Mongolei. Erstmals entstand eine kleine Yakkollektion aus bis dato völlig unbekanntem, außergewöhnlich hochwertigen Feinstick. Wie alle bei hessnatur verwendeten Naturfasern unterliegt auch Yakhaar den strengen Qualitätsrichtlinien. Die Anforderungen sind sehr hoch und werden kontinuierlich überprüft. Der Anteil am hessnatur Gesamtfaserverbrauch liegt unter 1%. Yakqualitäten, die nach kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) zertifiziert sind,  stehen nicht zur Verfügung.

Schon gewusst...

• pro Tier werden 300 bis 500 Gramm der feinsten Faserqualität gewonnen


Ähnliche Beiträge
Zum Seitenanfang springen
x

Gerne beantworten wir Ihre Fragen und nehmen Anregungen entgegen. Kontaktieren Sie uns einfach über das Kontaktformular.

Jetzt Kontakt aufnehmen

Jetzt mit unseren Kollegen aus der Kundenbetreuung chatten und sich über soziale faire Textilien informieren.

Jetzt chatten