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Textillexikon - Bio Stoffe und Öko Materialien
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Baumwolle

Baumwolle ist ein Malvengewächs und gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Die atmungsaktive Pflanzenfaser kann bis zu 24 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich dabei feucht anzufühlen. Aufgrund ihrer hohen Zugfestigkeit im nassen Zustand ist sie besonders geeignet für Bekleidung, die häufig gewaschen wird. Baumwolle ist eine sehr strapazierfähige Faser und list pflegeleicht. Aufgrund ihrer großen Hautfreundlichkeit ist sie besonders für sehr sensible Haut geeignet. Baumwolle weist eine geringe Elastizität auf und knittert deshalb stärker als Wolle. Weiter Baumwolle kann von Natur aus verschiedene Farben haben. Lange Zeit wurden die früher verbreiteten Sorten nicht mehr angebaut, bis man sie in jüngster Zeit wiederentdeckte. Neben weißer gibt es auch braune und grüne Baumwolle. Allen farbig wachsenden Baumwollarten ist eine einzigartige Eigenschaft gemeinsam: Die Baumwolle zeigt ihre Endfarbe erst nach vielen Wäschen. Nach jeder Wäsche werden die Farben satter, schöner, dunkler und intensiver. Bis zu 100 Waschgänge braucht die Faser um ihren endgültigen Farbton zu erreichen. Man geht davon aus, dass Baumwolle seit ca. 6000 Jahren in verschiedenen Kulturen angebaut und zu Textilien verarbeitet wird. Bereits vor 5000 Jahren erfolgte der Anbau in Indien schon im großen Maßstab. Von dort gelangte sie nach China. Die Araber brachten sie zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert nach Südeuropa. Seit dem 18. Jahrhundert entwickelte sich in Europa die industrielle Verarbeitung von importierter Baumwolle. Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau ist besonders hochwertig. Hier wird auf den Einsatz mit Pestiziden verzichtet. Mit Hilfe von Düngemitteln wie Mist und Mulch werden dem Ackerboden natürliche Nährstoffe zugeführt. Schädlinge werden mit ungefährlichen Mitteln wie Duftlockstoffen bekämpft, das Unkraut jätet der Bauer mit der Hacke. Die Ernte wird noch traditionell mit der Hand eingeholt.

Baumwolle
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