Tierwohl

Der Begriff Tierwohl steht für Tiergesundheit, für das Wohlergehen von Tieren und deren Lebensqualität.

Häufig findet sich eine deutliche Diskrepanz zwischen den gesellschaftlichen Anforderungen und der Realität in der Landwirtschaft. Argumentiert wird das mit steigenden Kosten. Anforderungen an Tierwohl, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz umzusetzen, koste Zeit und Geld.

Daher kann eine Veränderung nur erzielt werden, wenn alle beteiligten Akteure gemeinsam an neuen Zielen zum Thema Tierwohl arbeiten und somit konkrete Veränderungen in Gang setzen! Nach wie vor gibt es untragbare Zustände in vielen Bereichen der Tierhaltung. Resultierend jedoch aus dem immer kritischeren und bewussteren Konsumverhalten in der Gesellschaft zeigt sich bereits der Start einer positiven Entwicklung.

Unser Beitrag

Im Einklang mit der Natur. Das war und ist seit jeher die Philosophie von hessnatur. Dies beinhaltet auch einen respektvollen Umgang mit Menschen und Tier und einen schonenden Umgang mit der Natur. Naturfasern tierischen Ursprungs sind fester Bestandteil der hessnatur Kollektionen. Deshalb fühlt hessnatur sich in besonderem Maße dem Thema Tierwohl verpflichtet.

Der Schutz des Tierwohles ist fest in den hessnatur Standards verankert und wichtiger Bestandteil. Daher  dürfen nur Materialien eingesetzt werden, bei deren Gewinnung das Wohl der Tiere berücksichtigt und gewährleistet ist.

Das bedeutet: Wir setzen nur solche tierischen Materialien ein, bei deren Gewinnung das Wohl der Tiere, wie in den international anerkannten „5 Freiheiten“ vom Farm Animal Welfare Committee (FAWC) definiert, berücksichtigt und gesichert ist. Die „5 Freiheiten“ umfassen:

  • Freiheit von Hunger und Durst:
    Die Tiere haben Zugang zu frischem Wasser sowie gesundem und gehaltvollem Futter.
  • Freiheit von haltungsbedingten Beschwerden:
    Die Tiere haben eine geeignete Unterbringung wie z.B. einen Unterstand auf der Weide, trockene Lauf- und weiche Liegeflächen.
  • Freiheit von Schmerzen, Verletzungen und Krankheiten:
    Die Gesundheit und Unversehrtheit der Tiere wird durch vorbeugende Maßnahmen erhalten, erkrankte und verletzte Tiere werden durch eine geeignete Behandlung versorgt, auf Amputationen wird verzichtet bzw. werden die Tiere bei solchen Eingriffen betäubt.
  • Freiheit von Angst und Stress:
    Durch einen guten Umgang mit den Tieren und geeignete Haltungsbedingungen werden Angst und Stress vermieden, z. B. durch Verzicht auf Treibhilfen.
  • Freiheit zum Ausleben normaler Verhaltensmuster:
    Die Tiere haben die Möglichkeit, ihr artgemäßes Verhalten (Normalverhalten) auszuüben, z.B. durch ein ausreichendes Platzangebot, den Verzicht auf Anbindehaltung und den Kontakt zum Außenklima.

Am Beispiel der Schafhaltung:

  • Heute werden Schafe überwiegend in großen Herdenverbänden lebend artgerecht und auf großen Weideflächen gehalten. Die Züchter greifen so gering wie möglich ein.
  • Fast 60% der eingesetzten Schurwolle bei hessnatur stammt nachweislich aus kontrolliert biologischer Tierhaltung – Tendenz steigend.
  • Die hessnatur Anforderungen an das Tierwohl schließen Mulesing grundsätzlich aus. Das wird rechtsverbindlich von hessnatur Partnern bestätigt und durch Zertifikate Dritter belegt.
    • 100 % der hessnatur Wolle entspricht dieser Vorgabe
  • Alternativ bietet hessnatur seit einigen Jahren einen immer größeren Anteil aus regional produzierter Schurwolle an.
    • Schurwolle von Schafen aus Deutschland und der Schweiz in den Bettwaren
    • Wolle norddeutscher Deichschafe für Teppiche und Oberbekleidung
  • aus dem Projekt Rhönschaf stammt die Rhönwolle für Teppiche und Oberbekleidung
  • die Schurwolle weiterer heimischer Rassen wie Coburger Fuchs und Heidschnucke findet Verwendung in Teppichen

Wir verwenden keine Fasern oder Materialien, die von gefährdeten Arten stammen. Ausschlaggebend sind hier die Internationale Rote Liste gefährdeter Arten der Welt-Naturschutzunion (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources IUCN) und die Anforderungen des Washingtoner Arten­schutz­abkommens (CITES).  Außerdem verwenden wir generell keine Angorafasern und keinen Pelz.

Weitere Informationen unter der jeweiligen Naturfaser im Lexikon.


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