Tag für menschenwürdige Arbeit

Heute ist ein Tag, der uns neben dem Earth Day und dem Fashion Revolution Day besonders am Herzen liegt: Der Welttag für menschenwürdige Arbeit. Eingeführt hat ihn der Internationale Gewerkschaftsbund bei seiner Gründung vor zwölf Jahren als „Tag für Gute Arbeit“. Seit 2008 wird er international begangen. Doch was heißt menschenwürdige Arbeit?

Kurz zum Hintergrund: Dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) gehören über 300 Gewerkschaften aus 135 Ländern an. Er sieht sich als „globale Stimme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weltweit“. Hauptaufgabe des IGB ist die Förderung und Verteidigung der Arbeitnehmerrechte und -interessen durch die internationale Zusammenarbeit der Gewerkschaften, globale Kampagnen und Lobbyarbeit bei den großen globalen Institutionen. Zu seinen wichtigsten Arbeitsbereichen gehören: Gewerkschafts- und Menschenrechte; Wirtschaft, Gesellschaft und Arbeitsplatz; Gleichstellung und Nichtdiskriminierung sowie internationale Solidarität. Mit dem heutigen Tag möchte der IGB auf seine Arbeit hinweisen und aufklären.

Denn zu viele Menschen müssen vor allem auch in der Textilindustrie unter unwürdigen Bedingungen arbeiten. Bei hessnatur spielt menschenwürdige Arbeit seit jeher eine wichtige Rolle. Wir bestehen darauf, dass die Menschen, die für uns beziehungsweise für euch unsere hochwertigen Textilien aus Naturfasern herstellen, dies zu angemessenen Bedingungen tun. Neben Gewerkschaftsfreiheit sind folgende Sozialstandards für uns Pflicht:

  • Freie Arbeitswahl
  • Zahlung existenzsichernder Löhne
  • Angemessene Arbeitszeiten
  • Sichere und gesundheitsverträgliche Arbeitsbedingungen
  • Keine Diskriminierung am Arbeitsplatz
  • Keine Ausbeutung durch Kinderarbeit
  • Rechtsverbindliches Arbeitsverhältnis
  • Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen

Dabei richten wir uns nach den Kernarbeitsnormen, die die internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) formuliert hat. Außerdem arbeiten wir sehr eng mit der Fear Wear Foundation (FWF) zusammen, der wir 2005 als erstes deutsches Unternehmen beigetreten sind. Im Rahmen der jetzt 13-jährigen Mitgliedschaft wurde ein firmeneigenes Monitoringsystem für die Erfassung und kontinuierliche Verbesserung der Sozialstandards in den Konfektionsbetrieben entwickelt und im Unternehmen verankert. Dieses wird wiederum von der FWF regelmäßig kontrolliert. Dadurch wurde nicht nur in den Zulieferbetrieben, vor allem in der Konfektion, vieles erreicht, sondern auch die eigenen Prozesse kritisch unter die Lupe genommen. Es ist ein dynamischer Prozess, in den viele Menschen involviert sind, stetig Veränderungen integriert und Prozesse an neue Anforderungen angepasst werden müssen.

 

So wie wir agieren schon viele andere Mode-Unternehmen, aber uns ist das nicht genug. Deshalb haben wir im Sommer die gesamte eco-faire Modebranche und alle Interessierten dazu aufgerufen, mit uns gemeinsam auf die Straße zu gehen, um auch in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für dieses sensible Thema zu bewirken. Alles zu #fairfashionmove erfahrt ihr hier.

Es gibt also noch viel zu tun, um langfristig gerechtere Arbeitsbedingungen für die Menschen weltweit zu erreichen. Was unternehmt ihr, um menschenwürdige Arbeit zu unterstützen? Hinterlasst uns gerne einen Kommentar.

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