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Textillexikon - Bio Stoffe und Öko Materialien
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Wolle

Spricht man von Wolle, meint man damit in erster Linie Schafwolle. Weltweit werden pro Jahr 1,5 Millionen Tonnen Schafwolle geschoren und weiterverarbeitet. Das entspricht mehr als 96 Prozent aller produzierten Tierhaare. Die restlichen vier Prozent verteilen sich auf die sogenannten Edelfasern Mohair, Angora, Kaschmir, Lama oder Kamelhaar, die vor allem in der Mode Verwendung finden. Wolle schützt die Tiere, von denen sie stammt, vor Temperaturschwankungen und Witterungseinflüssen. Das natürliche Wollwachs Lanolin und die ausgeprägte Kräuselung der Wollhaare bilden eine luftige Isolationsschicht. Sie lässt Regen außen abperlen, während Wasserdampf von innen in das Wollhaar eindringen kann, ohne dass die Wolle sich feucht anfühlt. Daher ist sie die richtige Naturfaser für Menschen, die temperaturempfindlich sind oder sich viel im Freien aufhalten. Wolle ist die einzige Faser, die aufgrund ihrer Schuppenstruktur ein hervorragendes Walkverhalten besitzt. Wegen ihrer chemischen Feinstruktur ist sie die einzige unter den Naturfasern, die eine permanente Bügelfalte ermöglicht. Wolle fühlt sich auch bei 33-prozentiger Feuchtigkeitsaufnahme noch nicht feucht an. Trotz der hohen Saugfähigkeit dringt Wasser in Tropfenform nur schwer ins Faserinnere der Wolle. Hat sie aber Feuchtigkeit aufgenommen, gibt sie sie nur langsam wieder ab. Dies führt zu langen Trocknungszeiten nach dem Waschprozess. Aufgrund ihrer natürlichen Elastizität, dem „Natural Stretch”, besitzt sie die beste Knitterresistenz unter allen Naturfasern. Unter normalen atmosphärischen Bedingungen lädt Wolle sich nicht elektrostatisch auf und Schmutzpartikel werden dadurch von ihr nicht angezogen. Kleidungsstücke aus Wolle regenerieren sich an der frischen Luft und müssen nicht häufig gewaschen werden.
Wolle ist schwer entflammbar, entzündet sich erst bei 560°C und brennt nicht selbständig. Der älteste gefundene Wollstoff stammt aus der Zeit um 2500 v. Chr. Man geht jedoch davon aus, dass der Mensch sich schon viel früher die ausgerupften oder aufgelesenen Haare des Tieres zu Nutze gemacht hat. Erst in der Bronzezeit und seit der Erfindung der Schere konnten die Tiere geschoren werden, sodass ein gleichmäßiges Spinngut vorhanden war. Die Bezeichnung „Wolle” weist lediglich darauf hin, dass der Artikel aus reiner Wolle ist. Sie sagt nichts über die Qualität der Wolle aus. „Schurwolle” muss auf jeden Fall vom lebenden, gesunden Schaf stammen, während man unter „Wolle” auch Sterblingswolle und Reißwolle versteht.

Wolle