Wir freuen uns, Euch mitteilen zu können, dass die Biogartenmesse in Deutschland, in diesem Jahr in die zweite Runde geht! Als Aussteller zugelassen sind ausschließlich zertifizierte Biogärtner. Sie werden an drei Orten an jeweils drei Terminen Zier-, Nutz- und Wildpflanzen, Bäume und Sträucher anbieten sowie Saatgut und alles für die ökologisch nachhaltige Gartenpflege. Es wird keine Massenware zugelassen, vor allem aus Asien, es sei denn, diese ist FaireTrade gehandelt. Und zum ersten Termin am 25. und 26. April auf Schloss Türnich in Kerpen bei Köln verlosen wir bei hessnatur fünf Mal zwei Eintrittskarten, doch mehr dazu gleich.

Erstmal frage ich mich, was ist eigentlich Biogärtnerei?
Es gibt eine Benediktinerinnen Abtei im osthessischen Fulda, hinter deren Klostermauern ein 2000 Quadratmeter großer Garten gedeiht, den die Nonnen seit dem Zweiten Weltkrieg biologisch bewirtschaften. Ich habe diesen Garten im Jahr 2011 besucht anlässlich einer Buchvorstellung über seine Geschichte.

Damals erfuhr ich, dass nach 1945 die Verbreitung chemischer Pflanzenschutzmittel im großen Maßstab Schule machte. Es war der Intuition und Frömmigkeit der Nonne Schwester Laurentia zu verdanken, dass die Chemie niemals in den 2000 Quadratmeter großen Klostergarten Einzug hielt. Laurentias Liebe zur Schöpfung ließ sie eine außerordentliche Beobachtungsgabe für das Entwickeln, was wir heute Bio-Gartenbau nennen. Und so kommt es, dass 70 Jahre später der Klostergarten der Abtei Fulda ein Vorzeigeprojekt für biologisches Gärtnern ist und die Nonnen, die in ihm arbeiten, gefragte Expertinnen.

Roundup und Monsanto
Ansonsten hat die Industrialisierung der Landwirtschaft und in der Folge der privaten Gärtnerei weitreichende Folgen gehabt, was unseren Zugang zur Natur und unser Naturerleben anbelangt. Ich brauche nur das Bild des braven Familienvaters zu beschwören, der das Unkraut, das zwischen den Pflastersteinen in seinem Hof sprießt, mit einer Flüssigkeit namens „Roundup“ bekämpft. Er bringt die Flüssigkeit auf den Boden im Hof auf und das Grünzeug verwelkt innerhalb von Stunden. Hinter dem Namen „Roundup“ verbirgt sich ein Breitbandherbizid, ein hoch wirkungsvolles Unkrautvernichtungsmittel, das die Firma Monsanto seit vierzig Jahren weltweit vertreibt. Umweltschützern dürfte der Wirkstoff „Glyphosat“ ein klingender Name sein, vielleicht sogar einer, bei dem es dem einen oder anderen sauer aufstößt, denn die Chemikalie ist umstritten.

Aber zurück zur Biogartenmesse, auf deren Webseite man folgende Zeilen findet:
„Leben ist Vielfalt und ökologisches Leben im Garten ist Vielfalt im Garten. Mit unserer Veranstaltung wollen wir Mut machen, bewährte alte oder neue Pflanzenarten in Bioqualität, ökologisch unbedenkliches Saatgut im Garten einzusetzen in Verbindung mit altem tradierten Wissen zur Gartenpflege und bewährten, hochwirksamen Bio-Produkten, die auf neuste wissenschaftliche Erkenntnisse beruhen“, steht auf der Internetseite der Biogartenmesse zu lesen. Als nachhaltiges Modelabel haben wir an ökologischer Landwirtschaft und Biogartenbau großes Interesse, denn Naturfasern sind landwirtschaftliche Erzeugnisse. Und weil unser wirtschaftlicher Erfolg von Eurer Entscheidung abhängt, liebe Kunden, ist es uns ein Anliegen, dass ihr so viel wie möglich über das komplexe Thema nachhaltiger Textilproduktion wisst.

Wir bitten Euch also herzlich, zahlreich die Biogartenmesse zu besuchen! Die Termine sind am 25. und 26. April in Schloss Türnich in Kerpen bei Köln, am 13. Und 14. Juni im Weleda Heilpflanzengarten in Schwäbisch Gmünd und am 22. Und 23. August in der Aukamm-Orangerie in Wiesbaden. Für den 25. und 26. April in Kerpen bei Köln verlosen wir wie gesagt 5 x 2 Tickets, wie Ihr an der Verlosung teilnehmen könnt erfahrt Ihr hier.

ZUR VERLOSUNG >>>

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