Eigentlich stand das Ozeaneum Stralsund als Schauplatz für die Humanity in Fashion Award-Preisverleihung bereits fest. Die Kollektionen der drei Finalisten sollten im Oktober in der 1:1 Riesen der Meere-Ausstellungshalle über den Laufsteg wandern, direkt unter der mächtigen Kuppel des imposanten  Raums, in dem in Lebensgröße zahlreiche gigantische Meeresbewohner schweben.

Eine idealer und ungewöhnlicher Ort, um das Thema Ökologie und Mode zusammenzuführen, leider aber an einem sehr abgelegenen Fleckchen Erde. Die meisten der Redakteure, die wir mit der Idee konfrontierten, waren einerseits begeistert, andererseits skeptisch im Hinblick auf den langen Anreiseweg.

Anders gesagt: Time is money und hessnatur nicht der Nabel der (Fashion)Welt – von daher standen die Chancen auf eine gut besuchte Veranstaltung in Stralsund denkbar schlecht. Also, dachten wir uns, ab nach Berlin, zur Fashion Week 2011, wo den Kollektionen der Jung-Designer im kommenden Januar mehr Aufmerksamkeit zuteil wird.

Leicht gefallen ist uns die Entscheidung weiß Gott nicht, denn etwas vergleichbar Schönes wie das Ozeaneum in Stralsund werden wir in Berlin nicht finden. Aber die Mühe, die die Bewerber in ihre Kollektionen investiert haben, sollte durch  möglichst viele Gäste gewürdigt werden und dafür stehen die Chancen in Berlin wesentlich besser. Die besagten Finalisten werden übrigens im Anschluss an die finale Jurysitzung Ende August bekannt gegeben.