Brigitte ohne Models

Im Oktober des vergangenen Jahres hatten wir darüber berichtet: Die Frauenzeitschrift „Brigitte“ will in Zukunft nicht mehr mit professionellen Models für ihre Fotostrecken arbeiten. Hintergrund: Laienmodels aus der Zielgruppe, sprich Brigitte-Leserinnen, passen viel besser zu den Aussagen des Magazins. Zudem, so Chefredakteur Andreas Lebert damals, hätten sich Leserinnen teilweise über magere Profimodels und „herausstehende Knochen“ beschwert.

Das Januar-Heft ist nun das erste „neue“ Brigitte-Heft. Hier wird die „Ohne Models“-Ära eingeläutet – mit Fotos von ganz normalen Frauen aus dem wahren Leben. Wie beispielsweise eine Restaurantbesitzerin, eine Studentin, eine Sängerin und eine Rezeptionistin.

Was als „ganz normal“ in diesem Zusammenhang zu sehen bzw. nicht zu sehen ist, wird im Magazin erklärt. Zum Beispiel, dass mehr als 50 Prozent der deutschen Frauen die Größen 38, 40 oder 42 tragen. Professionelle Models haben da andere Größen in den Etiketten stehen – XS lässt grüßen. Oder dass der „ideale Taillenumfang“ einer erwachsenen Frau von 60 Zentimetern – die 60 im Dreiklang von 90-60-90 – eher der durchschnittlichen Taille eines viereinhalbjährigen Kindes entspricht.

Das Normale kehrt bei der Brigitte nun als das echte Moderne, Schöne, Lebendige ein. Gut so!

Übrigens: Online auf brigitte.de können die Leserinnen zum einen abstimmen, welche Leserinnen für die zukünftigen Mode- und Schönheits-Fotoproduktionen eingesetzt werden sollen. Denn über 10.000 Leserinnen haben sich bei „Brigitte“ gemeldet, um sich für das Magazin fotografieren zu lassen. Und zum anderen kann frau sich auch weiterhin für Brigitte-Fotoproduktionen anmelden.