Ein Besuch auf der Biofach

Vergangene Woche habe ich zusammen mit einigen Kolleginnen und Kollegen die Biofach-Messe in Nürnberg besucht.

Was mir beim Gang durch die Messehallen aufgefallen ist: Bio und Nachhaltigkeit gehören wirklich nicht mehr in eine Nische, sondern sind in der gesellschaftlichen Mitte angekommen. Es darf schick sein und gut aussehen, es darf gut riechen und schmecken – und das in einer großen Bandbreite an Produkten! Das haben wir während unseres Messebesuchs ausgiebig an vielen Ständen testen dürfen – Auf dem Foto seht Ihr meine Kolleginnen Stefanie Karl (links) und Verena Kuhnert (rechts) beim Probieren von leckeren Schoko-Brotaufstrichen.

Vieles von dem, was ich dort gesehen und neu entdeckt habe, ist für mich schon normal im täglichen Konsum. „Bio“ und „Öko“ sind akzeptiert(er) sind und werden mehr und mehr gefragt. Eine gute Entwicklung!

Ein Schwerpunkt war auch der Messebereich mit Anbietern für ökologische Textilien. Trends dafür habe ich auf der Messe nicht unbedingt „ablesen“ können – was aber auch daran liegt, dass hessnatur mit mehr Lieferanten und Produktionsbetrieben weltweit zusammenarbeitet als auf der Biofach vertreten waren. Und: hessnatur entwickelt im Haus ein eigenes Design – was es auf dem Markt und bei Anbietern für ökologische Kleidung so nicht gibt.

Was mich interessiert: Wer von Euch war auch auf der Biofach? Wie waren Eure Eindrücke? Welche interessanten Produkte, Dienstleistungen, Vorträge etc. habt Ihr entdeckt und erlebt?

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Kommentare
  • Dagmar(hessnatur) ,

    Es war für mich jetzt der dritte Besuch auf der Biofach und auch diesmal war ich wieder fasziniert über die Vielfalt, die Neuheiten, die Fülle und die vielen Menschen aller Couleur, die sich inzwischen für Bio interessieren. Da stimme ich Dir zu, Michi! Für mich sind besonders die Vorträge im Congresszentrum interessant. Dort sind so viele Hintergrundinformationen und wertvolle Themenbereiche beleuchtet, diskutiert und vorgestellt worden, dass es schwer war, sich für ein Thema zu entscheiden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die wertvollsten Beiträge aus dem Publikum kamen, von Professoren oder Studenten oder von Firmeninhabern. Sehr spannend. Hier wurde viel stärker gefordert als man auf dem Podium bereit war, Strategien und Vorgehensweisen anzugehen. Ein Satz blieb mir bei der Diskussion darüber, ob Ökoanbau in der Lage wäre, die Weltbevölkerung zu ernähren, in Erinnerung:
    Wir müssten uns nicht Gedanken darüber machen, wie wir die Weltbevölkerung ernähren könnten – wir müssten die Erde wieder in die Lage versetzen, dass sie die Welt ernähren kann.
    Ich würde mir wünschen, dass stärkere Impulse von dieser Messe ausgehen würden. Sie wird doch vom Umfeld, der breiten Masse, als Satellit gehandelt, oder wie seht Ihr das?
    Wie nachhaltig wirkt denn diese geballte Energie und Kraft, die hier in nachhaltigem Wirtschaften an einem Strang zieht? Ich finde, leider bleibt das Ganze doch noch viel zu sehr begrenzt auf die Branche. Es sollte noch vielmehr Einfluss auf politisches Handeln haben. Aber Dank an Herrn Trittin und Frau Künast – das waren die Politker, die ich auf der Messe gesehen habe und die vorort waren, um im Gespräch mit Verbänden und Publikum doch das Bedürfnis nach Wandel nicht nur selbst präsentiert haben, sondern auch den Druck der Menschen nach veränderung wahrnehmen müssen.
    Ich persönlich fühle mich für meine Arbeit hier im Haus durch diese Messevielfalt immer wieder inspiriert und bestärkt. Jeder noch so kleine Tropfen höhlt den Stein mehr…

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  • Johannes ,

    Als Quelle der Inspiration habe ich die Biofach auch empfunden, besonders die Vorträge auf dem Kongreß. Dabei war für mich interessant zu hören, dass im Lebensmittelbereich wieder verstärkt die Vorteile von BIO kommuniziert werden sollen, um sich von dem billigeren Fairtrade (+konventionell) der Supermärkte deutlicher zu unterscheiden. Bin gespannt, ob sich dieser Trend auch bei den Naturtextilern zeigen wird.

    Frau Künasts Worten habe ich auch gelauscht. Sie spricht zwar über die Probleme, die gentechnisch verändertes Saatgut verursacht, erwähnt aber nie, dass ein großer Teil der konventionellen Baumwolle mittlerweile aus Gen-Anbau stammt. Das Baumwollöl, das aus diesen Pflanzen stammt, kommt als Bestandteil von Vegetableoil auch in unsere Nahrungskette. Statt für Ihre Haus- und Hofdesignerin Anna von Griesheim zu werben, könnte sie auch mal in der Öffentlichkeit über Naturtextilien sprechen. Schlließlich muss man den Menschen auch Problemlösungen anbieten und erklären.

    Die Textil-Area auf der Biofach fand ich sehr gut und ansprechend gemacht und hoffe, dass sie weiter ausgebaut wird. Vielleicht auch mit Sonderkonditionen für die „jungen (wilden) Label“.

    Michaels obige Schokoladencremeverkostung habe ich bedauerlicherweise nicht gesehen, dafür neue Produkte von Sekem: leckere Marmeladen, die ab Mai in den Bioläden zu kaufen sein werden!

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  • Michael Krause (hessnatur) ,

    Hallo Johannes,
    Deine Anmkerung zum gen-manipulierten Saatgut bei Baumwolle teile ich! Das Thema „GMO“ (Gen Manipulated Organism) im konventionellen Baumwoll-Anbau wird u.a. auch in Burkina Faso zum Problem. Erst im Anbau, wenn es in die Erde gelangt, und dann auch wie geschrieben als Baumwoll-Öl in der Nahrungskette. Das ist ein Thema, das noch viel stärker in die Öffentlichkeit getragen werden muss!

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  • Sabine ,

    Toll,was die Kolleginnen / Mitarbeiterinnen auf dem Foto für „Ökoklamotten“ anhaben…

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  • Verena ,

    Hallo Sabine,

    das klingt etwas ironisch…aber die Klamotten sind tatsächlich öko. Stefanie und ich tragen hessnatur. Falls Dir davon was gefällt, kann ich Dir gerne die Artikel aus unserem Webshop raussuchen. Nur bei Steffis Halstuch muss ich passen. Das findet sich nicht im hessnatur-Katalog sondern auf dem Marburger Weihnachtsmarkt 🙂

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