Am 5. und 6. November 2010 fand die 4. Fairtrade-Towns-Konferenz in Bonn statt. Unsere ehemalige Bundeshauptstadt hat hier als 27. Stadt Deutschlands die Ernennungsurkunde zur Fairtrade-Town entgegennehmen dürfen.

Im Jahre 2000 erhielt das englische Städtchen Garstang als erstes die Auszeichnung Fairtrade-Town, die auf den Gründer der Bewegung Bruce Crowther zurückgeht, und die den Städten und Gemeinden ein verantwortungsvolles Handeln im Sinne des fairen Welthandels bescheinigt.

Bereits kurz nach dem zweiten Weltkrieg gab es in den USA  erstmals spezielle Läden, in denen Handarbeiten aus Puerto Rico gehandelt wurden, deren Preisgestaltung den Erzeugern einen fairen Erlös garantierten. Es dauerte jedoch noch bis zum Jahr 1988, dass dieser Problematik in Europa ein größeres Augenmerk geschenkt wurde. Erstmals wurde fair gehandelter Kaffee, der mit dem „Max-Havelaar-Siegel“ gekennzeichnet war, in regulären Supermärkten in Holland verkauft wurde. Die Romanfigur Max Havelaar wurde auch Namensgeber einer Stiftung, die das Schweizer Pendant zu „TransFair“ darstellt, das genau wie die Vereine „TransFair e.V.“ in Deutschland und Österreich im Jahr 1992 gegründet wurde.

Mit der Fairtrade-Town-Initiative möchten Bruce Crowther und seine Mitstreiter ein Bewusstsein für FairTrade-Produkte schaffen.

Saarbücken erfüllte als erste deutsche Stadt im Jahre 2009 die Kriterien, die für die Ernennung notwendig sind. Nachzulesen sind die Kriterien unter http://www.fairtrade-towns.de. Noch weitere hundert Städte und Landkreise haben sich für dieses Prädikat beworben. Die Initiative ist eine für beide Seiten lohnende Möglichkeit, durch den Einsatz von fair gehandelten Waren sowohl positive Aufmerksamkeit auf die Städte und Gemeinden zu richten, als auch den Produzenten dadurch finanzielle Sicherheit zu bieten.

Diesen Artikel hat unsere Praktikantin in der Markenkommunikation, Kathrin Kenntemich, recherchiert und geschrieben.