Walken

Aufgrund ihrer schuppenartigen Oberflächenstruktur besitzt die Wolle als einzige Faser eine Filzfähigkeit, die bisher mit keiner Chemiefaser imitiert werden konnte. Unter Walken versteht man ein kontrolliertes Filzen. Die Schuppen auf der äußersten Schicht der Wollfaser verhaken sich irreversibel ineinander. Je ausgeprägter die Schuppenstruktur, je intensiver die natürliche Kräuselung der Faser und je weicher das Garn gedreht ist, desto besser wird der gewünschte Walkeffekt. Mit Hilfe von Zeit, Temperatur und Reibung hat man die Möglichkeit, den gewollten Walkeffekt zu steuern. Die Walke hat das Ziel, dem Gewebe ein geschlossenes, homogenes Aussehen sowie einen kernigen Griff zu verleihen. Während des Walkprozesses entsteht eine irreversible Krumpfung und gleichzeitig eine Verdichtung des Warenbildes. Flanelle, Tweeds, Loden, Velours und Ratinés sind typische Walkwaren, die ihr Aussehen nur dem Filzvermögen der Wolle verdanken.

Unser Beitrag

hessnatur Wollwalk besteht zu 100% aus reiner Schurwolle. Der Walkprozess ist rein mechanisch. Die Schurwolle wird so dicht gewalkt, dass sie Körperwärme noch besser speichert. Es entsteht ein echtes Funktionsmaterial, das bis zu 30% seines Gewichtes an Feuchtigkeit aufnimmt ohne sich nass anzufühlen.


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