#Nachgefragt

Was ist der Unterschied zwischen herkömmlicher Baumwolle und Bio-Baumwolle?

Bei der Herstellung von nachhaltiger Mode auf Bio-Baumwolle zu achten, ist ein erster guter Schritt. Aber was es noch zu beachten gibt, um am Ende tatsächlich ein einwandfreies Produkt zu erhalten und wo genau die Unterschiede zu herkömmlicher Baumwolle liegen, erklären wir euch heute hier.

Der gravierendste Unterschied zuerst: Obwohl sie in der Werbung omnipräsent ist, ist Bio-Baumwolle auf dem Textilmarkt gnadenlos unterrepräsentiert. Nur 1% des weltweiten Baumwollanbaus erfolgt unter kontrolliert biologischen Bedingungen. Davon wiederum wird nur ein ganz kleiner Bruchteil so weiterverarbeitet wie bei hessnatur: Das Unternehmen achtet darauf, dass jeder Produktionsschritt ökologisch einwandfrei ist – vom Anbau der Rohfaser bis zur letzten Naht.

Vielen Kunden ist nicht bewusst, dass in der herkömmlichen Textilproduktion bereits beim Spinnen der Baumwollfaser zum Garn chemische Mittel eingesetzt werden, die den Bio-Aspekt schnell zunichte machen. Warum Bio-Baumwolle so wichtig ist und die genauen Unterschiede zur herkömmlichen Baumwolle, erklären wir in der Übersicht:

Konventionelle Baumwolle

  • Ihr Saatgut ist oft genmanipuliert oder chemisch behandelt.
  • Massiver Einsatz von Kunstdünger, weil der Boden stark ausgelaugt wird.
  • Künstliche Bewässerung durch Wasser, das dem Ökosystem des Einzugsgebietes dauerhaft entzogen wird.
  • Hoher Pestizideinsatz bei Schädlingsbefall.
  • Wird in großflächigen Monokulturen angebaut, was die Pflanze anfällig für Schädlinge und Krankheiten macht.
  • Monokulturen führen zu ausgelaugten Böden die künftig immer mehr Wasser, Dünger und den Einsatz von Pestiziden brauchen, um gute Erträge zu liefern.
  • Bei einem Ernteausfall sind die Bauern nicht selten ruiniert, da es oft keine Risikoverteilung gibt.
  • Hohe Belastung von Mensch und Umwelt durch Pestizide. Diese werden z.B. auch ins Grundwasser gespült.
  • Einsatz von Entlaubungsmitteln
  • Abhängigkeit der Bauern von Großkonzernen, die das GMO Saatgut, die Insektizide, Pestizide und Entlaubungsmittel vertreiben.
  • Gefahr chemischer, toxikologisch kritischer Rückstände auf den Fasern und dem fertigen Textil (Pestizide etc.)

Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau

  • Wird im Fruchtwechsel kleinflächig angebaut, was den Boden schützt und das Risiko bei Ernteausfällen verteilt.
  • Saatgut aus kontrolliert biologischem Anbau kommt ohne chemische Behandlung / Genmanipulation aus.
  • Erhalt der Bodenfruchtbarkeit durch Fruchtwechsel und natürliche Düngung.

Natürliche Bewässerung durch Regenwasser und im Boden gespeicherte Feuchtigkeit. Seltene Anwendung verbrauchsarmer Bewässerungs-methoden (Tröpfchenbewässerung) - spart 91% Wasser ein.

  • Verbot von Pestiziden, Einsatz natürlicher Schädlingsbekämpfungsmittel, z.B. durch Pheromonfallen.
  • Verzicht auf chemisch-synthetische Hilfsmittel
  • Verbot von Entlaubungsmitteln
  • Keine Abhängigkeit der Bauern.
  • Rückstandsfreie Fasern und Textilien durch das Verbot von Pestiziden u.a. chemischen Hilfsmitteln

Fazit

Bio-Baumwolle ist auf dem Textilmarkt bisher nur mit etwa 1% vertreten. 99% konventionelle Baumwolle belasten die Umwelt und damit die Gesundheit aller Menschen stark. Beim Kauf auf Bio-Baumwolle zu achten, ist ein guter Start. Aber nur wenn alle Verarbeitungsschritte wie bei hessnatur ökologisch sind, erhält man ein einwandfreies Produkt.

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