Als ich das erste Mal anhand von Bildern versucht habe das Stoffwickelverfahren zu verstehen, bin ich schier verzweifelt. Welche Einlage unter welche Schicht und wo dann zubinden und was dann darüber ziehen und welche Wickeltechnik überhaupt? Falttechnik, Bindewindeln oder Windelhöschen?

Deswegen will ich nun eine kurze Zusammenfassung aller Wickeltechniken, von denen ich bis jetzt gehört habe, niederschreiben. Über Ergänzungen und Verbesserungen freue ich mich sehr, da ich bis jetzt ja nur „theoretisch“ gewickelt habe.

Die Falttechnik ist, denke ich, die aufwendigste Methode und bedarf bestimmt viel Übung, Geschick und Geduld, da man jede Windel einzeln vorfalten muss. Schnitttechnisch gibt es doch schon einige Vereinfachungen, siehe z.B. die Höschenwindel, wobei ich gespannt bin, ob diese noch optimiert werden können.

Zur Wickeltechnik: man faltet das Mulltuch  zur Mullwindel und legt die gewünschten Einlagen – entweder Baumwolleinlage, Moltoneinlage, Bouretteseideneinlage oder Windelvlies – dazu und schnürt das Ganze feste ums Baby und befestigt es dann irgendwie. Ich glaube, dass dafür häufig auch Sicherheitsnadeln verwendet wurden/werden.

Wickeln mit der Bindewindel: Das Wickeln mit der Bindewindel wurde mir sehr empfohlen, da es durch die anatomische Form und die Bänder zum Schnüren sehr schnell geht, sich die Windel optimal an das Kind und dessen Größe anpasst und mit dem Baby mitwächst. Hier eine Anleitung mit Bildern.

Das Wickeln mit der Höschenwindel stelle ich mir sehr simpel und schnell vor. Schließlich ist sie komplett vorgeformt und einfach zum Zubinden durch Bänder oder Druckknöpfe. Auch hier legt man einfach die gewünschten oder nötigen Einlagen drauf und schließt sie um den Babypopo. Zu guter Letzt kommt dann noch das Schurwollhöschen über egal welche Windel, damit die Nässe aufgesaugt wird und das Baby schön warm gehalten wird, egal ob nass oder trocken unten drunter. Damit es durch das häufige Waschen nicht so schnell verfilzt, würde ich zum kalten Wollwaschgang ein spezielles Wollwaschmittel und Essigessenz verwenden. Allerdings nimmt Wolle wenig Gerüche auf und hat eine natürliche Selbstreinigungsfunktion, weswegen man diese Wollhöschen auch nicht nach jedem Wickeln waschen müsste.