#nachgefragt

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Was ist eigentlich Slow Fashion?

Fair, Green oder Eco Fashion ist euch ein Begriff, aber was Slow Fashion bedeutet, ist euch nicht so ganz klar? Kleine Eselsbrücke: Essen. Was Fast Food bedeutet, wisst ihr sicher und seit ein paar Jahren gibt es eine Gegenbewegung – das Slow Food. Mit Mode verhält es sich ganz ähnlich. Wie genau erklären wir euch im Text.

Die Modeindustrie hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Früher gab es zwei, maximal vier Kollektionen im Jahr – jeweils zur aktuellen Jahreszeit. Heute kommt jede Woche neue Mode in den Handel. Dieses Geschäftsmodell nennt man Fast Fashion: Die Anbieter bringen innerhalb weniger Wochen eine extrem günstige Kollektion auf den Markt.

Durch den Produktionsdruck werden Lieferanten dabei ebenfalls zur Einhaltung immer knapperer Liefertermine gedrängt. Schneller und günstiger geht dann jedoch einher mit niedrigen Löhnen und ökologisch unverantwortlichen Praktiken in der Herstellung.

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Die Kombination aus schlechter Qualität und niedrigen Preisen führt wiederum zu einer kürzeren Nutzungsdauer der Kleider und fördert die Wegwerfmentalität. Gleichzeitig haben deutsche Verbraucher laut Greenpeace heute mehr als vier Mal so viel Kleidung im Schrank wie noch vor dreißig Jahren. Darunter befinden sich im Schnitt jedoch 20 Teile, die überhaupt nie getragen werden.

Natürlich brauchen wir alle Kleidung – für den Alltag, fürs Hobby und oft auch besondere Kleidung für den Beruf. Vielen von uns macht es auch einfach Spaß, sich durch Mode auszudrücken. Doch in welchem Rhythmus ist das wirklich nötig?

Wie der Name schon verrät, ist Slow Fashion der Gegenentwurf zu Fast Fashion. Nach dem Verständnis von hessnatur respektiert dieses Geschäftsmodell die Konsumenten, die Produzenten und die Umwelt gleichermaßen. Der Fokus liegt dabei auf Qualität.

Bereits im Designprozess berücksichtigt hessnatur den Einfluss auf die Umwelt:

- zwei Hauptsaisons
- zeitloses Design
- Materialien (natürlich oder recycelt)
- Qualität & Haltbarkeit
- Pflegeartikel (ökologisch abbaubar)

 

Während der Herstellung werden Arbeits- und Menschrechte gewahrt:

- ökologische & soziale Standards bei Lieferanten
- Lieferanten als langjährige Partner, Fokus Europa
- Faire Einkaufspraktiken

Am Ende erhält der Konsument ein wertvolles Produkt:

- Transparenz (kann nachvollziehen woher Produkt kommt und wie es hergestellt wurde)
- Gesundheit (kann sicher sein, dass keine schädlichen Substanzen enthalten sind)
- Wertschätzung (Verständnis, wofür er sein Geld ausgegeben hat)

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Durch ihr Konzept ist Slow Fashion etwas komplexer und auch teurer als herkömmliche Mode. Gleichzeitig finden wir sie aber so viel wertvoller, denn sie ersetzt den kurzen Konsum-Kick durch ein nachhaltiges Zufriedenheitsgefühl.

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