Es ist genug da. Für alle. Wie wir den Earth Overshoot Day nach hinten verschieben.

Die Menschheit nutzt 74 % mehr Ressourcen, als die Erde nachbilden kann. Das macht der Earth Overshoot Day deutlich, der in diesem Jahr bereits am 29. Juli war. Das Gute: Wir haben es in der Hand, den Tag zu ändern. Für uns, unsere Kinder und alle Bewohner dieses Planeten. hessnatur als erster Fashion Partner des Global Footprint Network will diesen Weg gemeinsam mit Euch gehen.

Es gibt Nachrichten, die können Sorgen machen, andere wiederum lassen hoffen. Beginnen wir mit den nicht so rosigen News: Wir Menschen leben auf der Erde über unsere Verhältnisse – und dass nun schon seit über 50 Jahren. 1970 gab es den ersten Tag, an dem wir die ökologischen Grenzen unseres Planeten erreichten – also mehr konsumierten, als die Natur produzieren und wegstecken konnte. Damals fiel der sogenannte Earth Overshoot Day auf den 19. Dezember. Leider ist dieses Datum seither Jahr für Jahr weiter nach vorne gewandert – 2021 befindet sich die Welt bereits ab dem 29. Juli im „Erschöpfungszustand“.

Wir nehmen zu viele ökologische Schulden auf

Ins Leben gerufen wurde der Earth Overshoot Day von der internationalen Organisation Global Footprint Network (GFN), um bewusst zu machen, dass unser Lebensstil immer weniger zu einem nachhaltigen Gebrauch mit unserem Planeten passt. Berechnet wird dieses symbolische Datum, in dem die biologische Kapazität der Erde dem menschlichen Bedarf gegenübergestellt wird. Die Erde kann viel aufbauen und gleichzeitig Emissionen und Müll schlucken ­– demgegenüber aber verschwenden wir zu viele Rohstoffe, benutzen zu viel Plastik, fangen zu viele Fische, holzen zu viele Wälder ab und produzieren vor allem zu viel CO2. Unser ökologischer Fußabdruck ist schlichtweg zu hoch für die Erde. Bei unserem Bedarf bräuchten wir mittlerweile 1,70 Planeten – die wir nicht haben. Ab dem 29.7. leben wir deswegen auf Kosten unserer Kinder und Enkelkinder.

Ein Planet würde für alle reichen.

Zeit für die guten Nachrichten. Und die lauten: Wir können den Trend umkehren. Gelingt es uns, den Welterschöpfungstag jährlich um 5 Tage nach hinten zu schieben, können wir im Jahr 2050 auf unserem Planeten leben, ohne ihn auszupumpen. Würden beispielsweise 50% des Fleischkonsums durch vegetarische Ernährung ersetzt werden, wäre der Earth Overshoot Day bereits um 7 Tage hinausgeschoben. Wenn wir die CO2-Emissionen um 50% senken , könnten wir den Overshoot Day um 93 Tage nach hinten verschieben. Auch die Mode-Industrie kann – und muss – einiges leisten, ist sie doch mittlerweile selbst einer der größten Produzenten von CO2. Fair produziert statt Fast Fashion sollte also das Credo sein. Unsere Head of Sustainability Kristin Heckmann sagt es ganz treffend: „Wir brauchen in der Mode-Industrie einen grundlegenden Wandel. Mode sollte wieder wertgeschätzt werden. Die Materialien sollten nachhaltig, langlebig und kreislauffähig sein. Und der Umgang mit allen Menschen, die daran beteiligt sind, Mode zu produzieren, sollte fair und respektvoll sein.“

hessnatur unterstützt als erster Fashion Partner den Earth Overshoot Day.

Wir bei hessnatur engagieren uns seit jeher stark dafür, Mode in Einklang mit Mensch und Natur zu bringen: Um unsere Bio-Baumwolle so umweltschonend wie möglich herzustellen, achten darauf, dass in der Produktion so wenig Wasser wie nötig verwendet wird. Immerhin haben wir so seit 2012 die Reduktion der CO2-Emissionen um knapp 2,3 Millionen Kilogramm erreicht und über 5,2 Millionen Liter Wasser eingespart. Deswegen sind wir richtig stolz darauf, erster Fashion Partner des Global Footprint Networks zu sein. „Wir wirken aktiv an der Initiative `100 Days of Possibility` mit und wollen beim Aufzeigen skalierbarer Lösungen unterstützen“, so unsere CEO Andrea Ebinger. Die Initiative zeigt jeden Tag bis zur Klimakonferenz in Glasgow (COP26) im November Möglichkeiten auf, den Overshoot zu reduzieren.

„Es ist Zeit, jetzt zu handeln. Lasst uns gemeinsam den Earth Overshoot Day nach hinten verschieben.“ Kristin Heckmann, hessnatur

Auch unter dem Hashtag #MoveTheDate sammeln Menschen aus aller Welt ihre Beiträge zu mehr Klimaschutz. Argumente wie „Bringt doch nichts mehr“ oder „Was soll ich alleine schon dazu beitragen“ zählen nicht länger. Das hat das Jahr 2020 gezeigt, in dem wir bedingt durch Corona einen reduzierten Ressourcenverbrauch hatten: „Letztes Jahr war der Earth Overshoot Day zum ersten Mal seit 20 Jahren drei Wochen später, was zeigt, dass wir mit unserem Verhalten die vom Menschen gemachten Klimaveränderungen auch wieder positiv beeinflussen können“, so Andrea Ebinger.

„Die Herausforderungen des Klimawandels und des Artensterbens können wir nur gemeinsam angehen und meistern.“ Andrea Ebinger, CEO hessnatur

Jeder Mensch kann seinen Beitrag leisten: Lebensmittelverschwendung vermeiden, sich engagieren und andere über den Earth Overshoot Day informieren, mehr Rad fahren, bewusst und möglichst lokal einkaufen – all das sind gute und effektive Maßnahmen. Damit wir auf eine Zukunft hinsteuern, in der uns eine Erde gut genug ist und in der wir wieder langfristig in einem besseren Gleichgewicht leben. Und damit die guten Nachrichten endlich wieder an erster Stelle kommen.

Mehr Infos, wie wir unseren ökologischen Fußabdruck reduzieren, findet ihr hier.

Mehr über die Initiative 100 Ways of Possibility gibt es hier.

Mehr Fakten zum Earth Overshoot Day und unserer Partnerschaft findet ihr hier.

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