Von mir gibt es heute zwei TV-Tipps zu zwei spannenden Reportagen: Zum einen läuft am heutigen Mittwoch Abend um 23.30 Uhr im Ersten eine kritische Reportage über den WWF, zum anderen am kommenden Dienstag, 28. Juni um 21.05 Uhr auf ARTE der Film „Abgefackelt – Wie die Ölkonzerne unser Klima killen“.

Der WWF (die Abkürzung steht für Word Wildlife Fund) hat nicht nur Befürworter, sondern auch Kritiker. Einer von ihnen ist Wilfried Huismann, dessen Film „Der Pakt mit dem Panda – was verschweigt der WWF ?“ heute Abend um 23.30 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird. Die Dokumentation will „die Geheimnisse des WWF ergründen“, heißt es in der Ankündigung der Reportage, für die Huismann ein Jahr lang weltweit gedreht hat. Ich muss zugeben, dass ich recht gespannt darauf bin, denn der WWF hat seit meinen Kindheitstagen doch ein recht gutes Image bei mir.

In der Reportage soll es darum gehen, dass der WWF – der mittlerweile 50 Jahre alt ist und als größte Umweltschutzorganisation der Welt gilt – eine „Gratwanderung zwischen Engagement und Käuflichkeit“ betreibe und doch keine so weiße Weste haben soll, da er u.a. auch mit Konzernen zusammenarbeiten soll, die alles andere als nachhaltig sind.

Ein weiteres „explosives“ Thema behandelt Inge Altemeier („Schick aber schädlich“, „Das Gift kommt zurück“) in ihrem Film „Abgefackelt – Wie die Ölkonzerne unser Klima killen“. „Die Gier nach dem schwarzen Gold hat fatale Folgen: Ölkonzerne fackeln in Förderländern wie Nigeria und Russland systematisch Erdgas ab, das bei der Ölgewinnung austritt. Damit sparen sie zwar Geld, vernichten aber gleichzeitig enorme Energiemengen und richten gewaltige Umweltschäden an“, heißt es zum Film.

In Nigeria würden die Menschen besonders stark unter den Folgen des Gasabfackelns leiden, das die Ernten der Bauern im Nigerdelta zerstöre. Dort liegen viele Dörfer neben einer der gigantischen Abfackelstationen. Die Menschen würden die giftigen Gase einatmen, was zu Asthmaerkrankungen und Krebs führe, heißt es. Die Ernten seien durch Schwermetalle und sauren Regen verseucht. Aber nicht nur in Afrika werde das so genannte „Gas Flaring“ praktiziert. Auch Russland, Europas wichtigster Öllieferant, sei „Weltmeister“ im Verschwenden von Erdgas.  In Allianz mit der Erdöl-Lobby und Politikern sei es den Ölkonzernen bisher gelungen, dieses Thema von der Öffentlichkeit fernzuhalten.