Wie angekündigt möchte ich etwas zu meiner jüngsten Reise nach Burkina Faso erzählen, die mich wieder zu unseren Projektpartnern bei Helvetas und zu den Baumwollbauern des Dorfes Komadougou geführt hat.

Geplant war – eigentlich – eine private Rundreise durch Ghana und Burkina Faso – doch kurz vor dem Abflug nach Accra erreichte mich eine Anfrage von Georg Felber, dem Projektleiter vor Ort, ob ich denn für eine Sendung des Africa Report unser gemeinsames Projekt und die Unterstützung der Schulkantine in Komadougou vorstellen könnte. Africa Report wird über Satellit in Afrika und den USA ausgestrahlt, die Sendungen werden auch im Internet gezeigt – sobald der Ausstrahlungstermin feststeht, gibt’s natürlich den Hinweis hier im Blog.

Gesagt, getan –von Ouagadougou aus geht es mit dem Helvetas-Team nach Fada N’Gourma im Osten des Landes und von dort aus weiter nach Komadougou. Hier gibt es ein Wiedersehen mit Pierre Bangou, er ist Bio-Baumwollbauer und Präsident der örtlichen Bauerngruppe, den ich bereits im vergangenen Jahr bei meinen Reisen zwei mal treffen durfte.

Nach dem Ende der Regenzeit sind die Bauern mit dem ersten Erntedurchgang durch die Baumwollfelder beschäftigt – schöne Aufnahmen für Kameramann Daniel und Redakteur Jeroen und natürlich spannende Erkenntnisse über die Besonderheiten des Bio-Anbaus. Was auf dem Feld von Pierre Bangou schön zu sehen und zu erklären ist, ist das Zusammenspiel der Baumwoll-Pflanzen mit so genannten „Trap Plants“ und den Karité-Bäumen.

„Trap Plants“ (im Bild vorne links zu sehen) werden zwischen die Baumwoll-Setzlinge gepflanzt. Sie ziehen Insekte und Schädlinge an, die sich dann über diese Pflanzen hermachen und dafür die Baumwolle in Frieden lassen – Insektenschutz auf natürliche Art und Weise.

Rechts hinten im Bild ist ein Karité-Baum zu sehen, der inmitten der Baumwolle wächst. Die Früchte des Baums, die etwa so groß sind wie eine Zitrone und ein birnen-ähnliches Fruchtfleisch haben, sind dank des kontrolliert-biologischen Baumwollanbaus ebenfalls bio, werden von den Bauern und ihren Familien gegessen oder auf dem lokalen Markt verkauft.

Die Kerne im inneren der Früchte werden getrocknet, aus ihrem Extrakt wird Sheabutter gewonnen. Diese findet in verschiedenen Kosmetika oder Seife Verwendung – für solche Naturkosmetik-Produkte aus Burkina Faso gibt es eine steigende Nachfrage.

Nach den Dreharbeiten mit Daniel und Jeroen auf dem Feld geht es weiter zur Schule in Komadougou. Hier unterstützen wir seit einem Jahr die Schulkantine und können im Rahmen der Freundschaftswerbung den rund 400 Kindern ein warmes Mittagessen garantieren. Als wir in der Schule ankommen, tagt der Elternbeirat und freut sich auf das spontane Wiedersehen und ein Gespräch über die Schulküche – mehr dazu nächste Woche hier im Blog.