Die Kampagne für saubere Kleidung hat anlässlich des Tages der Menschenrechte am gestrigen Montag mit einem provokativen Straßentheater vor dem Deutschen Bundestag in Berlin demonstriert und – vor dem Hintergrund Brände in Textilfabriken in Bangladesch und Pakistan – die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. Konkret geht es dem Aktionsbündnis darum, Unternehmen für die gesamte Lieferkette haftbar zu machen, im Sinne von Transparenz Offenlegungspflichten für Unternehmen einzuführen und Klagemöglichkeiten für Geschädigte zu schaffen. „Die Bundesregierung muss endlich konsequent für die Menschenrechte in der Modebranche eintreten, statt sich immer wieder schützend vor die Unternehmen zu stellen und die Verantwortung auf die Konsumentinnen und Konsumenten abzuwälzen“, heißt es seitens der Kampagne für saubere Kleidung. Zu der Kundgebung vor dem Bundestag haben die Aktivisten und Aktivisten der Kampagne Arbeitsministerin von der Leyen und Mitglieder des Bundestags eingeladen; Abgeordnete von SPD, Grüne und Linken haben laut Mitteilung des Aktionsbündnisses zugesagt.

Informationen zum Brand in den Textilfabriken in Bangladesch und Pakistan gibt es auf der Website der Kampagne. Mit dem Thema Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie hat sich übrigens gestern auch die Welt am Sonntag befasst.

Foto: femnet-ev.de / Verdi