Wissen Sie eigentlich, was Sie tragen?

Ich meine Ihr T-Shirt. Haben Sie da schon mal genauer aufs Etikett geschaut? Wo kommt es her? Und wo wurde die Baumwolle dafür angebaut? Ich vermute, dass das nicht erkennbar ist auf diesen langen, fast papierartigen Anhängseln, innen in der linken Seitennaht der meisten Markenshirts. Oder hinten in der obere Mitte.

Die meisten kaufen ihr T-Shirt doch nur, weil es toll aussieht. Der Aufdruck oder die Farbe. Oder die Marke, die dann irgendwo erkennbar ist. Kann der Impuls auch sein: Ich kaufe genau dieses T-Shirt, weil es aus einem Bio-Baumwollanbau-Projekt aus Burkina Faso stammt und in Bangladesch sozial fair gefertigt wurde?

Gemessen an der gesamten Menge verkaufter T-Shirts weltweit ist der Bio-Baumwollanteil verschwindend gering. Es gibt ein paar Versuche, z.B. von Greenpeace oder von Pietra Rivoli, die Entstehung dieses allgemeingültigen Kleidungsstückes zu beleuchten und zu dokumentieren. Um sichtbar zu machen, wieviel Drama und menschenunwürdige Arbeitsbedinungen überhaupt möglich sein können. Unvorstellbar und leider unbeachtet von der Mehrzahl der T-Shirt-Bewohner und –besitzer.
Unser Burkina Faso-Projekt hat im November 2009 wieder geerntet. Darüber haben wir schon berichtet. Im kbA-Anbau wird von Hand gepflückt (Michi hat sich davon überzeugt)! Und GMO ist auch nicht drin, wie wir wissen. Was ist eigentlich notwendig, um allen Menschen näher zu bringen, dass es nur so gehen kann?

Wenn wir unseren Kindern eine Zukunft hinterlassen wollen, wird es Zeit, solche Projekte wie Pilze aus dem Boden schießen zu lassen. Um Hoffnung zu schenken und Zukunft zu gestalten. Professor Yunus ist einer, der mit seiner Vision und Mikrokredit-Idee vielen Menschen eine neue Perspektive ermöglicht. Zuerst waren es nur er und seine Studenten. Und heute studieren die Kinder der ersten Generation von Kreditnehmerinnen.

Wir stehen für T-Shirts mit Geschichten. Und für Transparenz in der textilen Kette. Es ist ganz einfach, ein Teil davon zu werden. Ein Statement-Shirt teilt anderen mit, wofür wir selbst stehen. In der kommenden Woche zeigen wir mehr davon.

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Kommentare
  • Yvonne ,

    Seit ich hessnatur für mich entdeckt habe, weiß ich, was ich trage. hessnatur-Kleidung! Durch die Aufklärungsarbeit, Berichte über Projekt Burkina Faso, Darstellung und Transparenz der textilen Kette und Blog-Beiträge bin ich bestens informiert. In die Arbeit von hessnatur habe ich vollstes Vertrauen. Ich fühle mich in der Kleidung mehr als wohl und habe zudem ein gutes Gewissen. Gutes Gewissen aufgrund der weitreichenden Umweltstandards und anspruchsvollen Sozialstandards für die hessnatur steht.
    Ein wenig Markenkleidung habe ich vorher auch getragen bzw. einiges jetzt noch, konnte mich aber nie dafür begeistern. Auf Etiketten und Herstellungsland habe ich allerdings immer geachtet, Kleidung mit merkwürdigen Stoffen, Materialzusammensetzungen und Gerüchen gemieden.
    Meine Eltern haben bereits darauf geachtet, was ich als Kind und Teenager trage.

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