Puristen müssen derzeit ganz stark sein. Denn nicht erst seit dieser Saison spazieren Fashion-Ikonen – eingehüllt in bunt gemixte Prints und Muster – als wandelnde Modeausstellung über die Laufstege und Straßen dieser Welt. Wir haben den Trend für euch aufgegriffen, ihn aber nicht allzu plakativ und wild interpretiert.

Unsere Hauptdarsteller für unser kreatives Styling: Eine mustergültige Familie aus Strickmantel, Pulli und Bleistiftrock. Die aus Alpaka und Pima-Baumwolle bestehenden Kleidungsstücke muten als textil gewordene Leinwand an, auf der diverse Farbkleckse kunstvoll arrangiert worden. Man kann die drei Exemplare impressionistische Meisterwerke to go nennen. Oder, um in der Modesprache zu bleiben, als Jacquard-Kleidung bezeichnen.

Jacquard: Das ist nichts anderes als ein Stoff mit eingewebten Mustern. Und wer hat‘s erfunden? Na klar, ein Pariser namens Joseph-Marie Jacquard. Mit seiner Webmaschine hat er Mustern den Weg in die Mode bereitet und damit – oh lá lá – sogar das Fashionherz Napoleons erobert, der Jacquard mit dem Kreuz der Ehrenlegion bedachte.

Aber zurück zum Thema: Wie stylt man diese Kunstwerke nun? Da bieten sich diverse Sujets an. Für die Mutigeren heißt es dabei: Mehr ist mehr. Bleistiftrock und Pulli zusammen tragen und der Allover-Musterlook ist perfekt.

Alle, die sich langsam an einen druckreifen Auftritt herantasten wollen, wählen hingegen ein Musterteil aus und gesellen dazu Kleidungsstücke in der gleichen Farbwelt. Man könnte also den Strickmantel nehmen und die Farben daraus im restlichen Outfit aufgreifen. Ihr werdet feststellen, wie viele Kombinationsmöglichkeiten sich so ergeben, und immer landet ihr einen perfect Match. Um aber den Colour-Code der Künstler und Intellektuellen zu kopieren, empfiehlt sich klar Schwarz. Unwiderstehlich zum Strickmantel, allein schon aufgrund des Materialbruchs, ist unsere schwarze Lederhose. Dazu noch ein schwarzer Rolli und schwarze Stiefeletten: Und heraus kommt ein Style, mit dem man auf jeder Vernissage ein gutes Bild abgibt.