Nachdem wir geklärt haben, was Sie als Träger von Öko-Bekleidung für eine Rolle innerhalb der Textilen Kette spielen, widmen wir uns heute Ihrer Waschmaschine, die entscheidend dazu beitragen kann, dass Ihre Wäsche umweltschonend sauber wird.

Es ist keine Neuigkeit, dass neuere Geräte weniger Strom fressen als alte Modelle. Aber wenn Sie eine alte Waschmaschine haben, die einfach läuft, dann sollten Sie sie nicht gleich verschrotten lassen, denn das wäre aus ökologischen Gesichtspunkten ebenfalls fragwürdig.

Sollten Sie aber eine neue Waschmaschine anschaffen müssen, dann gilt es umsichtig zu sein: Achtung bei der Energieeffizienzklasse! Die Energieeffizienzklasse A ist mittlerweile um die Unterklassen A+, A++ und A+++ erweitert worden.

Hier der Stromverbrauch der Waschmaschinen-Energieeffizienzklassen im Überblick:

A             unter 0,19 kWh/kg
B             0,19 – 0,23 kWh/kg
C             0,24 – 0,27 kWh/kg
D             0,28 – 0,31 kWh/kg
E             0,32 – 0,35 kWh/kg
F             0,36 – 0,39 kWh/kg
G            über 0,39 kWh/kg

Vorsicht ist geboten! Denn auch wenn die Energieeffizienzklasse die Restfeuchtigkeit in der Wäsche nach dem Schleudergang mit in Betracht zieht, über den Wasserverbrauch sagt sie überhaupt nichts aus. Für einen 60-Grad-Waschgang können Maschinen der Effizienzklasse A so unterschiedliche Wassermengen wie 70 Liter oder 35 Liter verbrauchen! Es lohnt sich also nachzufragen. Was sich aber generell sagen lässt: Die neue Generation Waschmaschinen verbraucht nur ein Viertel von dem Wasser, das die Modelle noch vor 30 Jahren benötigten. Waren das damals noch knapp 200 Liter Wasser, sind es bei nagelneuen Maschinen zum Teil keine 50 Liter mehr.

Was auch geht: Waschen Sie mit Regenwasser! Durch den Einbau einer Regenwassernutzungsanlage wird das möglich. Regenwasser ist nicht kalkhaltig und senkt dafür die erforderliche Menge an Waschmitteln um bis zu 60 Prozent. Außerdem verkalken die Heizstäbe nicht, was auf Dauer den Energieverbrauch senkt und die Lebensdauer Ihrer Waschmaschine erhöht.  

Sinnvoll ist es nicht zuletzt auch ein Kalt- und Heißwasseranschluss für die Maschine. Der Bund der Energieverbraucher berichtet, dass der Stromverbrauch für einen 40-Grad-Waschgang auf ein Drittel des Verbrauchs sinkt, wenn die Waschmaschine heißes Wasser ziehen kann.

Und dann das Entkalken nicht vergessen. Besonders schonend geht das mit Zitronensäure. Einfach sieben bis acht Esslöffel in die Waschtrommel und einmal laufen lassen. Zitronensäure ist weniger aggressiv als Essig und greift die Gummidichtungen nicht so an.

Worauf Sie beim Waschen noch achten können, ist zu guter Letzt, dass sie die Waschmaschine immer voll machen und maximal bei 60 Grad Ihre Wäsche waschen, denn bei dieser Temperatur sterben schon alle „gängigen“ Keime, Viren und Pilze ab. Lediglich Typhus-Keime, die aber nicht mehr so häufig vorkommen, werden erst bei 95 Grad abgetötet. Die klassiche Kochwäsche ist heutzutage also nicht mehr routinmäßig notwendig.

Im nächsten Beitrag gibt es dann praktische Tipps und Tricks zum ökologisch verträglichen Wäsche waschen.