Bei der Plant for the Planet-Akademie am Samstag konnte ich ein Spiel beobachten, bei dem es um Weltbevölkerung, Wohlstand und CO2-Ausstoß sowie deren Vernetzung geht – ein Ansatz, der von den Kinder rasch verstanden wird und über den ich heute bloggen möchte.

Zunächst wird mit Hilfe einer Weltkarte auf dem Tisch und mit Spielfiguren die Bevölkerung auf den verschiedenen Kontinenten beschrieben: Eine Figur auf einem Kontinent steht für verhältnismäßig wenige Menschen auf einem Kontinent, mehrer Figuren für entsprechend mehr.

Jonas, einer der Betreuer der Plant for the Planet-Akademie, korrigiert schließlich – die Kinder haben in Nordamerika zu viele Menschen vermutet – und löst auf: Während Europa und Russland sowie Nordamerika jeweils eine Figur bekommen, erhält Afrika zwei Spielfiguren und Asien sogar sechs – mit über 1, 03 Milliarden bzw. 4,15 Milliarden Menschen sind das die beiden bevölkerungsstärksten Kontinente.

Spannend wird es, als Bonbons verteilt werden – Symbol für Wohlstand und Einkommen. Hier dreht sich das Bild um: Europa und Nordamerika bekommen je drei Bonbons, Asien ebenfalls drei Bonbons und Afrika gar keins (im Vergleich zu einer viel größeren Bevölkerungsanzahl). Schnell wird allen klar, dass es auf der Welt ein Ungleichgewicht hinsichtlich Reichtum und Bevölkerung gibt. Das wiederum wird in Zusammenhang mit dem Ausstoß von CO2 gesetzt. Dafür werden auf der Weltkarte von den Kids Luftballons verteilt, die meisten für Asien (fünf Ballons), zwei und drei für Europa und Nordamerika.

Die angehenden Klimabotschafter verstehen: Während die reichen Länder für den meisten CO2-Ausstoß verantwortlich sind, leiden die ärmeren und bevölkerungsreichen Länder darunter. Emissionshandel ist ein Thema, was dabei auch diskutiert wird – wobei ich mir nicht sicher bin, ob das alle Kids verstanden haben.

Was hängen bleibt nach dem Spiel? Zum Beispiel, dass „wir alle Bürger einer Welt sind“ oder „nicht einfach so tun können, als kennen wir die Probleme von Afrika gar nicht“ – bemerkenswert.