„Empowering an new spirit in business“, dieses Motto begleitet uns heute und morgen wieder bei der Karmakonsum-Konferenz in Frankfurt. Zum fünften Mal findet das Event statt, zum dritten Mal im Ludwig-Erhard-Saal der IHK Frankfurt in der Frankfurter Börse, einem historischen Ort – hier definierte Ludwig Erhard in den Gründungsjahren der BRD die Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft.

Beeindruckt hat mich die Eröffnungsansprache von Prof. Dr. Angelika Zahrnt, Ehrenvorsitzende des BUND und Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklung. Sie hinterfragt kritisch, ob das überall propagierte Wachstum langfristig der Kompass für die Zukunft von Politik, Bürgern und Wirtschaft sei? Bzw. welchen Kompass wir für die Zukunft brauchen? „Wenn wir es mit Nachhaltigkeit ernst meinen, muss der Schutz natürlicher Ressourcen Vorrang haben, es gibt Prioritäten über Wachstum hinaus.“

Beispielhaft sei für sie in diesem Zusammenhang die Äußerung des grünen Ministerpräsidenten Kretschmann, dass „weniger Autos natürlich besser sind“, die einen Sturm der Entrüstung entfacht habe. Denn hier hätte schnell wiederdas gelernte Denken die Oberhand ergriffen – weniger Autos, das hemme den Autoverkauf, gefährde die Automobilindustrie und hemme das Wachstum. „Wir brauchen hier ein Umdenken, bei Produzenten und Konsumenten“, fordert Frau Zahrnt, bei dem „weniger auch mehr sein kann. Konsum hat viel mit Gewohnheiten zu tun.“ Auch wenn ein Umgewöhnen nicht leicht sei, sei es mit Engagement und „ein wenig Übung“ möglich. In dieser Hinsicht müsse der Kompass für die Zukunft an dem orientieren, „was an Ressourcen da ist und was wirklich gebraucht wird.“