In diesem Jahr feiern wir die zehnjährige Mitgliedschaft in der Fair Wear Foundation (FWF) und legen dafür den jüngsten Sozialbericht vor. Die Dokumentation zeigt den aktuellen Stand der Zusammenarbeit mit der internationalen Multisteakholder Organisation und listet Projekte zu Verbesserung der sozialen Standards bei Lieferanten auf.
Im Geschäftsjahr 2014/2015 haben wir mit 97 Lieferanten und 132 Konfektionsbetrieben in 28 Ländern zusammen gearbeitet.

Heute engagieren sich bereits 18 deutsche Mitglieder in der FWF und tauschen sich über die Zusammenarbeit zur Verbesserung der sozialen Standards entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette aus.

Ökologische und soziale Verantwortung zu übernehmen als auch ökonomisch korrekt zu handeln – das bedeutet nachhaltiges Wirtschaften für uns von hessnatur. Nur wenn wir als Unternehmen langfristig erfolgreich wirtschaften, kann es von Nutzen für Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und unserer Gesellschaft sein. Folglich müssen zu einem nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen alle Ebenen der Verantwortung gehören: ökologische, soziale und ökonomische. Dabei achten wir darauf, die ökonomische Verantwortung den Feldern Ökologie und Soziales gleichzusetzen und sie nicht über diese zu stellen. Teil dieser Verantwortung ist unter anderem eine Intensivierung der Liquiditätssteuerung, um weiterhin einen hohen Innenfinanzierungsanteil sicherzustellen. Die Nachhaltigkeitsstrategie zeichnet sich also durch einen ganzheitlichen Ansatz aus, um allen der Nachhaltigkeit gerecht zu werden als auch in jedem einzelnen Bereich verantwortlich und vorausschauend zu handeln.

Am Beispiel eines hessnatur-T-Shirts zeigen wir Euch welche Prozesse und Shirt durchläuft und wie sich der Preis eines hessnatur-T-Shirts zusammensetzt.

In wenigen, aber bedeutenden Schritten sichert das Shirt ganz selbstverständlich wichtige Sozialstandards in Kooperation mit einer unabhängigen Kontrollinstanz. Produziert nach streng ökologischen Richtlinien und regelmäßigen Kontrollen schützt es Mensch und Natur nachhaltig .

 

1. DER ANBAU DER BIO-BAUMWOLLE
In der ökologischen Produktion stammt das Saatgut aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Achtung der Frucht folge, die Verwendung von Naturdüngern und natürlicher Schädlingsbekämpfung sowie die Erhaltung von Sozialstrukturen sind maßgeblich.

2. DAS GARN
Bei der Garnherstellung wird darauf geachtet, dass es zu keinerlei Kontaminierung mit konventionellen Fasern kommt. Das gewünschte Ergebnis wird ohne Zusatzstoffe erzielt. Die Betriebsrichtlinien unterliegen den strengen hessnatur-Standards.

3. DER STOFF
Bei der Herstellung des Stoffes werden die Garne durch natürliche Schlichtemittel vor Abrieb und Zerreißen geschützt. Darüber hinaus werden Recyclingsysteme eingesetzt und jedes Abwasser passiert eine mindestens zweistufige Kläranlage.

4. DIE VEREDELUNG
Gemäß der hessnatur-Richtlinien wird ausschließlich mit Sauerstoff gebleicht, ohne schwermetallhaltige Farbstoffe gefärbt und auf Wasserbasis gedruckt. Die Eigenschaften des Stoffes werden rein mechanisch optimiert, z.B. durch Kalandern.

5. DIE KONFEKTION
In dieser Produktionsphase herrscht hoher Zeit- und Lohndruck, die Menschen arbeiten vielfach unter katastrophalen Bedingungen. hessnatur pflegt engen Kontakt zu den Lieferanten und achtet auf die verbindliche Einhaltung der strengen Richtlinien.

6. DER TRANSPORT
hessnatur hat seinen Produktionsschwerpunkt in Europa. Dank der hessnatur-Richtlinien wird auf chemische Konservierung verzichtet. Kurze Wege und eine umweltfreundliche Verpackung ergänzen den letzten Schritt des Artikels bis zum Kunden.
hessnatur-shirt-herstellung