Wenn man Nils Mönkemeyer über Barockmusik reden hört, käme man nicht sofort auf die Idee, dass er Wert legen würde auf Kleidung aus Naturfasern. „Barockmusik ist eigentlich eine Musik, die kommt aus dem Bauch und aus dem Groove und aus dem körperlichen Gefühl, dass man mit Schwung in den Tag geht. Das ist für mich das Gefühl von Barockmusik“, sagt der renommierte Bratschist.

Die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts hat Nils Mönkemeyer schon in der frühen Kindheit für sich entdeckt. Er hörte am liebsten eine Schallplatte mit den Brandenburgischen Konzerten von Johann Sebastian Bach. Und noch heute schwelgt er gern in der Vorstellung von der Pracht und dem Prunk des damaligen höfischen Lebens, besonders von den riesigen Roben der Damenwelt.

Doch wenn man darüber nachdenkt wie der Sohn eines Jazz-Gitaristen als junger Musikstudent eher durch Zufall die Geige gegen eine Bratsche eintauschte und dadurch für sich sein Instrument entdeckte, merkt man auf. Denn die Geige ist das viel prominentere Instrument mit Brillanz in den hohen Lagen und einer Fülle virtuoser Literatur. Bratschisten hingegen müssen sich viel Spott von den Musikerkollegen gefallen lassen. Als müssten sie weniger üben, weil sie weniger schwere Stücke oder Parts – eben die „zweite“ oder sogar „dritte Geige“ – zu spielen hätten.

Doch Mönkemeyer folgte seinem Bauchgefühl, das ihm sagte, die Bratsche sei in jeder Hinsicht ideal für ihn. Der Erfolg gibt ihm Recht.  Ausgezeichnet mit zwei ECHO Klassik-Preisen für sein fulminantes Debüt-Album „Ohne Worte“ und die Orchesteraufnahme „Weichet nur, betrübte Schatten“ sowie dem renommierten Parkhouse Award in London, ist er heute gerngesehener Gast in den großen Konzertsälen und Festivals.

Auf seiner neuen CD „Bach und Mehr“ ist Nils Mönkemeyer zum ersten Mal solo zu hören – er hat die drei ersten Cello-Suiten BWV 1007 – 1009 von Bach mit seinem Instrument, der Bratsche, eingespielt. Für das fotografische Material für das Albumcover hat hessnatur den 34-jährigen Musiker ausgestattet. Mit Kleidung aus reinen Naturfasern, bei deren Produktion weder Menschen noch die Umwelt zu Schaden kommen.

In der Epoche des Barock gab es synthetische Fasern, industrialisierte Landwirtschaft und die meisten chemischen Giftstoffe in der Textilindustrie noch nicht. Gleichwohl hatte die höfische Gesellschaft wenig Sinn für Leiden der ärmeren Schichten. Doch Nils Mönkemeyer ist  bei aller Liebe zu und Beschäftigung mit alter Musik ein wahrhaft heutiger Künstler. So widmet er sich auf der Bonus-CD des neuen Albums vier zeitgenössischen Solo-Kompositionen, die teilweise im Auftrag von ihm entstanden und sich mit Bach auf unterschiedliche Weise beschäftigen. Und trägt auf den Promo-Fotos nachhaltige Kleidung, die für die Harmonie wahrer Natur steht. So wie Nils Mönkemeyer auf seinem Instrument, der Bratsche, zu seiner wahren Natur und Balance als Musiker gefunden hat.