Nach der Mittagspause: Vor dem nächsten Vortrag gibt’s Unterhaltung – Ökotainment – mit Peter und Martin Unfried. Die beiden Brüder – der eine taz-Redakteur, der andere Ökosex-Kolumnenschreiber – witzeln gerade über Problembären der Ökobewegung. Problematisch: Schauspieler Christoph Maria Herbst macht Werbung für RWE („Ich dachte, dass sei einer von uns, von der Ökosex-Bewegung“), Vorzeigebeispiel: Fußballer Lukas Podolski macht Werbung für Solardächer. Aber macht ihn das „ökosexy“?

Von Sehnsüchten und so genannten Werteräumen hat vor der Mittagspause Nicole Lüdi vom Gottlieb-Duttweiler-Institut aus der Schweiz gesprochen. Spannender Forschungsansatz, der zusammen mit dem Next Practice-Institut von Prof. Peter Kruse entwickelt wurde.

Dabei werden nicht vorgegeben Kategorien zu Wertesystemen erfragt, sondern praktisch durch die Interviewten selbst erschaffen. Erkenntnis aus der Studie zum Thema Ernährungswandel: Die Menschen sehnen sich nach einer Verbindung zurück zum Ursprünglichen, Natürlichen, was aber nicht nostalgisch verklärt sein darf. Ursprünglich, geborgen, vertrauensstiftend, entschleunigt – das sind Werte, Sehnsüchte – oder um es mit den Worten von Lüdi zu sagen, „ein Gespür für einen besseren Zustand“, die uns auch in Sachen Bekleidung beschäftigten. „Das ist ja auch das Thema unserer Handstrickwolle“, flüstert mir Dagmar gerade zu (Fußnote: Im neuen Herbst/Winter-Katalog, der in diesen Tagen erscheint, werden wir Handstrickwolle in Bio-Merino-Qualität anbieten – den hessnatur-Schal zum Selberstricken).

Zurück zu den Unfried-Brüdern, jetzt wird wieder gesungen und Gitarre spielt … „Und dann kam jemand von VW … Nachhaltigkeit tut nicht weh“ – mehr von uns von der Karmakonsum Konferenz heute Nachmittag hier im Blog.