Vision Summit
Berlin steht unter dem Motto „Social Business – Another Wall to Fall“. Im Mittelpunkt des Vision Summits die Botschaft, dass die Mauer zwischen Arm und Reich fallen muss. Erklärtes Ziel von Prof. Muhammad Yunus, Friedensnobelpreisträger aus Bangladesch: Armut gehört ins Museum!

Bewaffnet mit Visitenkarten ziehe ich in der Mission, mich für eine sozial gerechte und nachhaltige Welt einzusetzen, nach Berlin. Ich bin bereit mich zu vernetzen, auszutauschen und inspirieren zu lassen. Unglaublich, wie viele Menschen den Weg nach Berlin zum Vision Summit finden.

Social Business ist ein Prinzip, mit dem soziale Probleme durch unternehmerisches Handeln gelöst werden. Die Wirtschaft als Diener der Gesellschaft, als Mittel für eine nachhaltige Welt. Erste erfolgreiche Modelle gibt es bereits. So produziert Grameen Danone Joghurt in Bangladesch, welcher mit Nahrungsergänzungsmittel präpariert ist, gut schmeckt und günstig im lokalen Markt zu erwerben ist. Eine tolle Möglichkeit Gesundheit und Business miteinander zu verknüpfen. Und: Erlöse gehen nicht an anonyme Stakeholder – sie werden für die Mitarbeiter, die Gemeinschaft und die weitere nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens eingesetzt. Den „Vision Award 2009“ hat Grameen Danone (neben weiteren) auf jeden Fall verdient.

Als Referenten treffe ich zentrale Vorkämpfer der Nachhaltigkeitsszene wie Dr. Franz Alt, Gerd Leipold, Prof. Günter Faltin, Prof. Götz W. Werner und natürlich Prof. Dr. Muhammad Yunus. In geballter Ladung, von morgens bis spät in die Nacht, erlebe ich drei Tage lang große wie auch kleine Social Entrepreneurs mit ihren Social Business Ideen. Es besteht Konsens unter den Teilnehmern. „Stop talking!“, „Stop blaming!“, „Start acting!”

Symbolisch fallen am Abend des 9. Novembers Dominosteine statt der Berliner Mauer – leider nicht bis zum Ende. Auch ein Zeichen, dass noch viel zu tun ist, um die Mauern zwischen Arm und Reich endgültig zum Fallen zu bringen …