verpestetemeere

Unsere Meere versinken im Plastikmüll! Die Schlagzeile ist in aller Munde. Die Medien berichten darüber und seitdem bekannt ist, dass im Pazifischen Ozean ein riesiges Plastiktrümmerfeld existiert, das unter dem Namen Great Pacific garbage patch bekannt ist, gibt es auch einen eigenen Wikipedia-Eintrag zu dem traurigen Problem. Und wieder müssen wir feststellen, dass die Textilindustrie keine geringe Rolle in der Problematik spielt.

Wie ich schon einmal hier im Blog geschrieben habe, hat ein irisches Forscherteam schon vor anderthalb Jahren herausgefunden, dass Plastik-Mikropartikel 65 Prozent des Plastikmülls ausmachen. Das sind Mikrofasern wie sie aus Fleece-Pullovern beim Waschen ins Abwasser gelangen. Bei jeder Wäsche verliert ein Fleece-Teil circa 2000 Fasern, die so klein sind, das sie mühelos alle Filter und Kläranlagen passieren können.

In dem betreffenden Blogpost  hatte ich auf unsere Alternative hingewiesen: Wollfleece von hessnatur, eines unserer Basismaterialien,  biologisch abbaubar. Und auch was Funktionswäsche im Outdoor-Test anbelangt, punktet die Wollunterwäsche von hessnatur im Vergleich zu synthetischen Fasern.

Beim Wollexperiment, das hessnatur im vergangenen Herbst gemeinsam mit 15 hessnatur-Insidern und dem Wanderexperten Michael Andrack unternommen hat, haben wir Daten erhoben, die ein Wissenschaftler-Team der Universität Graz um Professor Herfried Pessenhofer ausgewertet hat. In der wissenschaftlichen Auswertung heißt es:

Aus dem „Wollexperiment“ kann daher der Schluss gezogen werden, dass Unterbekleidung aus Wolle bei mäßigen und wechselnden physischen Belastungen, wie sie beim entspannten Wandern vorliegen, und bei gemäßigten Umgebungstemperaturen (keine extreme Hitze) aufgrund des Pufferverhaltens thermoregulatorische Vorteile besitzt. Diese Vorteile wirken sich verstärkt bei feuchtem Wetter aus.

Wandergruppe

Dabei trugen die Teilnehmer an der Wanderung entlang des Rheinsteigs im Wechsel jeweils einen Tag Wäsche aus 100 Prozent Bio-Merinowolle von hessnatur sowie aus 100 Prozent konventionellen Kunstfasern. Ein Regelwerk stellte auf der Wanderung sicher, dass die Kleidung einheitlich und damit für das Wissenschaftsteam immer überprüfbar getragen wurde.

„Wollfasern und synthetischen Fasern verhalten sich im Vergleich wie ein Kachelofen zu einem Heizlüfter. Während der Kachelofen seine Wärme gleichmäßig abgibt, heizt der Lüfter zwar schnell auf, kühlt aber rasch wieder ab“, sagt Professor Pessenhofer.

Ja, tatsächlich, während Funktionswäsche aus Synthetik nur auf Atmungsaktivität, also den Transport von Körperfeuchtigkeit nach außen ausgelegt ist, kommt bei der Merinowolle,  aus der die Funktionswäsche von hessnatur gefertigt ist, die Eigenschaft dazu, dass sie Feuchtigkeit speichern kann, ohne an Temperatur zu verlieren. Das heißt, während es die Wolle der Synthetik an Feuchtetransport gleich tut, ist sie ihr, was die Feuchtespeicherung anbelangt, sogar deutlich überlegen.

Insofern bestätigt die wissenschaftliche Analyse die subjektive Erfahrung der Teilnehmer am Woll-Experiment, die angaben, dass der Körper im Synthetik-Shirt schneller auskühle als in dem aus Merinowolle. Es gibt also auch im Textilbereich eine Alternative zum Plastik! Tun Sie sich und den Weltmeeren etwas Gutes.