Veränderung in der hessnatur-Führung

Mit heutiger Wirkung wird Wolf Lüdge, der das kaufmännische Ressort sowie die Öffentlichkeitsarbeit und Markenführung verantwortet, aus der Geschäftsführung von hessnatur ausscheiden. Wolf Lüdge war seit Januar 2001 hessnatur-Geschäftsführer. Weitere Informationen gibt es in der Pressemitteilung.

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Kommentare
  • Laura Felsing ,

    Das ist sehr, sehr schade und ein großer Verlust – Alles Gute, Herr Lüdge !!!

    Antworten
  • Hans W. ,

    Warum??? Ich mache mir Sorgen um die Zukunft eines bisher vorbildlichen, bodenständigen und gleichzeitig visionären Unternehmens!

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  • Freund von hess ,

    Liebe Hessnatur-Mitarbeiter,

    ich wünsche euch für die nun kommenden Tage und Wochen viel Kraft auch den Rest des Sommers noch zu überstehen.
    Dass Capvis sein Wort Euch und den Kosumenten gegenüber bricht, ist nun ja leider offensichtlich. „Keine Veränderungen in der Führungsspitze“, sowie der „nicht operativ tätig“ werdende Herr Sommer strafen Capvis Worte Lügen. Ich hoffe, dass die Mitarbeiter das Schicksal von Herrn Lüdge nicht teilen müssen.
    Die Genossenschaft hnGeno nicht zu berücksichtigen, sowie nun das Gesicht hessnaturs zu entlassen sind ein Schlag für jeden, der mit hessnatur gewachsen ist und dem das Unternehmen mit seinen Werten am Herzen liegt.

    Nach jedem Sommer kommt der Herbst.

    Herzliche Grüße,
    ein Freund

    Antworten
  • Jan Miller ,

    Was ist hier los? Hat noch keiner kommentiert? Oder verhindert die neue Geschäftsführung schön alles Kritische?

    Lieber Herr Sommer,

    Aussitzen geht nicht. Wenn Sie ab sofort kommissarisch für die Unternehmenskommunikation verantwortlich sind, dann zeigt sich aus meiner Sicht HEUTE, ob Sie die einzigartige Transparenz und Offenheit des Unternehmens sowie die kraftvolle Gemeinschaft, die hinter hessnatur und seinen Sympathisanten steht, verstehen und ernst nehmen – oder eben nicht.

    Bitte stellen Sie sich gemeinsam mit Ihren neuen Kollegen der Diskussion und Kritik, sonst wird aus der Kraft der hessnatur-Gemeinschaft nur Frust und Ablehnung wachsen.

    Ein trauriger Sympathisant.

    Antworten
  • Christine ,

    Ich habe befürchtet dass es so kommen wird. Die Frage ist: ist Herr Lüdge von sich aus gegangen weil er unter den veränderten Bedingungen nicht arbeiten wollte oder sind das die ersten Auswirkungen der Übernahme?

    Antworten
  • Guido Köhler ,

    Ich kann mich den guten Wünschen für die Mitarbeiter von ‚Freund von Hess‘ nur anschliessen.

    Antworten
  • Claudia P. ,

    Das schlechte Gefühl als Maximilian Lang zum 2. Geschäftsführer bestellt wurde,
    hat sich bestätigt.
    Viel Glück der Belegschaft, die ja schon seit einiger Zeit nicht zur Ruhe kommt und ich hoffe auf ein positives Weiterkommen.

    Antworten
  • Hagen ,

    Welche Hintergründe es für den Wechsel gibt, kann ich nicht beurteilen, schätze aber auch Wolf Lüdge sehr.
    Veränderungen sind aber grundsätzlich nicht gleichzeitig schlecht! Meist bieten sie sogar eine große Chance! Oftmals wird ja auch zu lange mit Veränderungen gewartet (siehe Neckermann & Co. mit dem Kataloggeschäft…).
    Mit Marc Sommer ist zumindest jetzt jemand da, der auch schon einmal (wenn auch nur auf übergeordneter Ebene) die Verantwortung für HessNatur hatte. Also im Prinzip ist die Veränderung gar nicht so radikal, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheinen mag.
    Sommer hatte damals bei Arcandor/Primondo bspw. viel im eCommerce bewirkt, wovon auch HessNatur deutlich profitiert hatte.
    Da ich Herrn Sommer als sehr aufgeschlossen Neuem gegenüber kennengelernt hatte – was ja essentiell für die dauerhafte Weiterentwicklung eines Unternehmens ist – und er somit auch ein Förderer u.a. des Online-Bereichs ist, sehe ich hier sogar ziemlich große Chancen für HessNatur! Da er zudem das Vertrauen von Capvis genießt, besteht aus meiner Sicht sogar eine große Chance für die Weiterentwicklung zu Gunsten der Kunden und die Zukunftssicherheit von HessNatur, die ja auch mit neuen Investitionen verbunden sein wird.
    Nicht immer gleich alles so negativ sehen, wenn es Veränderungen gibt, sondern die Chancen sehen (gilt für Mitarbeiter und Kunden) und sich auch selbst als Mitarbeiter weiterentwickeln. Es ist, wie es ist. Eine neue Führung bringt aber oft auch frischen Wind und neue Ideen, was ja meistens auch gut sein kann.
    Wenn Capvis als reiner Finanzinvestor oder Heuschrecke unterwegs wäre, dann hätten sie einen reinen Finanzmanager eingesetzt (dann könnte ich den Aufschrei verstehen) und keinen Manager, der eher Unternehmer als Manager/Verwalter ist.

    Antworten
  • Freund von hess ,

    „Welche Hintergründe es für den Wechsel gibt, kann ich nicht beurteilen…“
    Laut diverser Medienberichte ist der Grund für einen „Wechsel“, dass der neue Eigentümer Capvis mit Herrn Lüdge kein vertrauensvolle Basis für eine weitere Zusammenarbeit aufbauen konnte. Das an sich ist schlimm genug, da Herr Lüdge wohl immer schützend vor der Belegschaft stand. Allerdings ist es mit einem so starken Geschäftsführer nicht so einfach, bestimmte Sachen durchzusetzen.

    „Veränderungen sind aber grundsätzlich nicht gleichzeitig schlecht! Meist bieten sie sogar eine große Chance! Oftmals wird ja auch zu lange mit Veränderungen gewartet (siehe Neckermann & Co. mit dem Kataloggeschäft…).“
    Grundsätzlich wahrscheinlich nicht, aber wenn Mitarbeiter weinend nach der Nachricht vom Mittwoch in ihrer Firma stehen – wie heute in der FAZ berichtet -, weil ihnen per Mail verkündet wird, dass ihr Geschäftsführer nicht wieder kommen wird, ist die Veränderung für die Mitarbeiter nicht gut. Weiter hat Lüdge das Unternehmen aufgebaut und damit eine großartige Erfolgsgeschichte geschrieben!

    „Mit Marc Sommer ist zumindest jetzt jemand da, der auch schon einmal (wenn auch nur auf übergeordneter Ebene) die Verantwortung für HessNatur hatte. Also im Prinzip ist die Veränderung gar nicht so radikal, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheinen mag. Sommer hatte damals bei Arcandor/Primondo bspw. viel im eCommerce bewirkt, wovon auch HessNatur deutlich profitiert hatte.“
    Die Veränderung ist auf mehreren Ebenen radikaler, als sie hier dargestellt wird! Lüdge ist in dem Unternehmen aufgewachsen, hat es lange kennengelernt, in allen Bereichen gearbeitet und es mit viel Mühe, persönlichem Einsatz und Geduld geführt. Er identifiziert sich mit dem Unternehmen. Er kennt alle Mitarbeiter und schätzt sie! Er ist an der besonderen Kundschaft von hessnatur gewachsen und versteht sie. Was qualifiziert Marc Sommer? Welches Know How bezüglich des Markenkerns, der Mitarbeiter und der Community bringt er mit? Nur weil man mal über ein Haus bestimmt hat, kennt man noch lange nicht die Farben der Innenwände oder weiß um die Sorgen und Wünsche der Bewohner.

    „Sommer hatte damals bei Arcandor/Primondo bspw. viel im eCommerce bewirkt, wovon auch HessNatur deutlich profitiert hatte.
    Da ich Herrn Sommer als sehr aufgeschlossen Neuem gegenüber kennengelernt hatte – was ja essentiell für die dauerhafte Weiterentwicklung eines Unternehmens ist – und er somit auch ein Förderer u.a. des Online-Bereichs ist, sehe ich hier sogar ziemlich große Chancen für HessNatur! Da er zudem das Vertrauen von Capvis genießt, besteht aus meiner Sicht sogar eine große Chance für die Weiterentwicklung zu Gunsten der Kunden und die Zukunftssicherheit von HessNatur, die ja auch mit neuen Investitionen verbunden sein wird.“
    Hessnatur hatte durch Arcandor/Primondo nicht nur Vorteile. Authentisch zu bleiben, den Markenkern nicht zu verwässern und hohl werden zu lassen, obgleich man in einer Konzernstruktur festhängt, ist wohl für hessnatur immer wieder ein Kraftakt gewesen. Ein positiver Durchschlag von KnowHow im Bereich E-Commerce ist keine hinreichende Begründung für die Befähigung zur Leitung eines Unternehmens, was mal zum Konzern gehörte.
    Herr Sommer wies den Wunsch der Mitarbeiter zurück, sich in der Mitarbeiterversammlung persönlich vorzustellen. Vielleicht genießt er das Vertrauen von Capvis, Lüdge genoss das Vertrauen der Mitarbeiter und Kunden. Laut Medien versprach Capvis keine Veränderung der Geschäftsführung, kein Eingreifen von Sommer ins operative Geschäft. … Es ist schön, das Vertrauen des Eigentümers zu haben. Es ist traurig, ein Unternehmen durch Lügen zu einer leeren Hülse zu machen und die Unternehmenskultur mit Füßen zu treten. Viele Kunden gaben ein klares Statement GEGEN einen Finanzinvestor. … Welche Zukunftssicherheit beinhaltet das? Alles was bisher geschah – der Kauf, die unschöne Entlassung von Lüdge – geschah GEGEN die Community.

    „Nicht immer gleich alles so negativ sehen, wenn es Veränderungen gibt, sondern die Chancen sehen (gilt für Mitarbeiter und Kunden) und sich auch selbst als Mitarbeiter weiterentwickeln. Es ist, wie es ist. Eine neue Führung bringt aber oft auch frischen Wind und neue Ideen, was ja meistens auch gut sein kann.“

    Setzt man den frischen Wind mit einem Orkan gleich, der Brücken niederreißt, Felder verwüstet und Dächer zerstört, bleibt einem wenigstens die Hoffnung des Wiederaufbaus.

    „Wenn Capvis als reiner Finanzinvestor oder Heuschrecke unterwegs wäre, dann hätten sie einen reinen Finanzmanager eingesetzt (dann könnte ich den Aufschrei verstehen) und keinen Manager, der eher Unternehmer als Manager/Verwalter ist.“

    Wenn Capvis so freundlich und gescheit und erfahren wäre, wie es sich gibt, hätten sie die Griffel von hessnatur gelassen. Abgesehen davon IST Capvis als reiner Finanzinvestor unterwegs!

    Antworten
  • Jazz ,

    Ich suche hier vergeblich den Hinweis, dass hinter Hess Natur die Firma Neckermann steht. Warum wird das verheimlicht?

    Das sagt doch eigentlich alles.

    Antworten
  • Hagen ,

    Meine Einstellung ist, keine Vorverurteilungen zu machen. In die Vergangenheit zu schauen hilft nicht und mit einer negativen Grundeinstellung der neuen Führung entgegenzutreten schadet allen – insbesondere Hessnatur. Wir haben ja folgende Situation: Eigentümer ist Capvis (und nicht hnGeno – wird es auch nicht werden) und Wolf ist weg (kommt auch sicher nicht zurück). Was nun? Alles im Vorfeld schlecht und damit Hessnatur kaputt reden (und damit die Kunden zu verunsichern und auch der Marke zu schaden), oder dem neuen Eigentümer und der Geschäftsführung und somit letztendlich Hessnatur eine faire Chance zu geben? Ich bin für Letzteres!

    Ich plädiere daher dafür, keine Vorverurteilungen zu machen. Mir liegt Hess Natur am Herzen und von daher kann ich nicht verstehen, dass angebliche Freunde von Hessnatur hier das eigene Unternehmen kaputt reden, anstatt es zu stärken – in der Vergangenheit denken, was aber der Marke und der Zukunft schadet!

    Die Sitation ist ja: Hessnatur steht jetzt in vielen Punkten (Eigentümer und Geschäftsführung) vor einem Neustart. Die Situation ist, wie sie ist! Jetzt ist die Frage, die man sich stellen muß: Will ich, dass der Neustart ein Erfolg wird, d.h. gebe ich der neuen Sitation ohne Vorverurteilungen eine faire Chance, oder will ich, dass Hessnatur beschädigt wird?
    Da ich will, dass Hessnatur eine Zukunft hat und weiter existiert, habe ich auf die Chancen und die Stärken der neuen Führung hingewiesen: Kein Finanzmanager, sondern ein Unternehmer. Jemand, der Hessnatur mit Marke und Werten kennt und schätzt (warum sollte sich nach Primondo daran etwas geändert haben) und jemand, der zukunftsorientiert denkt und das Unternehmen auch weiter in Richtung eCommerce ausbauen wird und natürlich jemand, der das Vertrauen des Geldgebers hat, was wichtig für zusätzliche neue Gelder für Investitionen in die Zukunft ist.
    Daher meine Meinung: Keine Vorverurteilungen und für das Fortbestehen von Hessnatur der neuen Sitation eine faire Chance geben! Kein Kaputtreden im Vorfeld (die Zukunft hat noch nicht stattgefunden). Dies schadet nicht nur der Motivation, sondern der Marke und somit Hessnatur.

    Antworten
  • Monika ,

    …Nichts ist so wie es scheint!!! Das einzig konstante im Leben ist „die Veränderung“ ! da heisst es, annehmen was ist! …

    Antworten
  • Guido Köhler ,

    Es geht, wenn man mal in die Geschichte des Unternehmens Hess Natur schaut um Ökologie, soziale Standards und fairen Handel.
    Was bitte schön ist in dieser Situation, in der sich Hess Natur gerade befindet, noch davon vorhanden?
    Alle diese Ideale fanden sich bei Heinz Hess, und finden sich jetzt noch in vielen der Mitarbeiter und Kunden von Hess Natur.
    Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber glaube nicht, dass diese Ideale sich mit einem gewinnorientierten Vorgehen, wie es bei Capvis oder Marc Sommer oder andere, am Verkauf von Hess beteiligter Personen, zu finden ist, vereinbar sind.
    Wenn man diese Ideale für ein solches Unternehmen erhalten, ist es unbedingt erforderlich, das Unternehmen durch diejenigen weiterführen zu lassen, die sich mit diesen Idealen identifizieren, alles andere bedeutet das Ende dieser Ideale.

    Antworten
  • Moni ,

    warum nennt jeder Capvis als Eigentümer von hessnatur? Wenn die Gelegenheit besteht, dann bitte doch mal einen Handelsregisterauszug anfordern, da steht etwas anderes.
    Bald wird das Unternehmen rumgereicht wie eine heisse Kartoffel, Kartoffeln kann man braten, kochen und dann essen, oder?
    Übrigens, wer möchte denn noch bei hessnatur einsteigen und meint „nur er sei der Beste“?

    Antworten
  • TimW ,

    Hallo Herr Hagen,

    in Ihren Kommentaren bitten Sie darum, dass es keine Vorverurteilung gibt. Und dass Herr Sommer den eCommerce ausbauen wird. Ist ja schön, aber was wird Herr Sommer für den fairen Bereich tun. Wie wird Hess Natur hier positioniert. Finde ich deutlich wichtiger.

    Ich kann HessNatur zurzeit nicht weiterempfehlen und werde auch selber mit meinen nächsten Käufen abwarten, wie sich die „Posse“ entwickelt.

    Antworten
  • Christiane Heil ,

    So, neuer Versuch, da meine „guten Wünsche“ an Herrn Sommer leider zensiert wurden:
    Ich finde es sehr traurig und bedenklich, dass Herr Lüdge ging/gegangen wurde.
    Ich habe schon vor 10 Tagen hess natur gebeten, meine Kundendaten zu löschen und fühle mich durch diese neue Hiobsbotschaft (hm, ob diese Wortwahl wohl die Zensur übersteht??) darin bestätigt, dass ich nicht mehr Kundin eines solchen Unternehmens sein möchte. Dennoch alles Gute für die MitarbeiterInnen!!!

    Antworten
  • Hagen ,

    Hallo TimW,
    ja – wie sich das Unternehmen jetzt entwickeln wird, muss man sehen.
    Da mir das Unternehmen und auch die Werte sehr wichtig sind und HessNatur sowie das, was Herr Lüdge aufgebaut hat, meiner Meinung nach jetzt nicht zerstört werden soll, bin ich gegen eine Vorverurteilung und auch gegen Boykottaufrufe im Vorfeld. Dies schadet einfach auch der Marke und hilft dem Unternehmen nicht. Ich glaube hier nicht an eine zweite Steve-Jobs/Apple-Story, wo der Davongejagte wieder zurück geholt wurde und dann das Unternehmen vor dem Untergang gerettet hat. Auch nicht daran, dass wenn das Unternehmen nieder boykottiert wurde, es dann reumütig an hnGeno abgegeben wird, um die hierdurch verursachten Trümmer wieder aufzubauen.
    HessNatur soll weiter existieren und wachsen. Jedes nicht unter den Werten von HessNatur gekaufte Produkt schadet letztendlich nicht nur den Mitarbeitern bei HessNatur, sondern auch den Mitarbeitern in den Produktionsstätten, deren Existenzen dadurch bedroht werden. Kauft man nicht bei HessNatur, dann leiden auch die Lieferanten und deren Mitarbeiter und auch deren faire Bezahlung, auf die HessNatur immer großen Wert gelegt hat – ich habe bislang noch nicht von einer Entscheidung gehört, dass sich hieran etwas ändern soll.
    Daher bin ich erst einmal für eine neutrale Betrachtung der neuen Rahmenbedingungen und gegen eine Vorverurteilung. Daher auch mein Hinweis, dass es auch unter der neuen Situation sehr gute Chancen gibt.

    Antworten
  • noch ein Freund von hessnatur ,

    Liebe hessnatur Mitarbeiter,
    ich wünsche Ihnen starke Nerven, das alles durchzustehen! Herrn Lüdge wünsche ich alles Gute! hessnatur wünsche ich die hngeno…
    Wenn ich bei Ihnen noch einkaufen würde, würde es Ihnen auf etwas längere Sicht auch nichts nützen. Die Gewinne erhalten nicht Sie, sondern Capvis. Nicht die netten Menschen, die ich kennen gelernt habe, die mich immer freundlich und kompetent beraten haben, nein, Capvis bekommt den Lohn; nicht die Näherinnen und Bio-Bauern, sondern Capvis wird unterstützt.
    Ich bedanke mich hiermit bei den Mitarbeitern von hessnatur für die immer freundliche und kompetente Beratung! Sie haben alles getan, damit ich mich als Kunde immer bei Ihnen gut aufgehoben fühle. Es liegt ausschließlich an Capvis und Herrn Sommer, dass ich bei Ihnen nicht mehr in Butzbach einkaufe und auch nicht mehr bestelle!
    Marc Sommer in seiner neuen Position bestätigt mich in meiner Entscheidung, von hessnatur als Kunde Abstand zu nehmen. Es fällt nicht leicht, da der Merkzettel voll mit schönen Dingen ist. Aber wenn ich an das denke, was ich in diversen Zeitungsberichten über Marc Sommer gelesen habe, fällt es mir schon viel leichter und wenn ich an das denke, was ich mit einem Kauf mitfinanzieren würde, dann geht es plötzlich ganz einfach. Ich wollte faire Arbeitsbedingungen für die Menschen, die meine Kleidung produzieren!

    Antworten
  • Antwort auf Monikas Kommentar ,

    @Monika „…Nichts ist so wie es scheint!!! Das einzig konstante im Leben ist “die Veränderung” ! da heisst es, annehmen was ist! …“

    Annehmen?
    Es gibt immer mehrere Möglichkeiten:
    love it, change it or leave it!

    Antworten
  • Hagen ,

    @noch ein Freund von hessnatur
    nur ein neutraler Hinweis: Die Gewinne wurden schon immer an die Inhabergesellschaften (also vorher Arcandor/Primondo bzw. Primondo-Specialty-Group abgeführt).

    Antworten
  • Ilona Armbruster ,

    Leider wurde mein erster Eintrag zu diesem Thema nicht veröffentlicht. Für mich ist ganz klar, dass ich unter solchen Bedingungen bei hessnatur nicht weiter einkaufen werde. Ich habe bestimmte Vorstellungen wie und wer ein solches Unternehmen führt und wie mit den Mitarbeitern umgegangen wird. Was qualifiziert Marc Sommer eigentlich zur Geschäftsführung von hessnatur? (Bisher ja nur kommissarisch). Pleiten, Pech und Pannen… Ist das jetzt kritisch??

    Antworten
  • Dorothea S. ,

    Gerade erfahre ich, dass W. Lüdge als Geschäftsführer entlassen worden ist. Das bestätigt die Befürchtungen, die man schon bei der Übernahme von HessNatur durch Capvis haben musste. Lüdge war viele Jahre lang das Gesicht von HessNatur und unter seiner Führung hatte sich das Unternehmen offensichtlich sehr gut entwickelt. Es ist auch typisch, dass man über die Gründe für diese Trennung offiziell nichts erfährt. Ich wünsche Herrn Lüdge alles Gute. Mich bestätigt es darin, diesen neuen Eigentümern mein Geld als Kundin nicht mehr in den Rachen zu werfen.
    Eine traurige ehemalige Kundin.

    Antworten
  • Laura Felsing ,

    ich wusste nicht, dass es so schlimm ist:

    wie kann man nur die jahrzehntelange Erfolgsstory so leichtfertig gefährden. Schlimm für das jahrzentelange Engagement von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten.

    Antworten
  • Holger ,

    Ich bin verunsichert: ist es jetzt dramatisch, dass Wolf Lüdge nicht mehr dabei ist oder eine Chance? Ist es tragbar für HessNatur, dass Capvis der Eigentümer ist oder nicht? (@Moni: falls Du einen aktuellen Handelsregisterauszug hast, lass uns wissen, wer der Eigentümer ist!!!)

    Aber was in der heutigen Zeit gar nicht geht:
    – Zensur (mehrere Blogger schreiben davon, dass ihr erster Beitrag nicht veröffentlicht wird)
    – keine (inhaltliche) Stellungnahme zum Ausscheiden von Wolf Lüdge – hier ist die (neue) Leitung gefordert, die Community bzw. die (Online-)Welt über die Hintergründe aufzuklären. Stillschweigen erzeugt hier doch momentan massive Verunsicherung bis Verärgerung, und dass kann für HessNatur und für Capis nicht das Ziel sein.

    Also: Marc Sommer: bitte nehmen Sie Stellung!

    Auch eine Stellungnahme von Wolf Lüdge (sofern er dazu noch bereit ist) wäre äußerst hilfreich, um hier Klarheit zu bringen.

    Im Moment spekulieren wir ja alle nur wild rum, ohne weitere Informationen bleibt uns aber auch nichts anderes übrig.

    Auch ich werde meine weiteren Käufe erstmal zurückstellen, sehe aber auch keine wirkliche Alternative.

    Wer kennt denn überhaupt Alternativen?

    Antworten
  • Hagen ,

    Warum ich gegen eine Vorverurteilung und gegen Boykottaufrufe bin und weiter zu HessNatur stehe.

    Die Ausgangssituation ist, wie sie ist – neuer Eigentümer, neuer Geschäftsführer.
    Die Werte von HessNatur sind allen bekannt und jeder weiß, wie wichtig diese für das Unternehmen sind.
    Es gibt meines Wissens keinerlei Entscheidungen, dass soziale und ökologische Werte künftig nicht mehr im Mittelpunkt stehen sollen.
    Mit jedem verkauften HessNatur-Produkt wird u.a. gutes für Natur und Menschen – sprich Ökologie und für Soziale-Verantwortung getan.
    Kauft ein Kunde kein Produkt mehr von HessNatur, dann trifft dies nicht nur den Eigentümer (der dies sicher relativ leicht verkraften kann), sondern insbesondere die Mitarbeiter aber vor allem diejenigen, die mit bislang fairen Löhnen diese Produkte hergestellt haben. Jedes nicht mehr mangels Nachfrage hergestellte Produkt fehlt den Menschen am Ende der Produktionsketten doch und bedroht deren Existenzen.
    Ein weiterer Faktor ist, dass genau durch Nichtbestellungen irgendwann das Unternehmen, welches auch eine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern trägt, zwangsläufig Kosten senken muss und somit ggf. durch die Nichtbesteller erst gezwungen wird, sich von den Werten der Sozialen Verantwortung zu verabschieden. Dann kann man die Frage stellen: War es wie hier vorhergesagt der Finanzinvestor, der sich von den Werten verabschiedet hat, oder nicht eher der Nichtbesteller, der das Unternehmen dazu gezwungen hat. Wenn einem also als Kunde wirklich etwas an der Einhaltung und Beibehaltung der Hess-Werte liegt, dann sollte er dafür sorgen, dass die ökologischen und sozialen Werte auch weiter eingehalten werden können. Ich finde es ziemlich befremdlich, wenn man auf der einen Seite angeblich hinter diesen Werten steht, aber auf der anderen Seite genau das Gegenteil tut!

    Des weiteren bezweifle ich, dass der neue Eigentümer durch einen Boykottdruck reumütig das Unternehmen an hnGeno abgeben und/oder die alte Führung wieder zurückholen wird. Ich denke, hier sollte daher endlich ein Schlussstrich gezogen und nicht mehr nachgetreten werden und man sollte die neue Situation so akzeptieren, wie sie ist.

    Wenn die Nachfrage eingebrochen ist, dann müssen sich die Lieferanten neue Kunden suchen. Die Nachfrage nach Biobaumwolle ist groß. Die NäherInnen etc. produzieren dann für H&M etc. – aber nicht mehr zu den fairen Löhnen und Arbeitsbedingungen. Wer will den am Ende übrig gebliebenen Trümmerhaufen mit kaputter Marke wieder aufbauen? hnGeno? Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies 1. möglich ist und auch nicht, dass die Lieferanten dann wieder zu HessNatur problemlos zurückkehren und 2. die zum Wettbewerb übergelaufenen Kunden – die diesen vielleicht sogar schätzen gelernt haben – alle wieder zurück kommen.

    Ich bin ein absoluter Gegner von Vorverurteilungen und habe die Auffassung, dass jeder eine faire Chance verdient. Ich habe keine Ahnung, warum in Deutschland die Einstellung so stark ausgeprägt ist, den Menschen keine weitere Chance geben zu wollen und auf irgendwelche Dinge hinzuweisen, die wohlmöglich in der Vergangenheit passiert waren (woraus derjenige ja sicher auch gelernt hat, was ja sogar ein Vorteil sein kann) und daraus negative Schlüsse für die Zukunft abzuleiten. Ich stehe einer solchen Situation lieber erst einmal neutral gegenüber.
    Des Weiteren sehe ich zudem auch große Chancen in der neuen Situation. Ein Unternehmen muss fortwährend (evolutorisch) weiterentwickelt werden und sich ändernden Umfeldveränderungen laufend anpassen – sich aber daher auch von vergangenen Dingen verabschieden können (ich meine hiermit nicht die Grundwerte eines Unternehmens, welche natürlich als Konstante erhalten bleiben müssen). Nur so kann der dauerhafte Fortbestand eines Unternehmens gesichert werden (schöpferische Zerstörung) und das Untrenehmen gerät somit durch die stetige Effektivität durch die Marktveränderungen nicht unter den Druck, zu Effizienz- und Kostenmaßnahmen gezwungen zu werden. Hierfür ist einerseits ein evolutorisch denkender Unternehmer notwendig – und als solchen habe ich Marc Sommer kennengelernt. Es ist andererseits auch auch Kapital für notwendige Investitionen hierfür notwendig, damit die ökologischen und sozialen Werte auch dauerhaft gesichert bleiben können. Ein finanzstarker Investor könnte hier durchaus sehr hilfreich sein…

    Wenn man sich die Historie von HessNatur ansieht, dann war ja auch unter Arcandor/Primondo keine Genossenschaft der Inhaber, sondern ein börsennotierer Konzern, an dem sicher auch Finanzinvestoren und Spekulanten beteiligt waren. Und dennoch konnten die Werte von Hess zunächst beim Vorbesitzer Neckermann und dann später bei Arcandor/Primondo weiter wachsen und wurden nicht zerstört. HessNatur wurde ja unter diesen Rahmenbedingungen zu dem gemacht, was es ist und was es auszeichnet!

    Daher meine Meinung, HessNatur und der Veränderungen eine Chance zu geben!

    Antworten
  • Anja Steinacker ,

    Ich bin seit über 20 Jahren Kundin bei Hess Natur und habe gerade der Geschäftsleitung mitgeteilt, dass ich nicht mehr Kundin dieses Unternehmens sein will.

    Danke an alle Mitarbeiter und Verantwortlichen, die so viele ökologische und soziale Projekte initiiert und unterstützt haben. Es tut mir leid, Sie direkt oder indirekt mit meiner Entscheidung zu treffen.

    Meine Absicht ist es, damit das Zeichen zu setzen, dass Kunden ökologischer Firmen Übernahmen durch solche Finanzinvestoren wie Capvis nicht mittragen. Dies erscheint mir die einzige Möglichkeit, dies bei anderen Firmen aus der Ökobranche zukünftig zu verhindern. Dies ist meine Macht als Konsumentin, die ich für eine sozialere und ökologische Zukunft in die Waagschale werfe.

    Ich hoffe, dass der Zusammenschluss einiger engagierter Leute zu einem neuen Unternehmen oder ein bereits bestehendes Unternehmen in Zukunft ein würdiger Nachfolger von Hess Natur wird.

    Antworten
  • Josef ,

    Hallo Herr Hagen, oder besser Herr Fisbeck? vielleicht stellen Sie sich uns Kunden erst einmal vor? Welches Interesse haben Sie an Hessnatur?

    Antworten
  • Laura Felsing ,

    @ Hagen

    Lieber Hagen, ich gehöre eigentlich nicht zu den Schwarzmalern und Vorverurteilern, aber …

    a) Hess-Natur ist hochprofitabel und braucht keinen Nachhilfeunterricht in BWL

    b) war und ist höchst innovativ, sonst hätte es im Wettbewerb nicht diese Spitzenposition einnehmen können, ist unbestrittener Marktführer und braucht auch hier keinen Nachhilfeunterricht

    c) hat eine ganz andere Kundenbindung, als die allermeisten Unternehmen

    d) wurde nur wegen der hohen Profitibalität und des Potentials gekauft, warum also nicht mit der alten Mannschaft weiterarbeiten?

    e) hat Kunden, die bewusst auf Ihren eigenen monetären Profit verzichten, weil sie nachhaltige Werte kaufen und praktische Entwicklungshilfe, die Abhängigkeiten reduziert und faire Arbeitsbedingungen und Menschenwürde schafft unterstützen wollen, vom Umweltgedanken, von dem ja alle profitieren, auch die hier nicht investieren mal ganz abgesehen

    f) finde ich es ziemlich unmöglich, dass Du jetzt auf das soziale Gewissen der Hess-Natur-Kunden abzielst, die wissen schon, worin sie seit Jahrzehnten investieren und von vielen auch als weltfremde Illusionisten milde belächelt wurden

    g) die Weltwirtschaftssituation zeigt uns mal wieder, dass reine Profitmaximierung Gift für die Allgemeinheit ist, es sei denn, man steht finanziell ganz oben in dieser Gesellschaft und hier haben wir ein Unternehmen, dass durch die Zusammenarbeit von Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern einen höchst innovativen Gegenentwurf zum Erfolg geführt hat

    Wenn Capvis was gewesen wäre, wären sie bereit gewesen zu lernen, zuzuschauen, Vorschläge und Impulse zu geben und das bewährte nachhaltige Wachstum zu unterstützen und auf eine überhöhte Gewinnmarge zu verzichten. Es geht hier ja nicht um die Person Marc Sommer, aber was man überall lesen kann, trägt seine Berufserfahrung nicht gerade dazu bei Vertrauen zu schaffen. Die Genossenschaftsmitglieder wären mit 4 % zufrieden gewesen.

    Herr Sommer, wieviele Hess-Natur-Anzüge haben Sie schon im Kleiderschrank? Schlafen Sie schon in Pappelflaum und geniessen die Wärme von Yak-Wolle?

    Die Hess-Natur-Kunden haben jetzt in der Tat das Dilemma, dass auch die Mitarbeiter und Lieferanten darunter leiden, wenn sie nicht mehr kaufen. Aber neues entwickelt sich immer und überall ….

    Antworten
  • Dorothea S. ,

    Sehr geehrter Herr „Hagen“!
    Es fällt auf, wie oft und ausführlich Sie sich in den wenigen Tagen seit Bekanntgabe des Weggangs von Herrn Lüdge schon zugunsten der neuen Unternehmensführung hier geäußert haben. Haben Sie etwas mit der zu tun, sind Sie vielleicht beauftragt zu verhindern, dass schlechte Stimmung unter den Kunden sich ausbreitet?
    Mit freundlichen Grüßen, D.S.

    Antworten
  • Ivonne Leuchs ,

    interessant: herr sommer soll jetzt gar nicht als geschäftsführer, sondern als bevollmächtigter des investors tätig werden, wie man in dem völlig unkritischen artikel der FAZ lesen kann:

    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/butzbach-hess-natur-kommt-nicht-zur-ruhe-11854757.html

    aber wie wir ja auch aus verschiedenen quellen wissen, (z.b. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/arcandor-insolvenz-die-geschichte-des-herrn-sommer-1.129265) ist herr sommer auch der schwiegersohn des früheren bertelsmann-chefs mark wössner.
    im september 2005 verkaufte die FAZ ihre anteile an die verlagsgruppe random house des bertelsmann-konzerns ((https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Verlags-Anstalt) die kontakte sind also da!

    Antworten
  • Guido Köhler ,

    LIeber Holger,

    Alternativen gibt es genügend, ich verlinke hier aber nichts, um nicht zensiert zu werden (Ist mir bei HessNatur auf FB schon passiert).
    Auch gibt es nach wie vor Bestrebungen, HessNatur noch zu retten, auch hierzu kann ich aus bekannten Gründen keine Links liefern, nur den Tipp in Google nach ‚HessNatur‘ und ‚Capvis‘ zu suchen, dann solltest Du für den Anfang genügend Information finden (Stichwort ‚Genossenschaft‘)

    Freundliche Grüße

    Antworten
  • Guido Köhler ,

    Sehr geehrter Hagen Fisbeck,

    Ich habe die Situation akzeptiert, wie sie ist, meine Kundendaten nach 15 Jahren löschen lassen und werde bei HessNatur nicht mehr bestellen, bis das Unternehmen durch die Genossenschaft geführt wird. Ich ‚trete‘ hier auch nicht nach, habe aber meinen Standpunkt, wie Sie Ihren haben. Ich habe diesen auch schon an anderer Stelle erläutert, Sie geben vor, Ihn nicht verstanden zu haben, wobei es doch ganz einfach ist:
    Es geht hier darum, dass Ideale verkauft werden, dass Sie das jedoch nicht verstehen wollen, ist mir kein Rästel (Kein persönlicher Angriff, eigene Meinung!).

    Viel Erfolg Ihnen weiterhin.

    Antworten
  • Holger ,

    Hallo Hagen und alle anderen Mitleser/innen.

    Du schreibst viel, dem ich zustimme. Was jetzt aber meines Erachtens dringend nötig ist, wäre ein Kommentar seitens Capvis zum Ausscheiden von Wolf Lüdge. Noch besser wäre eine gemeinsame Erklärung. Bleibt dann zu hoffen, dass in einer solchen Äußerung auch genügend Wahrheit enthalten ist.

    Die kritischen Stimmen (www.wir-sind-die-Konsumenten.de und vor allem auch http://www.dreigliederung.de/news/12081200.html) scheinen sich inzwischen zu mehren und dass durchaus auch fachlich fundiert (z.B. zur Geschichte von Marc Sommer).

    Das Capvis seine Versprechungen nicht einhält bezügl. Zusammenarbeit mit der bisherigen Geschäftsführung und das Nicht-Tätig-werden von Marc Sommer dürfte hierbei für viele der Grund für ihre Skepsis oder gar ihren Boykott sein. Wie soll man da Vertrauen zu Capis aufbauen, wenn die ersten Versprechungen nicht eingehalten werden?

    Bei allen notwendigen Änderungen, die durch einen neuen Eigentümer kommen, geht es bei einem Unternehmen wie HessNatur aber jetzt darum Stellung zu beziehen. Ich kenne kein Handelsunternehmern, mit dem sich die Kunden so verbunden fühlen und sich mit den Werten des Unternehmens so auseinandersetzen und identifizieren. Das hier ist nicht Karstadt oder Quelle. Hier geht es um gelebte Werte: ökologisch, sozial, fair.

    Das ein Boykott genau diese Werte auch gefährden kann ist mir völlig bewußt, denn ich kenne derzeit keinen vergleichbaren Anbieter (ansatzweise vielleicht: MassNatur, Engel, Living Crafts). Aber man muss im Leben auch mal etwas riskieren um es dauerhaft haben zu können.

    Weiteres einkaufen bei HessNatur auch wenn man große Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Capvis bestehen: das kann ich mir für einen Großteil der Kunden überhaupt und gar nicht vorstellen. Wer gibt schon gerne seine Überzeugung auf?

    Ich versuche neutral zu bleiben, tue mich aber zunehmend schwer damit, so lange Capvis bzw. Marc Sommer sich nicht äußern.

    Antworten
  • Ulrich Machal ,

    Nun beginnt der Umbau von hessnatur.
    Ich haffe, dass alles recht schnell geht und die Zeit von capvis auch bald wieder Geschichte ist. Vielleicht hat dann die Genossenschaft eine Chance.

    Antworten
  • Guido Köhler ,

    Liebe Laura Felsing,

    vielen Dank für diesen guten Kommentar!

    Antworten
  • franz ,

    Da wird etwas von Capvis nicht ganz verstanden.
    Das ist die innere Einstellung zum Produkt, in diesem Fall Kleidung von Hess Nature zu kaufen
    Da stimmt der Kreislauf von Beginn an und diese Wohlfühlqualität nicht messbar, ist der
    entscheidende Faktor ein Produkt zu Kaufen oder als Gegenteil auch nicht zu Kaufen
    wenn ich mich unwohl fühle.
    Bin gespannt bis diese Empfindungen bei den Produkten und in den Geschäften von Hess Nature verschwinden.
    Diese sichere Empfinden für Hess Nature und seinen inneren Qualitäten kann von Capvis nicht imitiert werden.

    Antworten
  • Ilona Armbruster ,

    Hallo Laura Felsing,
    vielen Dank für Ihren Beitrag vom 14.08.2012.

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  • Ursula W. ,

    Ich war erst seid kurzem Kundin bei Hess Nature, nach dem ich in Laufe meiner Entwicklung, feststellte eine biologische, nachhaltige Lebensweise hört nicht bei den Nahrungsmitteln auf. So wie ich nicht bei Edeka oder Lidl meine Biolebensmittel kaufe, sondern am liebsten im regionalen Biomarkt und von regionalen Zulieferen, möchte ich auch keine pseudo-bio Kleidung. Bei Hess Natur fand ich den Standard, den ich suchte. Dies ist, meiner Meinung nach, nun nicht mehr gewährleistet. Ich habe mein Kundenkonto anfang der Woche löschen lassen.
    Sollte die hnGeno doch noch erfolgreich sein, komme ich gerne und sofort zurück.
    Ich erlaube mir eine Entwicklungsprognose zu geben: Nicht lang und es werden die ökologischen und sozialen Standards nach unten angepaßt. Das Marketing wird aggressiver und der gute Name von Hess Natur ausgenutz um eine breitere Maße zu erreichen, die ähnlich der Entwicklung bei Lebensmitteln, Bio aus dem Supermarkt kauft und sich mit dem geringsten Standard zufrieden gibt.

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  • Hagen ,

    Ich denke, ich habe hier ja schon genug über meine Meinung gesagt, diese sachlich begründet und würde mich nur wiederholen. Meine These war und bleibt, der neuen Konstellation bei HessNatur eine Chance zu geben. Insbesondere vor dem Hintergrund der jüngeren Vergangenheit, da ja bereits schon unter Sommer (Primondo/Arcandor) gezeigt wurde, dass die Werte von HessNatur als wichtig erachtet und hochgehalten wurden. Selbst unter dem hohen finanziellen Druck, unter dem Arcandor/Primondo stand (der am Ende, wie bekannt, in der Insolvenz mündete), wurden die Werte (unter Sommer) hoch gehalten.
    Ich habe bisher auch noch nichts davon gelesen, dass es Entlassungen gab bzw. geben soll und Lieferanten nicht mehr fair bezahlt werden sollen.
    Ich finde es schon sehr befremdlich und frage mich, welche Wertvorstellungen bei denen vorhanden sind, die mir aus dieser sachlichen Beschreibung vorwerfen, dennoch weiter zu HessNatur zu stehen oder mir sogar eine bezahlte Meinungsäußerung unterstellen! Ich kann garantieren, das dem mitnichten so ist und finde das schon extrem beleidigend mir gegenüber. Ich untstelle ja auch niemandem, der hier „bashing“ betreibt, dass seine Beiträge von der Konkurrenz oder Leuten/Institutionen mit bestimmten Zielsetzungen bezahlt werden bzw. welche Ziele damit bezweckt werden.
    Dem Wunsch mich kurz vorzustellen komme ich aber dennoch gerne nach, obwohl ich nicht verstehe, warum. Ich bin, wie viele hier vielleicht auch, ein guter Kunde von HessNatur (seit über 10 Jahren), achte seit über 20 Jahren beim Konsum sehr auf ökologische und soziale Werte, kaufe nicht nur bei HessNatur, sondern u.a. auch bei Armed-Angels, Manomama oder AvocadoStore und die Lebensmittel u.a. bei Alnatura und finde Karmakonsum klasse! Bin gegen Atomenergie, beziehe seit es Lichblick gibt meinen Strom von dort, habe mein Konto bei der GLS-Bank, fahre seit über 5 Jahren einen Prius und twittere auch oft über nachhaltige Themen. Ich weiss also durchaus, von welchen Werten ich rede. Mein Interesse an Hessnatur ist ganz einfach: Ich möchte, dass es hier nicht beschädigt wird und weiter dauerhaft mit seinen Werten existiert!

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  • Werner ,

    Bei vielen Kommentaren klingt Bedauern über das Ausscheiden von Herrn Lüdge mit – häufig im Zusammenhang mit Aussagen, in denen ihm die Ursache für den Erfolg von Hess-natur zugeschrieben wird.

    Man könnte sich natürlich fragen, ob es nicht ganz anders war. Vielleicht ist Hess-natur nur deshalb in der derzeitigen Situation, weil es Versäumnisse und Fehlentscheidungen des Managements gab. Gerade in der Modebranche stellen sich Erfolge und Misserfolge erst mit einer mehrjährigen Zeitverzögerung ein. Sind die Erfolge möglicherweise eher dem Vorgänger von Herrn Lüdge und dem Firmengründer zuzuschreiben?

    War vor einigen Monaten, als Herr Lüdge noch alleine die Feder in der Hand hielt, alles im Lot, so wie es die Äußerungen des Betriebsrates nahe legen?

    Das muss nicht heißen, dass Herr Sommer die bessere Wahl ist…

    Ich wünsche dem Unternehmen ein Management, dass die Firmenphilosphie authentisch, kraftvoll und visionär vertreten kann, die Mitarbeiter zu motivieren versteht und dem Hess-natur Kunden das zu bieten vermag, was die Welt benötigt: schöne, angenehm zu tragende und fair und ökologisch hergestellte Kleidung und Accessoires. Hess-natur war schon einmal in der Krise und hat es geschafft, warum soll das nicht noch einmal möglich sein.

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  • Ivonne Leuchs ,

    @ werner

    wie kommt man denn zu einer solchen mutmaßung, wenn doch angeblich letztes jahr unter wolf lüdge das erfolgreichste geschäftsjahr des unternehmens geschrieben wurde?

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  • Guido Köhler ,

    Lieber Werner,

    was manche der Kommentatoren hier scheinbar noch nicht begriffen haben:
    Es geht hier nicht um irgendein Marktwirtschaftlich orientiertes Unternehmen aus der Modebranche, HessNatur ist viel mehr als das!

    Viele Grüße

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  • Laura Felsing ,

    @ Werner

    Hallo Werner,

    Hess-Natur wurde nicht gekauft, weil es in einer wirtschaftliche Schieflage ist, sonder weil der Acandor-Konzern Geld braucht und Löcher stopfen muss (Pensionsfonds). Kann man in der Presse nachlesen.

    Grüße

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  • Heidi Stadler ,

    Es ist kaum zu glauben, wenn man das alles liest und es ist für mich wie ein Albtraum.
    Doch hoffe ich immer noch, dass sich etwas Positives entwickeln wird.
    Dabei denke ich an die Belegschaft und die vielen Kleinunternehmen, die mit beteiligt sind.
    Diese dunklen Machenschaften werden sich nicht halten.
    Ich wünsche Herrn Lüdge auch alles Gute.

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  • Petra Treubert ,

    Ich glaube, dass Capvis nicht nur die innere Einstellung zu den Produkten nicht versteht. Meine Befürchtung ist, dass sie auch die innere Einstellung und die Bedürfnisse der Menschen nicht verstehen, die hinter diesen Produkten stehen. Es geht hier nicht nur um Ökologie. Es geht um die Gesundheit und die soziale Sicherheit von Menschen. Wir alle wissen, dass diese in der Textilindustrie immer wieder mit Füßen getreten werden. Es mag sein, dass ich zu misstrauisch bin. Aber leider traue ich einem Unternehmen wie Capvis dieses soziale Gewissen nicht zu. Aber vieleicht kann mich Herr Sommer eines Besseren belehren. Den Menschen und der Umwelt wäre es zu wünschen.

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  • Michael Bockhorni ,

    Neben dem Erhalt der nachhaltigen Produkt- und Produktionsqualität von hess-natur liegt mir natürlich auch am Herzen, was mit den Gewinnen passiert. Denn Nachhaltigkeit umfasst die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte.

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