Uralt und immer noch super cool

Okay, die Menschheit ist schon alt, und Textilien hat sie wohl schon immer hergestellt. Dennoch bricht Leinen, die aus dem Flachs hergestellte Pflanzenfaser, alle Rekorde: In der Duzdzuana-Höhle im heutigen Georgien wurden von Menschen hergestellte Leinenfasern gefunden, die mehr als 30.000 Jahre alt sind! Nahezu unvorstellbar.

Leinen zeichnet sich dadurch aus, dass es die Luftfeuchtigkeit leicht aufnehmen und schnell wieder abgeben kann. Es wirkt also kühlend, aber dennoch trocken auf der Haut, was Leinen zu einer beliebten Sommerfaser macht. Im Gegensatz etwa zur Baumwolle ist Leinen kaum elastisch und deshalb knitteranfällig. Jedoch zeichnen das Leinen ein natürlicher Glanz und eine natürliche Stärke aus. Es muss also nicht zusätzlich gestärkt werden. Und beim Anbau ist Flachs kaum auf den Einsatz von Düngern und Pestiziden angewiesen.

Flachs wurde bis zum Siegeszug der Baumwolle während der Industriellen Revolution auch viel in deutschen Landen angebaut. Seit 2005 engagiert sich hessnatur im Projekt „Hessen-Leinen“, im Rahmen dessen mittelhessische Bio-Bauern wieder mit dem Anbau von Leinen begonnen haben, ganz ohne Chemie. Die „Hessen-Leinen“-Kollektion von hessnatur ist ein Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt in der hiesigen Landwirtschaft und zur Unterstützung regionaler Bauern.

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Wusstest Du, dass…
…Leinenfasern in der Dzudzuana-Höhle im heutigen Georgien gefunden, die mehr als 30.000 Jahre alt sind?
…Leinen aus den Fasern der Flachspflanze gewonnen wird und zu den Bastfasern gehört?
…Leinen von Natur aus bakteriozid, flusenfrei, fast antistatisch und schmutzabweisend ist?
…Leinen reißfest ist und natürlichen Glanz und Stärke besitzt?
…Flachs bei der Ernte gerauft, d.h. aus dem Boden ausgerissen wird, da beim Mähen die Fasern zerstört würden?
…hessnatur seit 2005 den Bio-Anbau von Leinen im Bundesland Hessen fördert?
…die Hessen-Leinen-Kollektion von hessnatur die Biodiversität und die regionale Landwirtschaft fördert?
…die Leinenproduktion kaum auf den Einsatz von Kunstdünger und Spritzgiften angewiesen ist?
…bis ins 20. Jahrhundert hinein Leinen in Handarbeit gewebt wurde?
…Leinen traditionell hauptsächlich in Irland, Holland, Westfalen, Sachsen, Schlesien und Böhmen verarbeitet wurde?

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Kommentare
  • Bettina ,

    Interessant, dass mit den 30.000 Jahren… Ich mag Leinenstoffe sehr, weil sie sehr angenehm auf de Haut sind, leicht und kühl. Aber die Kleidung, die ich bisher aus Leinen hatte, ist immer soooo schnell kaputt gegangen. Ist das ein Zeichen schlechter Qualität, oder ist das normal?

    Antworten
    • hessnatur ,

      Hallo Bettina,

      ja, Leinen ist eben eine „uralte“ Kulturpflanze.

      Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Du Leinen magst. Auch ich bin gerade im Sommer von der Leichtigkeit und Kühle der Stoffe begeistert.

      Dass Kleidung aus Leinen soooo schnell kaputt geht, diese Erfahrung habe ich bisher noch nicht gemacht. Aber das kann auch unterschiedliche Gründe haben: Neben dem persönlichen Empfinden was „soooo schnell“ bedeutet, kann es die Dicke und Verarbeitung des Leinens sein. Gerade dünn ausgesponnen ist Leinen empfindlicher als wenn es dicker ausgesponnen ist. Aber das ist ja bei allen Naturmaterialien ähnlich. Dann ist Strick ( z.B. als dünnes Jerseyshirt ) empfindlicher als Gewebe ( z.B. als Bluse ) . Und dann ist da noch die Belastung durch das Wie und Wo des Tragens: Wenn Du Leinen so sehr magst und Deine Leinenkleidung vor Begeisterung häufig trägst, wird sie auch stärker strapaziert. Aber wie gesagt, das betrifft ja alle anderen Naturmaterialien auch. Ich fürchte, ich kann Deine Frage hier im Blog nicht zufriedenstellend klären, es fehlen mir zu viele Informationen. Vielleicht magst Du dazu meine Kolleginnen vom Kundenservice anrufen? Die können zusammen mit Dir in einem persönlichen Gespräch eher herausfinden, warum Deine Kleidung aus Leinen „soooo schnell“ kaputtgegangen ist.

      Viele Grüße,
      Das hessnatur-Team

      Antworten
  • Bettina ,

    Vielen Dank für Ihre Antwort!
    Ich hatte bisher immer dünne Hosen aus Leinengewebe, aber nicht von hessnatur. (Deshalb dachte ich, vielleicht gibt es einfach auch Qualitätsunterschiede). Genaue Angaben zur Zeit wie schnell sie kaputt waren, kann ich nicht mehr geben. Eine normale Jeans aus reiner Baumwolle hält bei mir bei häufigem tragen ca. 4 Jahre. Die Leinenhosen, die ich natürlich auch viel getragen habe, aber nur zur warmen Jahreszeit, haben max. 2 Jahre mitgemacht. Also verhältnismäßig „soooo schnell“. (-; D.h. sie sind dann einfach im Schritt/Gesäß gerissen. Ich war dann immer etwas enttäuscht, weil es eben auch meine Lieblingshosen waren, und die finde ich nicht so oft. )-; Aber ich verstehe, dass wohl meine Erwartungen an das zarte Gewebe unrealistisch waren. Vermutlich halten Oberteile länger, da sie weniger stark strapaziert werden.

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