Wir bei hessnatur bemühen uns schon seit 1976 um eine ökologisch verträgliche, für die Menschen in der Textilindustrie faire Produktion. Doch was heißt es eigentlich, unter ökologischen Bedingungen zu produzieren? Für unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht hatten wir diese Bedingungen am Beispiel eines hessnatur-Babybodys nachgezeichnet. Dieser Body zum Beispiel besteht aus 70 Prozent kbT-Schurwolle und 30 Prozent Seide. Bis Ihr ihn bei uns bestellen oder im Laden kaufen könnt, durchläuft er fünf Produktionsschritte, die ich hier vorstellen will:

1. Spinnen und Färben
In der ersten Station der Produktion ist unser Babybody noch ein Ballen Rohwolle beziehungsweise Seide. In der größten deutschen Kammgarnspinnerei werden diese Fasern zu Garn versponnen und gefärbt. Das Unternehmen ist nicht nur nach den Industriestandards ISO 9001 und 14001 zertifiziert, sondern auch nach den Nachhaltigkeitssiegeln GOTS (Global Organic Textile Standard) und IVN (Internationaler Verband der Naturfaserhersteller). Die Spinnerei hat bereits den Wasser- und Energieverbrauch in der Produktion stark verringert und durch Optimierung der Arbeitsabläufe auch beim Färben eine deutliche Reduktion der eingesetzten Färbemittel und Hilfsstoffe erreichen können.

Eine Besonderheit: Der Betrieb rüstet das Garn für den Babybody mechanisch aus. Die Ausrüstung wirkt der Neigung von Schurwolle entgegen, durch das Waschen und Tragen zu filzen. In konventionellen Betrieben kommen dafür leider Chlorverbindungen oder Kunstharze zum Einsatz, mit denen die Garne beschichtet werden. Unser Hersteller behandelt die Wolle mit elektrischer Spannung, die die Schuppenschicht der Fasern so verändert, dass sie nicht mehr so anfällig für das Verfilzen ist.

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2. Stricken
Ein Familienbetrieb auf der Schwäbischen Alb, der ebenfalls GOTS zertifiziert ist, verstrickt für uns das Wolle-Seide-Garn zu einem feinmaschigen Trikotstoff. Auf sehr schnell laufenden Rundstrickmaschinen kommt es zu einem erheblichen Faserabrieb. Um den zu minimieren wird das Garn paraffiniert, wie es in der Fachsprache heißt. Das Garn wird mit unbedenklichen Stärkeverbindungen ummantelt, um den Abrieb gering zu halten. Um den Verbrauch dieser Hilfsstoffe einzusparen, kommen bei unserem Produzenten nur hochwertige Stricknadeln zum Einsatz, die konsequent gewechselt werden.

3. Veredeln
Von der Strickerei auf der Schwäbischen Alb gelangt unser Trikot für den Babybody in einen benachbarten Betrieb, wo er weiterbehandelt wird. Auch dieser Familienbetrieb ist nach GOTS und IVN zertifiziert. Hier wird das Trikot gewaschen, um alle Paraffinrückstände aus dem Material zu entfernen. Da der Betrieb auch konventionelle Materialien verarbeitet, muss peinlich darauf geachtet werden, dass diese nicht mit unseren Bioprodukten in Berührung kommen. Mit 18 Litern Wasser pro Kilogramm Wolltrikot, weist die hessnatur-Ware beim Waschen einen geringen Wasserverbrauch auf. Anschließend wird das Material mechanisch erhitzt und so dass Einlaufen vorweggenommen, um Formstabilität zu gewährleisten. Dabei wandert das Material durch den Krumpfkalander, ein System aus beheizbaren Stahl- und Wollfilzwalzen. Die Hilfsmittel: Hitze, Druck und Dampf.

4. Konfektion
Nach der Veredelung kommt der Stoff in den nunmehr dritten Familienbetrieb auf der Schwäbischen Alb. Das Unternehmen ist auf das Nähen hochwertiger Wäsche aus edlen Fasermischungen spezialisiert. Auch dieser Betrieb ist nach GOTS zertifiziert. Hier wird ausschließlich ökologisch produzierte Ware gefertigt. Es ist für das Unternehmen selbstverständlich, beim Zuschnitt so wenige Abfälle wie möglich anfallen zu lassen. Und Dank der Expertise der erfahrenen Mitarbeiter an den Nähmaschinen erhält hessnatur Produkte von höchster Qualität.

Das ist unser Babybody! Hergestellt ausschließlich in Deutschland, in Betrieben, die den Mitarbeitern faire Arbeitsbedingungen garantieren und die darauf achten, nachhaltig zu produzieren. Und für unsere Kleinsten bieten wir ein gesundes Kleidungsstück mit optimalen hautklimatischen Eigenschaften völlig frei von belastenden Zusatzstoffen.

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