Nach dem Aufwachen habe ich mich gefühlt wie an Weihnachten. Also eigentlich wie kurz vorher. Quasi: Überraschung, aber auch nicht so richtig. Heute Morgen sollte ich die Veröffentlichung des Stiftung Warentest-Berichts bekommen. Getestet wurden T-Shirts, unser Basic-T-Shirt für Damen war auch dabei.

Ich kann Ihnen sagen: Wenn Stiftung Warentest testet, ist „Action“ angesagt. Da werden nicht ein bis zwei Schadstoff-Tests gemacht – da gibt’s dann das volle Programm. Das heißt: physikalische Tests (also Wasch-, Reib-, Schweißechtheiten), Schadstoff-Tests, Passform, aber auch – jetzt kommt’s – die Überprüfung auf Einhaltung von Sozialstandards. Das fand ich richtig gut. All diese Daten zu verifizieren, bedeutet natürlich auch einen Riesenhaufen Arbeit.

Gestartet wurde mit einem Meeting in Berlin, bei dem die Unternehmen auf das Prüfprozedere vorbereitet wurden. Kannten wir schon. Dann bekamen wir unzählige Blätter mit Fragen sowie Erhebungsbögen. Damit waren einige Kollegen, vom Personalbereich über die Öffentlichkeitsarbeit bis zum Betriebsrat, erst mal einige Tage munter beschäftigt. Besonders „erwischt“ hatte es meine Kollegin Maren Mönnich. In unserem Bereich fielen logischerweise die meisten Fragen und Daten an. Und als Umweltwissenschaftlerin und Expertin heißt es dann „Cobra, übernehmen Sie …“

Wir bekamen dann noch einen ganzen Tag lang Besuch von Mitarbeitern eines Prüfinstituts, die sich unsere Arbeitszeitmodelle, das Monitoringsystem für Sozialstandards, die ökologische Datenerfassung, den Betriebsrat und vieles mehr haben erklären und zeigen lassen.

Das war aber noch nicht alles. Auch die Produktionsstätten wurden besucht, um die Arbeitsbedingungen vor Ort zu überprüfen. Kollegin Steffi Karl hatte ihr Brotbeutelchen gefüllt und begleitete die Prüfer in die Näherei in Litauen und die GOTS-zertifizierte Färberei in Estland. Sie sehen, es waren alle gut beschäftigt.

Und dann heute Morgen endlich das Test- Ergebnis, der Vergleich zu anderen Marken. Kann sich sehen lassen. Lesen Sie selbst. Der Bub ist zufrieden. Kann über die ein oder andere Nuance hinwegsehen – unsere eigenen Pilling- und Reibechtheits-Tests sind zum Beispiel besser ausgefallen. Oder die fehlende Erwähnung unserer Verwendung von Fair Trade-Biobaumwolle.

Richtig gut war, dass auch die CSR-Aspekte berücksichtigt wurden. hessnatur konnte da mal zeigen, wie ganzheitlich wir an die Sache rangehen. Da lehne ich mich doch mal in meinem Schreibtischsessel zurück, habe ein feines Lächeln im Gesicht und beschließe, ein paar Tage weg zu fahren … Tschüss!