Uns hat ein Stöckchenwurf erreicht, geworfen von Netcycler.de. Der Stöckchenwurf ist eine Blog-Veranstaltung, bei der ein Thema in verschiedenen Blogs diskutiert wird. Netcycler ist ein Tauschservice zum Wiederverwenden von gebrauchten Sachen. Die Plattform ging 2008 in Finnland an den Start, jetzt bietet sie ihre Dienste auch in Deutschland an. „Netcycler“, so heißen die Nutzer der Plattform, können ihre Sachen gegen andere gewünschte und gebrauchte Dinge eintauschen. Passend dazu gibt es dann auch die Leitfrage für den Stöckchenwurf – „Was machst Du mit Sachen, die Du nicht mehr brauchst?“ –, die Dagmar und ich gerne aufgreifen!

Für Sachen, die ich nicht mehr brauche, habe ich mehrere Ansätze. Gebrauchte Elektronikartikel und Klamotten, die noch tragbar sind, biete ich im Familien- und Freundeskreis an. Da findet sich zumeist ein dankbarer Abnehmer, der das ein oder andere gerade sucht und gebrauchen kann.

Alles andere stelle ich bei Ebay ein. Dinge, die nicht mehr verwendbar sind, bringe ich zum Recycling in die örtliche Entsorgungszentrale, sie gehören einfach nicht in den Hausmüll. Die Idee von Netcycler finde ich spannend – vor allen Dingen den Ansatz, für ein Produkt eine Sache zu bekommen, die ein anderer nicht mehr, aber dafür ich in dem Moment benötige – ein klasse Ansatz für mehr Ökoeffizienz! Etwas eigen, das muss ich zuguterletzt zugeben, bin ich ja bei Büchern. Die gehören bei mir ins Regal und werden nicht ohne weiteres weggegeben – auch, wenn sie schon mehrfach gelesen sind. – Dagmar, Du bist dran!

So, was mich betrifft, sieht das gar nicht so anders aus. Für Kleidung habe ich auch meistens Abnehmer, oft auch meine Tochter (16), die das dann ganz anders stylt als ich, sodass es kaum noch wiederzuerkennen ist. Was nicht mehr geht oder keinen neuen Besitzer findet, gebe ich meiner Mutter, die ehrenamtlich in einem Laden vom Roten Kreuz arbeitet, in dem die Teile für 2 – 3 Euro einen neuen Besitzer finden. Das freut mich immer sehr, vor allem, wenn sie die Teile sichtet. Sie hat schon einen Blick dafür, was in dem Laden gut gehen wird. Elektroteile verlassen unsere Wohnung auch erst, wenn sie nicht mehr funktionieren. Dann kommen sie zum Betriebshof, der die Teile kostenlos annimmt. Es macht auch ziemlich Spaß, einen ausrangierten Fernseher zu zweit und mit Schwung in den Container zu werfen! Kommt ja nicht oft vor.

Vieles, was wie Müll aussieht, eignet sich übrigens auch für anderes: Zum Beispiel hat Michi gerade am Wochenende ein Bild mit Spachteltechnik gemalt und dabei eine ausrangierte EC-Karte verwendet (habe das Bild noch nicht gesehen, aber finde die Idee spitze).  Ich selbst filze gern und benutze die Netze von Obst gerne, um die Wollfasern am Anfang zu fixieren. Später kann ich das Netz dann wieder gut ablösen. Meine Tochter zerschnippelt alte Textilien und näht Handytäschchen und kleine Fantasiefiguren für ihre Freunde daraus.

Mit Büchern bin ich auch heikel, das sind wahre Schätze für mich, von denen trenne ich mich nur, wenn sie dann einen genauso wertschätzenden neuen Besitzer finden. Früher war ich noch auf dem Flohmarkt, aber das ist mir inzwischen echt zu mühselig. Da freu ich mich auf netcycler.de  – das geht doch in diese Richtung! Echt was für unsere Sammler-Seelen, die wir doch alle ein bisschen in uns tragen, oder?!

Wir werfen nun das Stöckchen weiter zu dem Blogger Hannes Offenbacher von „Besser geht’s immer“, den wir im Sommer bei der Karmakonsum-Konferenz in Frankfurt kennengelernt haben. Bitte das Bild zum Stöckchenwurf weiter verwenden. Hannes, wir sind auf Deinen und die weiteren Beiträge gespannt!