Die Schule Kusi Kawsay, was übersetzt „glückliches Leben“ heißt, entstand vor allem aus persönlichen Erfahrungen und Beziehungen heraus, um die peruanischen Ureinwohner bei der Erhaltung ihrer Kultur zu unterstützen.

Von dem Waldorfschulkonzept angetan, suchte ein peruanisch – amerikanisches Ehepaar nach einer passenden Schule für ihre Kinder in Peru, und gründeten in Zusammenarbeit mit einer peruanischen Waldorflehrerin die Schule in Pisac. Von dem Konzept der Waldorfschule überzeugt, ist es ihnen dennoch wichtig, die peruanische Kultur zu erhalten und zu lehren. Aus diesem Grund wird den Kindern die indianische Tradition, Sprache und das traditionelle Handwerk beigebracht.

Heute Vormittag hatten wir die Möglichkeit, uns die Schule und den Kindergarten mal genau anzusehen. Schon auf den ersten Blick war ein deutlicher Unterschied zu der Schule in den Anden zu erkennen. Wir hatten den Eindruck, dass ein gut strukturierter Lehrplan besteht, verschiedene Lehrer unterschiedliche Fächer unterrichten, dass geregelte Unterrichtszeiten bestehen und sogar Schulausflüge stattfinden.

Ziel ist dabei nicht die Förderung von Kindern aus reichen Familien, ganz im Gegenteil, der Großteil der Kinder kommt aus einfachen Familien. Sie werden durch Spenden unterstützt und zahlen nur ein symbolisches Schulgeld. Die Spendengelder tragen somit die Kosten für Schulbücher, Schreibmaterial, sowie den Unterhalt, um einen Schulbesuch zu ermöglichen.

Da die Initiatoren selbst in Peru zur Schule gegangen sind, ist ihnen eine Verbesserung des peruanischen Schulkonzepts wichtig, um die Selbstsicherheit der ländlichen Bevölkerung zu stärken und den Stolz ihrer Kultur nicht aufzugeben. Uns hat das Konzept der Schule gut gefallen und wir würden uns wünschen, dass noch mehr Kinder die Möglichkeit bekommen, diese Schule zu besuchen.