Vor einigen Tagen haben wir Ihnen hier im Blog die internationale Strickguerilla vorgestellt. Verwegene Strickerinnen, die nachts ausziehen und die Umwelt verschönen mit selbstgemachten Bezügen für Baumstämme, Laternenpfähle, Telefonhäuschen oder gar Linienbussen. Warum wir uns bei hessnatur damit identifizieren können? Ganz einfach. Diese Frauen – ein paar Männer sollen ja auch darunter sein – wollen ihre Umwelt gestalten, sie schöner machen und bewohnbarer.

Aktivismus á la hessnatur

Und das kommt den Zielen von hessnatur schon ziemlich nahe. Auch wir wollen die Umwelt gestalten, sie verbessern, auch mit Hilfe von Woll-Kultur. Wir sind stolz auf die Strickkompetenz in unserem Hause. Wir bieten Gestricktes aus Alpaka-Wolle an, das in Peru in tradtionellen Handwerksbetrieben für uns hergestellt wird. Wir haben Mittel und Wege gefunden, um von einem Familienbetrieb in der Mongolei die einmalig leichte und warme Yakwolle zu beziehen. Wir haben Kaschmir und Kamelhaar aus China und Rhönwalk aus dem Biosphärenreservat direkt vor unserer Haustür.

Und nun ist das nicht so, dass wir einfach auf irgendeine Messe oder zu irgendeinem Großhändler fahren, um die Rohwolle für unsere Mäntel, Jacken, Pullis, Mützen Schals und so weiter zu kaufen. Unsere Wollsorten kommen meist aus liebevollen Kleinprojekten, die seit Jahren von engagierten Einzelpersonen oder Familien geleitet werden.  Wir garantieren, dass für die Wolle von hessnatur-Waren keiner Kaschmirziege, keinem Alpaka, keinem Kamel und keinem Rhönschaf auch nur ein Haar gekrümmt wird. Die Tiere werden art- und umweltgerecht gehalten, schonend geschoren und auch die Verarbeitung der Haare zur eigentlichen Wolle ist schonend und unschädlich – für Menschen, Tiere und Umwelt.

Die Menschen und ihr Einsatz

Und schließlich kämen unsere Projekte bei hessnatur nicht zustande, wenn nicht tatkräftige Mitarbeiter dabei wären. So ist Matthias Hess, der Sohn von hessnatur-Gründer Heinz Hess, vor einigen Jahren nach Lima in Peru gezogen und betreut dort sozusagen als unser „Auslandskorresponent“ die textile Kette – von der Zucht und Schur der Alpakas über die Verarbeitung ihrer Wolle bis hin zur Konfektion.

Es ist dem Engagement und dem Einsatz der Familie Enzhul zu verdanken, dass wir bei hessnatur Kleidung aus der raren Yakwolle anbieten können. Und was wäre wohl das Rhönschafprojekt ohne den dauerhaften Einsatz der Familie Weih, die die Schafherde hegt und pflegt?

So wie die vielen Strickerinnen weltweit ihre Zeit damit verbringen, sich zu überlegen, was sie als nächstes für eine Aktion mit ihren Handarbeiten machen könnten, denken wir ständig darüber nach, wie wir mit einem weiteren Projekt die Erde ein bißchen grüner machen und unsere Kunden noch ein bisschen schöner anziehen können. Denn öko und bunt, das muss kein Widerspruch sein.