… „Erfinden Sie Ihr Geschäft neu“, so lautete das Motto der 13. LOHAS-Conference, die vom 17. bis 19. Juni in Boulder/Colorado stattfand. Ich konnte den „Geist“ von Boulder schon etwas früher spüren, da ich bereits am 16. angereist bin. Boulder steht wie fast keine andere Stadt in den USA für den Lebensstil der LOHAS und repräsentiert dies auch gerne nach außen.

Das Motto der Veranstaltung war aus meiner Sicht absolut passend gewählt und wurde auch von den Teilnehmern gelebt. So startete die Conference auch nicht mit einem Vortrag zum Business, sondern mit der Frage, wann ich mich denn in meinem eigenen Leben „neu erfunden habe“ – „Re-Inventing Ourselves“. Es ist an der Zeit, dass man bestehende, etablierte Geschäftsmodelle überdenkt und sich neu erfindet. Für mich hat dies am besten der Vortrag von Adam Werbach (Global CEO von Saatchi & Saatchi S) vermittelt, der die Strategien in Frage gestellt hat, wie die Unternehmen heute ausgerichtet sind, um Gewinn zu generieren. Aus seiner Sicht geht es um den Weg, wie man diesen Gewinn erzielen möchte. Dabei sollte sich der Fokus hin zu einer nachhaltigen Ausrichtung bewegen, flexibel genug sein, um auf kurzfristige Entwicklungen zu reagieren sowie im Einklang mit unserer Umwelt stehen und nicht lediglich die Shareholder im Blickwinkel haben.

Auch hessnatur war an einem Diskussionsforum beteiligt. Wolf Lüdge war Teilnehmer an einem Panel, welches die Überschrift „Innovative LOHAS-Businesses“ trug. Mir als Besucher dieses Forums wurde schnell klar, dass das Thema saubere Kleidung in den USA noch absoluten Nachholbedarf in Sachen Aufklärung besitzt. Wolf konnte hessnatur hier entsprechend präsentieren und als Maßstab benennen. Mit Informationen zur textilen Kette, unseren Projekten in Burkina Faso, Nepal als auch Bangladesch sowie unseren Richtlinien sorgte er für Begeisterung und Applaus.

Gerade hier haben wir uns natürlich auch gefragt „Müssen wir uns hinsichtlich des Trends denn überhaupt neu erfinden? Sind wir denn mit unserer konsequenten Ausrichtung nicht „state of the art“?“. Ich sage ganz deutlich JA! Wir müssen weiter an der Aufklärung der Menschen arbeiten, transparent sein und uns öffnen. Erste Schritte haben wir ja bereits getan und in Boulder konnten wir dieses Ziel auch erreichen. Meine To-Do-Liste ist auf jeden Fall angewachsen und ich überlege gerade, wie ich meine neuen Kontakte am besten organisiere.

Tja, einen Wehmutstropfen gab es am Ende dann leider doch noch. Während eines Vortrags am Freitag Morgen gab es eine Live-Schaltung zur Karmakonsum-Konferenz in Frankfurt. Leider konnte ich gerade diesen Vortrag nicht besuchen, denn ich hätte gerne ein paar Grußworte an Christoph und Noel gerichtet. Dies hole ich hiermit nach!