Eine Ausstellung namens „Pssst“. Und steht da noch „Eine Ausstellung für Kinder“. Da denkt man doch sofort, hey, Geheimtipp, da gibt es was Besonderes. Dabei könnte man auch denken, dass das „Pssst“ den Erwachsenen gilt, die mal ruhig sein sollen, weil die Kinder gerade etwas Wichtiges zu tun haben. Aber so herum würden wir natürlich nie denken, denn das „psst“ in unserer Gesellschaft gilt immer den Kindern, wenn die Erwachsenen was vorhaben. Andererseits ist auch niemand misstrauisch geworden. Warum? Denken Sie an die Sesamstrasse! Da kommt Schlemihl immer an und macht „Psst“, wenn er Ernie den größten Quatsch andrehen will, wie zum Beispiel ein unsichtbares Eis.

Das „Psst“ macht die Sache in jedem Fall geheimnisvoll, und das trifft den Nagel auf den Kopf. In dieser Ausstellung, die von uns unterstützt wurde, ging es nämlich um Geheimnisse. Die Künstler, die sie sich ausgedacht haben, kommen aus der Frankfurter Künstlergruppe Labor, die die Kinder-Künstler-Kritzelbücher herausgibt und aus dem Umkreis des englischen Kinder-Magazins Anorak.

Marlene hat einen Bart

Der große Knüller im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt ist der Geheimbotschafter von Christopher Fellehner. Er hat etwa das Format einer Mini-Jukebox, ist aber bemalt wie ein schnurrbärtiger Mann im Anzug. Sein Schnurrbart-offener-Mund-mit-Zähnen ist eine Scheibe, an der gerade ein etwa fünfjähriger Junge fleißig dreht.

Zuvor hat er dem Mann etwas ins Ohr (ein Mikro) geflüstert. Die gibt der Geheimbotschafter jetzt wieder, während der Junge an der Scheibe dreht. „Maarrrleeeene haat eineeen Baaart“, gurgelt der Botschafter. Der Junge lacht nicht, sondern guckt gespannt. Wie hängen, das Rad, die komische Stimme, die gar nicht mehr ihm gehört und der Botschafter zusammen?

Erwachsene wüssten das auch nicht besser

Die Geheimnisse der „Psst“-Ausstellung wollen nicht einschüchtern, sondern neugierig machen. Erwachsene wissen hier vieles auch nicht besser. Die Kunst soll dazu anregen, die eigene Umgebung zu hinterfragen und durch die gefundenen Antworten mitzugestalten. Womit wir bei hessnatur wären. Denn das wollen wir hier auch. Nicht mit Kunst, sondern mit den Textilien, die wir für Sie herstellen. Sie sollen sich fragen: Wo kommt die Baumwolle für mein T-Shirt her? Wie geht es den Menschen, die es genäht haben?

Deshalb haben wir auch mitgemacht, auf unsere Weise: Die Künstler Philip Wächter und von Zubinski haben die Motive „Bärenpfote“ und „Streifenmonster“ gezeichnet, und wir haben sie auf Kinder-T-Shirts gedruckt, aus purer Bio-Baumwolle versteht sich und mit ungiftigen Farben. Die kann man jetzt im MMK kaufen oder im hessnatur Online-Shop. Ach, und noch was: Machen Sie sich doch bitte schlau, indem Sie diesen Blog durchstöbern oder auf www.hessnatur.info weiterlesen. Wir wollen, dass Sie klug einkaufen, so wie Ernie. Der hat Schlemihl das unsichtbare Eis nämlich am Ende mit einem unsichtbaren Groschen abgekauft!