Programm-Tipp: "Saubere Sachen statt dreckiger Mode"

Das ZDF-Umweltmagazin bringt am Sonntag einen Beitrag, in dem es neben Chemie in der Kleidung auch um menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie und das Wirrwar der Gütesiegel geht. 

Spannende Sache, denke ich, zumal die öffentlich-rechtlichen erfahrungsgemäß gut und umfangreich recherchieren. Und wem das als Argument nicht reicht, um seinen Fernseher einzuschalten, den lockt vielleicht die Tatsache, dass hessnatur auch das eine oder andere Mal erwähnt wird.      

Sendetermin: Sonntag, 29.März, 13:20 Uhr, ZDF

Also, einschalten & anschauen!

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Kommentare
  • ulrike ,

    Ich gehe davon aus, dass hessnatur das Testergebnis „schwarzer BH“ aus dem aktuellen Ökotestheft nicht verschweigt!! Ich bin ziemlich verunsichert , da ich den Bericht im ZDF gesehen habe !
    Bitte thematiesieren!!

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  • ulrike ,

    Könntet ihr eine verunsicherte Kundin über den neuen Ökotest betreffs „Büstenhalter schwarz“ aufklären?
    Der Bericht gestern- ZDF-Umweltmagazin- war übrigens sehr infomativ!

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  • Verena ,

    Hallo Ulrike,

    ich kann Dich beruhigen, das ÖkoTest-Ergebnis hat nichts mit dem Thema Chemie in der Kleidung zu tun. Unser schwarzer BH hat hier im Hinblick auf Inhaltsstoffe bzw. Schadstofffreiheit die Note”sehr gut” erhalten. Du kannst Dich also darauf verlassen, dass er rundum bio ist und voll und ganz unseren ökologischen Richtlinien entspricht . Unser BH wurde allein deshalb mit “befriedigend” bewertet, weil ÖkoTest die sogenannte Reibechtheit des Wäschestücks bemängelt. In einem solchen Test wird ermittelt, inwieweit der BH im trockenen und nassen Zustand bei Reibung an einem anderen Textil Farbe abgibt. Während die Reibechtheit unseres BHs im trockenen Zustand hoch eingeschätzt wurde, beurteilte ÖkoTest die Reibechtheit im nassen Zustand als sehr niedrig. Die damit begründete Abwertung von “sehr gut auf “befriedigend” ist für uns fachlich überhaupt nicht nachvollziehbar. Zum einen deshalb, weil der von ÖkoTest ermittelte Wert für die Reibechtheit unseres BHs im nassen Zustand sogar laut Richtlinien des Internationalen Verbandes der Naturtextilwirtschaft (IVN) absolut im Bereich des Zulässigen liegt! Zum anderen deshalb, weil der BH von uns geprüft ist und seit mehreren Saisons ohne diesbezügliche Probleme oder Beanstandungen seitens unserer Kunden im Angebot ist. Das ist auch der Grund, warum wir uns nicht die Mühe gemacht haben, den Test zu kommentieren – weil wir das Testergebnis für unbegründet und unqualifiziert halten. Leider nicht das erste Mal, dass ÖkoTest Entscheidungen trifft, die Fachleute aus der Textilbranche “verblüffen”, was erst kürzlich Natur & Kosmos dazu veranlasste, einen entsprechend kritischen Artikel zu veröffentlichen. Den Link dazu habe ich Dir angefügt. http://www.natur.de/news/archiv/2875/oekotest.pdf

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  • Tanja Calce ,

    Passt zwar nicht zu dem ursprünglichen Blogg…aber naja..Ich hab schon öfters vorgeschlagen,Öko-Test möge sich doch bitte in „Schadstoff-Test“umtaufen,und dann ganz einfach eine klare Linie verfolgen.Den Spagat zwischen einem ökologischen Konzept mit Nachhaltigkeits-Anspruch und Verbrauchermagazin schaffen sie einfach nicht. Ich verstehe nicht viel von Textilproduktion,aber ich gehe davon aus,dass der Unterschied zwischen einer Naturfaser und einer Kunstfaser auch darin besteht,dass eine Naturfaser eben erst nach ihrer Erzeugung(also dem Wachstum)gefärbt wird,während eine Kunstfaser während der Herstellung eingefärbt wird.Somit ist die Farbe in der Kunstfaser sozusagen Teil des Produktes,während sie bei der Naturfaser erst noch eine Verbindung eingehen muß…wie gesagt…ich bin ábsoluter Laie…aber so stell ich mir das vor.Öko-Test erwartet von seinen Lesern ein gewisses Maß an Interpretationsvermögen..was logischerweise zu Fehleinschätzungen seitens der Verbraucher führt.Blöd!!!Ich lese seit 20 Jahren Öko-Test und habe mir schon 100 mal wutentbrannt die Haare gerauft…trotzdem muß man auch zugeben,dass Öko-Test großen Einfluß auf die Industrie hat..und das sehr wohl im positiven Sinne -für den Verbraucher.Ich selbst besitze einen schwarzen BH von Hessnatur…und wie bei allen Produkten,ist die Farbechtheit ein herausragendes Merkmal dieses und auch all der anderen Textilien bei Euch!Ich werde gleich mal eine Bewertung abgeben,damit auch ja keine Missverständnisse aufkommen…

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  • ulrike ,

    Danke Verena für Deine ausführliche Antwort!!
    Auf der Seite von utopia ist übrigens ein aktuelles Interview mit Chefredakteur Jürgen Stellpflug und das bestätigt nur Deine Antwort!! Ich habe mich leider jahrelang von Ökotest „an der Nase herumführen lassen“, was Gott sei Dank schon 10 Jahre zurück liegt.

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  • Tina Otte (hessnatur) ,

    Auch ich ärgere mich immer wieder, über die für einen ökologisch orientierten Verbraucher nicht nachvollziehbaren Testurteile und –empfehlungen im Öko-Test. Im Verkaufsgespräch erlebe ich ganz oft die Unsicherheit und das Erstaunen, wenn ich da für Aufklärung sorge, was ja gerade im Dschungel des Angebotes der verschiedenen im Handel angebotenen Naturkosmetik-Qualitäten unbedingt notwendig ist.

    Mit dem Argument „billig ist auch gut“ oder „Chemie ja, aber schadstoffarm“ werden Leser davon abgehalten, sich wirklich kritisch mit den Hintergründen auseinander zu setzen, und ein Umdenken in Richtung von mehr Nachhaltigkeit wird blockiert, schade!!!

    Der „gesunde“ Menschenverstand weiß doch, dass diese Kriterien mit einer ökologisch orientierten Lebensweise schlecht vereinbar sind. Langfristig führt der Druck auf den Preis über den Einfluss auf die Herstellungsbedingungen zweifelsohne zu einer Einbuße bei der Qualität.

    Das sichert auf alle Fälle dem Ökotest dauerhaft die Kunden.

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