Wir haben Post bekommen. Post von Frau Elvira Greiner. Sie ist die 1. Vorsitzende der Andheri-Hilfe Bonn e.V.. „Gemeinsam für mehr Menschlichkeit“ ist ihr Motto. hessnatur ihr Partner. Und Sie – liebe Kundinnen und Kunden – helfen mit, vor Ort bei einem Projekt in Bangladesch viel zu erreichen. Nun aber erst einmal von vorne …

Die Andheri-Hilfe Bonn e.V. ist eine freie, unabhängige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit. Mit Hilfe der Prämienspende der Kundinnen und Kunden von hessnatur werden Frauen in Bangladesch unterstützt. Genauer: Wir unterstützen den Ureinwohner-Stamm der Manipuris im Norden Bangladeschs. Hier lernen Mädchen Schneiderarbeiten. Sie nähen, sie besticken und sie bedrucken verschiedene Stoffe. Durch diese Ausbildung haben sie gute Chancen, eine Anstellung zu finden oder sich mit einer kleinen Schneiderei selbstständig zu machen.

Elvira Greiner kommt gerade aus Bangladesch. Sie hat die dort Mädchen besucht und Geschichten mitgebracht: Derzeit ist in Bangladesch Regenzeit. „Auf dem Weg Richtung Nordwesten passieren wir dann aber immer wieder Straßen, die kaum noch aus dem Wasser heraus ragen. (…) Nein, das sei keine Flut, wird mir erklärt. Das sei ganz normal. Dieses Land sei eben extrem flach und so würde es jedes Jahr in der Monsumzeit unter Wasser stehen. Die Menschen hätten sich darauf eingestellt. Anpassung an den Klimawandel auf bangladeschische Art!“

Auf dem Weg in den Norden begegnet Elvira Geiner einer mobilen Schneiderschule: „Es ist nicht mehr als ein Wellblechschuppen, doch drinnen sitzen 15 Mädchen an ihren Nähmaschinen, mit ihren Strickrahmen in der Hand, oder sie stehen an dem großen Tisch, wo sie Stoffe bedrucken. Sie alle hatten keine Chance, die Schule zu beenden; hatten keine Arbeit, fühlten sich nutzlos. So haben Sie alle dieses Angebot mit Freude ergriffen: Sie strahlen, dass sie zu den Auserwählten gehören, die hier eine Ausbildung machen können.“

Die Fahrt zum Dorf war abenteuerlich. „An der Abzweigung, die zum Dorf führt, endet die Teerstraße. Schnell wird klar: Mit dem Wagen können wir diese schmale Lehmpiste nicht befahren. Wir wollen es zu Fuß versuchen. Doch der aufgeweichte Boden lässt uns rutschen wie auf Glatteis.“ Im Dorf angekommen staunt Frau Greiner. „Ich bin überrascht, wie viel diese einfachen Dorffrauen bereits verändert haben: Sie haben jetzt alle Zugang zu sauberem Trinkwasser (…). Alle Kinder gehen jetzt zur Schule: die Kleinstem im Dorf (…), die Älteren im größeren Nachbarort.“ Einige der Mädchen können sogar die weiterführende Schule besuchen. Die Frauen haben Mut gefasst und sie wissen, dass sie was verändern können.

„Ich bin dankbar zu wissen, dass wir – auch mit Hilfe von hessnatur – diesen jungen Menschen eine echte Zukunftsperspektive geben können!“, schreibt sie. Diesen Dank wollen wir hiermit gerne weitergeben. Denn Sie, unsere Kundinnen und Kunden, treten mit Ihrer Unterstützung und zusammen mit hessnatur und der Andheri-Hilfe Bonn e.V. für mehr Menschlichkeit ein!