Durch das Heilige Tal fuhren wir zu den Tempelanlagen von Ollantaytambo. Dort liegen die gigantischen Ruinen eines Tempels, dessen Lage ihn mit den Felsen der Umgebung verbindet: ein Ort der Kraft.

Noch bevor die Touristenbusse ankamen, stiegen wir die vielen Stufen, an den Inkaterassen vorbei, hinauf zur Ruine eines unvollendeten Sonnentempels. Seine Mauer besteht aus sechs tonnenschweren, rötlichen Granitsteinen. Es ist kaum vorstellbar, wie die Inkas diese riesigen Steinblöcke von ca. 50 Tonnen, ohne Benutzung von Rad- oder Flaschenzug, vom Steinbruch auf der anderen Talseite über einen Fluss und den steilen Berg hinauf transportiert haben.

Wie wir gestern schon gesehen haben, sind auch hier die Terrassen gut erhalten und die Bewässerungskanäle nach wie vor funktionsfähig. Unterhalb der Anlage sind auch wieder Bäder angelegt, die von dem Bewässerungssystem gespeist werden. Dabei werden die Kanäle geteilt, um das Wasser in verschiedene Becken zu leiten.

Wir sind nach wie vor beeindruckt von der Mächtigkeit der Bauten und davon, wie präziese die Steine bearbeitet und angeordnet wurden. Immer wieder machten wir Halt, um die besondere Stimmung dieses Ortes aufzunehmen und genossen den tollen Ausblick auf die gegenüberliegenden Berge. In diesen Felswänden sind verschiedene Motive zu erkennen, wie beispielsweise der Kopf eines Indianers oder ein Kondor, was für die Inka eine große Bedeutung hatte.

Erkennt ihr den Indianerkopf im kleinen Bild?! :)