Bei Focus Online ist jüngst ein spannender Artikel zum „Chaos der Textilbranche“ erschienen, der sich mit dem Boom von Ökotextilien und der Problematik „dahinter“ befasst – lesenswert!

Gut finde ich, dass das Problem des Bio-Baumwoll-Anbaus angesprochen wird, die wir auch aus Burkina Faso in Westafrika kennen – dass es nämlich nicht einfach damit getan ist, von konventioneller Baumwolle auf Bio umzusteigen. Denn erst nach drei Jahren Pause kann eine ehemals konventionell bepflanzte Parzelle zum Feld für Bio-Baumwolle werden.

Zudem ist auch beim Anbau von Bio-Baumwolle nicht gesichert, dass alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette auch gerecht entlohnt werden – wenn zum Beispiel die nachhaltig angebaute Baumwolle unter schlechten Arbeitsbedingungen in Fernost zum T-Shirt wird. In Sachen Gütesiegel ist vom „undurchdringlichen Wald“ die Rede, der vor allem Unsicherheit bei potenziellen Kunden hinterlässt – beim Blick über den Tellerrand hin zu anderen Bekleidungsanbieter kann ich das nachvollziehen; manchmal sagt mir eine Information am Hang-Tag oder am Produkt einfach nicht, wie viel „bio“ in dem T-Shirt denn nun wirklich drin steckt. Nachvollziehbar sind für mich da die Deklarationen unserer Produkte, die über Material, Verarbeitung und das „Made in“-Land informieren, dazu die ökologischen und sozialen Richtlinien von hessnatur für die Produktionsschritte entlang der textilen Kette.

Wie orientiert Ihr Euch beim Kauf von Bekleidung? Welche Siegel, welche Informationen sind für Euch wichtig und entscheidend?