Offener Brief von Martin Hess, Sohn des Gründers von hessnatur, Heinz Hess, anlässlich der Umfrage von GENO EQUITY zum Aufbau einer Initiative zur Gründung eines Konkurrenzunternehmens durch hngeno.

An Alle, die sich vom Leben angezogen fühlen, im Sinne von hessnatur.

Als Sohn der Gründer von hessnatur, Heinz Hess und Dorothea Hess, beziehe ich Stellung zur aktuellen Entwicklung bei hessnatur und dem Missbrauch des Namens Heinz Hess.

Heinz Hess war Visionär, Pionier, Unternehmer aus Leidenschaft und Überzeugung. Er und Dorothea Hess gelang es dank besonderer Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten mit hessnatur eine Marke zu schaffen, die für giftfreie, natürliche Kleidung, ganzheitliches, naturgemäßes Leben, eingebettet in eine gesunde Umwelt und eine gesunde Gesellschaft, natürlich, ökologisch und sozial-fair steht. Diese Werte kann man nicht so einfach für sich beanspruchen, man muss sie sich durch besondere Leistung verdienen.

Aus anfänglicher Sympathie für hnGeno ist eine große Enttäuschung geworden. Der Grund dafür ist der Missbrauch des Namens Heinz Hess, das destruktive Verhalten von hnGeno und die Absicht der Gründung eines Konkurrenzunternehmens von hessnatur. Dieses unmoralische, unsoziale und rechtlich fragwürdige Tun hätte Heinz Hess niemals unterstützt. Das aktuelle Tun der hnGeno hat mit Werten für die Heinz Hess steht nichts gemein.

Trotzdem stellt hnGeno öffentlich einen Bezug zu Heinz Hess und den von ihm verkörperten Werten dar. Es scheint, dass gutgläubige Genossen und deren Einlagen instrumentalisiert werden sollen, um einen aggressiven Kampf im Sinne der Werte von Heinz Hess zu führen. Dies ist nicht richtig und nicht legitim. Es scheint, dass hnGeno eine Konfliktsituation im Unternehmen hessnatur nur deshalb schürt, um den daraus resultierenden und zu verantwortenden Unfrieden zur eigenen Vorteilnahme und vor allem zur einzigen Existenzberechtigung zu nutzen.

Heinz Hess und hessnatur standen aber nicht für Aggression. Hessnatur ist 1976 durch soziale Überzeugung und friedlichen „Protest“ entstanden. Die Gründer wollten in den 70-igern mit hessnatur eine bessere Welt schaffen und keine „Steine werfen“.

Auch ich habe letztes Jahr versucht hessnatur zu erwerben. Doch trotz vorhandener Investoren und Mittel war schnell klar, dass zum Wohle und Fortbestand von hessnatur Liebe und Leidenschaft allein nicht ausreichen, sondern fundiertes unternehmerisches Know how zwingend erforderlich sind. Gerade dann, wenn man sich im Sinne der Kunden für die Qualität und Werte -und nicht nur für den Kommerz- verbürgen will und muss.

Doch nur weil der eigene Versuch eines Erwerbs scheiterte, wäre es nicht im Sinne von Heinz Hess gewesen durch Boykottaufrufe zerstörerisch „Steine auf hessnatur zu werfen“, sondern sich trotzdem für hessnatur zu engagieren. Zum Wohle der Mitarbeiter, der Marke, der Kunden und um nicht zu enden wie die ehemalige Eigentümerin Neckermann. Durch die aktuelle Schädigung von hessnatur hat hngeno keinerlei Referenz abgegeben ein fähiger und sozial-ethisch verantwortungsvoller Eigentümer im Sinne von Heinz Hess sein zu können; im Gegenteil.

Capvis, der Eigentümer von hessnatur, und die heutige Geschäftsführung von hessnatur waren weder Heinz Hess bekannt, noch sind sie es mir. Ganz sicher hätte  Heinz Hess jedoch jeden unterstützt dem es ehrlich um die Werte und Qualität geht für die hessnatur immer stand. Diesem Maß muß sich auch Capvis und die Geschäftsführung zukünftig zum Wohle der Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Produzenten stellen.

Es wäre im Sinne von Heinz Hess, dass alle Beteiligten nach vorne blicken, Konflikte beheben und an einem Strang ziehen. Im Sinne des Erhaltes und Erfolges von hessnatur und der geschaffenen Werte.

Nur dieses Verhalten ist „pro-hessnatur“ und ist im Sinne der Vision von Heinz Hess!

Martin Hess