Offener Brief von Martin Hess

Liebe Leserinnen und Leser meines offenen Briefes,

herzlich möchte ich mich für das konstruktive und kritische Feedback auf meinen offenen Brief bedanken.

Mein Hauptanliegen war alle Beteiligten anzuregen, sich mit der Umfrage von GENO EQUITY, zum Aufbau einer Initiative zur Gründung eines Konkurrenzunternehmens durch hngeno, welches angeblich im Sinne der Vision von Heinz Hess sei, kritisch auseinanderzusetzen.

Ich bin nicht pro capvis und ich bin auch nicht pro hngeno, ich bin pro hessnatur. Zu einem kritischen Hinterfragen gehört daher ein Schauen in alle Richtungen. Deswegen hinterfrage ich auch die GENO EQUITY, den Akteur des Aufrufes.

Wer ist eigentlich die GENO EQUITY? Auch bei der GENO EQUITY, die hinter der hngeno steht, handelt es sich um Akteure aus dem klassischen Private Equity-Umfeld.
Die GENO EQUITY als Treuhänder der hngeno ist meiner Ansicht nach im Hinblick auf Personen und Strukturen nicht transparent und daher kritisch zu sehen.

Bezüglich der häufig gestellten Frage in Zusammenhang mit der Trennung von Herrn Lüdge: Meines Wissens hatten auch hngeno und die GENO EQUITY im Falle einer Übername von hessnatur keine Zusammenarbeit mit Herrn Lüdge geplant.

Natürlich bleiben viele Fragen, auch an Capvis. Letztendlich sollten aber auch jene, die kritisch über Capvis denken, dem neuen Eigentümer erst einmal eine Chance geben sich zu beweisen, ob sie pro hessnatur sind. Mehr Transparenz und offene Kommunikation von allen Seiten, im Sinne von hessnatur, das ist auch mein Wunsch.

Martin Hess

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Kommentare
  • AnneMarie ,

    Liebes Hess- Natur- Team!
    Vielen Dank für die Gelegenheit, sowohl den Cardigan als auch die Pflegelotion zu testen 🙂
    Der Cardigan fühlt sich sehr leicht an und hält trotzdem angenehm warm. Ich probiere ihn zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten in meinem bunten Leben aus. Diese Woche war er sogar mit mir in einer zugigen Kapelle. Ich bin Sängerin und habe dort bei einer Beerdigung gesungen. Als Sängerin ist man manchmal in einer Art „Zwiebellook“ unterwegs. Der dunkelblaue Cardigan war die repräsentative Schale für meinen Auftritt und hat schön warm gehalten. Mal sehen, wohin er mich als nächstes begleitet…

    Antworten
  • Esther Groh ,

    Sehr geehrter Martin Hess,

    Ihr zweiter offener Brief ist vor lauter Cardigan Tests völlig untergegangen (der einzige Kommentar bisher an dieser Stelle scheint auch ein Irrläufer zu sein), dabei verdienen die verschiedenen Dialogpartner in der Causa Hess-Natur-Übernahme doch alle Aufmerksamkeit. Und wenn wir davon ausgehen, dass der Austausch von Argumenten und Denkanstößen nicht als Nabelschau des jeweiligen Intellekts oder der jeweiligen Ideologie betrieben wird (können wir davon ausgehen?), dann verdient jede Äußerung hierzu auch die konstruktive Auseinandersetzung.

    Die Frage nach Personal, Strukturen und Motiven bei der GenoEquity ist von außen nicht klar zu beantworten. Und es bleibt auch für Mitglieder der hnGeno am Ende undurchsichtig, wie hnGeno und GenoEquity de facto zusammenwirken. Der Aufbau eines neuen Unternehmens für Öko-Textilien, das jenseits einer Nische wettbewerbsfähig sein kann, verlangte jedenfalls den Einsatz erheblicher Mittel in kurzer Zeit und Partner, die in der Lage sind, entsprechende Risiken einzugehen. Dafür müsste dann ja auch ein entsprechendes „upside potential“ da sein, das das Risiko entsprechend aufwöge. Dass ein solches Unternehmen nahtlos aus dem gescheiterten Ankauf von Hess Natur hervorgehen soll, ist, trotz aller scheinbaren Eindeutigkeit der Umfrageergebnisse, sicher nicht der Initialwille der doch mehrheitlich „pro Hess Natur“ wirken wollenden Genossen gewesen.

    Auch ich habe in der damals hoch emotional geprägten Situation zunächst die Umfrage der GenoEquity entsprechend „pro Alternative“ beantwortet – in meinem Fall können Sie das als Stimmungsbarometer nehmen, das ausdrückt, wie schockiert die Hess Natur Freunde über den Verkauf an Capvis waren. In meinem Fall nicht so sehr über die Tatsache sondern über die Art und Weise, wie die Sache kommuniziert wurde. Soweit ich weiß, ist man sich inzwischen auch bei Capvis und im Hess Natur Management darüber im Klaren, dass hier der kommunikative GAU eingetreten ist und man alles, was heute Best Practice im Krisenmanagement ist, konsequent ignoriert hat. Vielleicht hat dieser GAU aber sein Gutes gehabt: unterstellt man Lernfähigkeit, dürfte spätestens jetzt allen Akteuren bewusst sein, dass Offenheit und Transparenz hier kein angehängter Marketing-Firlefanz sind, sondern Voraussetzung, um das Vertrauen aller Betroffenen gewinnen zu können. Verdient werden muss dieses Vertrauen dann immer aufs Neue.

    Ich wünsche mir, dass Hess Natur auf seinem guten Weg weitergehen kann, dass die Eigentümer das Unternehmen dabei unterstützen und inhaltlich gewähren lassen. Solange Ökologie, Nachhaltigkeit, Fairness entlang der gesamten Wertschöpfungskette bei Hess Natur wirklich praktiziert werden, ist es mir relativ gleichgültig, ob die neuen Eigentümer dies aus tiefer innerer Überzeugung tun oder weil sie es für ein gutes Investment halten. Lieber aus den falschen Gründen die richtigen Dinge tun, als umgekehrt. Für alles andere ist der Vatikan zuständig. Was niemals passieren darf, ist eine Verwässerung der Prinzipien, eine Ablösung von Substanz durch Marketing bla bla oder eine Täuschung der Kunden (selbst wenn sie juristisch unantastbar wäre). Dafür gibt es bislang aber keine Anhaltspunkte.

    Zur hnGeno/GenoEquity noch eine Anmerkung: es hat mich gewundert, dass entgegen der Satzung bzw. der Treuhandvereinbarung nach dem gescheiterten Ankauf von HessNatur die Mitgliedsanteile nicht unaufgefordert zurückerstattet wurden. Hier ist definitiv jemand, der nicht tut was er sagt. Hierfür mag es eine Vielfalt an Motivationen geben – offensichtlich ist, dass der Treuhänderin die Verzinsung der eingezahlten Mitgliedsanteile zu Gute kommt. Honi soit qui mal y pense.

    Lassen Sie uns im Dialog bleiben und genau hinsehen.

    Mit freundlichem Gruß
    Esther Groh

    Antworten

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