Neuer Bildband: The Power of Dignity

Ich möchte heute einen neuen und wunderschönen Bildband für alle diejenigen vorstellen, die an eine humanere Wirtschaft glauben und nach konkreten Anregungen zu ihrer Verwirklichung suchen. Dieser Bildband portraitiert Menschen aus Bangladesch, denen es durch Kleinstkredite möglich wurde, sich ein neues Leben aufzubauen.

Für Solema Khatun, eine der ersten Kreditnehmerinnen der Grameen Bank, beispielsweise bedeutete ein Darlehen in Höhe von umgerechnet 25 Euro den Startschuss in ein neues Leben. Mit ihrem Kleinbetrieb fertigt sie Bambusstühle und sichert sich damit ein Auskommen, das deutlich über der Armutsgrenze liegt.

Mit der Gründung der Grameen Bank durchbrach Muhammad Yunus den Teufelskreis der Armut und schafft für Millionen von Menschen nicht nur eine Lebensgrundlage, sondern schenkte ihnen neue Zuversicht. Der Bildband stellt erfolgreiche Menschen und Projekte vor, denen die Grameen-Kredite eine neue Zukunft ermöglichen.

„Unsere Würde ist untrennbar verbunden mit der Würde aller Menschen dieser Welt. Und aus ihr wächst die Kraft, die Welt zu verändern“, sagt Hans Reitz, Initiator des Buchprojekts.

Die tollen Fotos von Roger Richter berühren auf eine einzigartige Weise, weil sie dokumentieren, dass selbst die größte Not immer auch Lichtblicke und neue Chancen in sich birgt.

In seinem Essay vermittelt Yunus-Biograf Peter Spiegel nicht nur die große Vision, mit der Muhammad Yunus zum Vorreiter eines sozialen Unternehmertums wurde, sondern zeigt auch, wie der in Verruf geratene Kapitalismus durch ein neues Denken neue Blüten hervorbringen kann.

Die Grameen Bank von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus ist wegweisend bei der Bekämpfung von Armut. Auch hessnatur hat aktuell ein sehr spannendes textiles Projekt mit einer Non-Profit Tochter der Grameen Bank: Bei der Grameen Knitwear in Dhaka, wo hessnatur das Miguel Adrover T-Shirt produzieren lassen.

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Kommentare
  • Dagmar Reichardt (hessnatur) ,

    Danke Noel, dass Du uns dieses wunderbare Buch vorgestellt hast. Ich habe kürzlich einen Artikel gelesen, in dem es hieß, dass die Mikrokredite, die Dr. Muhammed Yunus mit der Grameenstiftung ins Leben gerufen hat, durch die Bankenkrise in Bedrängnis geraten sind. Die Lobby für die Ärmsten der Armen ist eben nur klein! Um so wichtiger ist es, alle Anstrengungen darauf zu verwenden, unsere Projektarbeit bei hessnatur zu erhalten und weiter auszubauen. Jedes Stück, was wir aus der Projektarbeit verkaufen können, stärkt die Existenzen in Bangladesh. Aber auch in Nepal, Burkina Faso und anderswo auf der Welt gibt es förderungswürdige Projekte.
    Übrigens: Die Grameen-Bank hat bisher an rund sechs Millionen Menschen Kredite vergeben. Etwa die Hälfte von ihnen hat etlichen Studien zufolge durch diese Anschubfinanzierung den Sprung aus der Armut geschafft – auf Dauer. (Quelle: Focus Money, Nr. 28, 2007)

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