Nachhaltige Textilproduktion: Acht wichtige Fragen

Uns hat in dieser Woche die Diskussion in der ARD-Sendung „Hart aber fair“ – als Nachhut über den vorher gesendenten Markencheck einer schwedischen Modemarke – über billige Mode und Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie beschäftigt.

Als Gast war u.a. auch Bloggerin und Aktivistin Kirsten Brodde mit dabei, die „Transparenz im Herstellungsprozess von der Baumwolle an“ fordert. Von ihr ist in Zusammenarbeit mit Mark Starmanns jetzt im Netzwerk Faire Mode-Blog ein Artikel erschienen. Anhand von acht Fragen stellen die beiden die zentralen Herausforderungen für eine nachhatlige Textilproduktion vor – sehr lesenswert, wie ich finde. U.a geht es um die Transparenz bei allen Schritten der Wertschöpfungskette.

Hier geht’s zu dem Artikel.

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Kommentare
  • Dagmar ,

    Die neue Plattform gibt mir – und jedem Konsumenten/Kunden/Käufer – die Möglichkeit, sich genau zu informieren, bevor ich kaufe. Es ist toll, so viel Information zu bekommen. Es grenzt nur tatsächlich bald an ein fachspezifisches Studium, das man/frau sich absolvieren muss, um noch kompetent entscheiden zu können. Tut sie/er es nicht, ist die Gefahr, ein modisches Teil zu kaufen, das diesem Anspruch nicht entspricht, sehr groß.

    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kaufimpuls nicht erst achtmal (laut dem Fragenkatalog) durch den Kopf geht, bevor er als Kaufentscheidung „will ich haben“ durch den Bauch gefällt wird?

    Hmmm…?! Auch ich erwische mich beim „Shoppen“ (dieser Ausdruck passt schon nicht zu dem hohen Anspruch, ethisch korrekt zu kaufen), dass ich nicht erst denke, bevor ich kaufe.

    Was aber wichtig und damit entscheidend ist für den Fortschritt auf unserem Weg gegen Ausbeutung, Naturverschmutzung, -zerstörung und eigener Gesundheitsschädigung, ist der Druck, der über diesen genauen Blick auf die Unternehmen übergeht. Druck, der Veränderung herbeiführt. Hoffentlich flächendeckend. Bis runter zu kik und Co.

    Und ich hoffe, wir kommen ganz bald dahin, dass wir uns wieder völlig bauchlastig für ein einfach schönes T-Shirt entscheiden können. Es gibt ja schon Label und Firmen, die mit ihrem Namen sicherstellen, dass ich hier ein Zuhause für meine Bedürfnisse finde. Ich arbeite für eins – und das ist ein richtig gutes Gefühl. 🙂

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  • mark starmanns ,

    Herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Unsere 8 Fragen richten sich primär an Unternehmen und natürlich auch an Konsumierende, die sich etwas detailierter mit dem Thema auseinandersetzen wollen. Da das Thema sehr komplex ist, haben wir versucht, die Herausforderungen auf nur acht Fragen herunterzubrechen. Kürzer geht es meiner Meinung nach nicht. Aber ich kann sehr gut verstehen, dass viele Menschen den Aufwand scheuen, für jeden Produktbereich ein Studium in Standards etc. zu absolvieren, und man auch gerne impulsiver einkaufen möchte; fair und ökologisch ist das derzeit leider nur sehr begrenzt möglich. So muss jede KonsumentIn entscheiden, was Ihr/Ihm wichtig ist.

    Das Ziel von NETZWERK FAIRE MODE ist es, Konsumierende, die Wert auf Fairness und Ökologie legen, dabei zu unterstützen, solche Mode SCHNELL & EINFACH zu finden. Das machen wir einmal durch eine Vorauswahl von Unternehmen, die auf unsere Website kommen. In Zukunft sollen Sie, wenn Sie z.B. nach „Jeans“ auf der Plattform suchen, ganz schnell Läden in Ihrer Nähe (oder online shops) finden, die Jeans verkaufen, welche unseren Kriterien entsprechen (v.a. bio & sozial/fair). Dabei machen wir auf einen Blick sichtbar, welche Firmen welches ethische Engagement aufweist. Die Käufer können dann selbst entscheiden, was ihnen wichtig ist.

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  • XL Bekleidung ,

    Leider wir diesem Thema immer noch nicht die richtig Aufmerksamkeit geschenkt. Zwar möchte jeder billige Kleidung und natürlich auch frei von Umweltgiften, aber keiner möchte einen fairen Preis bezahlen.

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