Um in die Geschichte der Textilproduktion einzusteigen, besuchten wir heute Vormittag das kleine, private Museum „A MANO“. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der historischen Textilkunst der Inka.

Besonders beeindruckt hat uns die Vielfalt der Farben und Techniken der teilweise über 2800 Jahre alten Textilien. Durch das trockene Klima sind die Stoffe noch sehr gut erhalten und die aus natürlichen Rohstoffen gewonnenen Farben nach wie vor strahlend bunt zu bewundern. Die verschiedenen Motive und Techniken sind auf die Lebensweisen der jeweiligen Völkergruppen Perus zurückzuführen. So dienten in Küstengebieten oft Fische, Vögel und das Meer als Vorlage für die buntgewebten Stoffe.

Für Hochzeiten und besondere Anlässe wurden hauchdünne Gazen angefertigt. Auch diese Stoffe wurden mit einer Technik gefärbt, die dem Batiken ähnlich ist. Interessant war auch die Kombination von edlen, schlichten Stoffen mit kleinen, verspielten und farbenfrohen Teilarbeiten.

Der Besuch des Museums hat uns einen schönen Überblick über die unterschiedlichsten Einflüsse der peruanischen Textilkunst gegeben und sicherlich werden wir in den nächsten Tagen oft daran zurückdenken und Parallelen zur aktuellen Mode feststellen.