Morgen Themenabend auf ARTE: Das Geschäft mit dem Klima

Politiker planen in Europa die große Energiewende: Bis zum Jahr 2050 sollen die Stromanbieter ihren Strom ohne den Ausstoß von CO2 produzieren. Doch sind die Maßnahmen, mit denen dieses Ziel erreicht werden soll, überhaupt wirksam? Wie haben sich Klimaprojekte entwickelt, die mit viel Geld gefördert worden sind? Gibt es wirklich Lösungen, oder werden wir seit Jahren betrogen und finanzieren mit unseren Steuergeldern nur Klima-Geschäfte der Industrie? Diesen und weiteren Fragen gehen zwei Dokumentationen nach, die am morgigen Dienstag Abend auf Arte unter dem Thema „Das Geschäft mit dem Klima“ gezeigt werden.

„Saubere Energie – Das falsche Versprechen“ heißt die Dokumentation von Steffen Weber und Reinhard Hornung, die morgen Abend um 20.15 Uhr erstmalig gezeigt wird. Für sauberen Strom wird vor allen Dingen mit der Kraft aus Wind und Sonne geworben. Dabei deckt sie gerade einmal ein Prozent der europäischen Energieversorgung ab. In Wahrheit, so heißt es in der Ankündigung des Film, würden Politik und Industrie vor allem auf Biomasse setzen. Aber für Energiepflanzen werden selbst wertvolle CO2-Speicher wie Moore vernichtet. Und die Flächen für den Nahrungsmittelanbau werden knapp. Das löst weltweit eine Kettenreaktion aus. Was steckt wirklich hinter den schönen Versprechen von sauberer Energie?

Über den „Profit mit schmutziger Luft“ hat Filmemacherin Inge Altemeier (unser Foto) recherchiert; ihre Dokumentation ist morgen Abend um 21.10 Uhr zu sehen, ebenfalls als Erstausstrahlung. Die Idee, dass man das Klima retten kann, indem man Verschmutzungsrechten ein Preisschild umhängt und CO2 an den Börsen handelt, ist gescheitert. Inzwischen sind die Wertpapiere fast unverkäuflich und der weltweite CO2 Ausstoß ist massiv gestiegen. Hintergrund: Die Europäische Union hat ihr eigenes Handelssystem ausgehöhlt. Statt Umweltverschmutzung teuer zu machen, hat sie immer mehr Ausstoßrechte verschenkt. Die Industrie hat sich den europäischen Klimagesetzen entzogen und ist in Länder ganz ohne CO2-Auflagen geflüchtet.  Die Chance, das Klima zu retten, wurde an den Börsen verspielt, so das Fazit der Filmemacherin. Wie kann man dem undurchsichtigen Zertifikate-Handel und dem Klimawandel noch begegnen?

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Kommentare
  • Gerd ,

    Wer sich nicht auf die Regierung beim Schutz der Umwelt verlassen möchte, sondern selbst die Initiative ergreifen will, der kann mit heimischer Biomasse in Form von Pellets, Hackschnitzeln oder Scheitholz heizen.
    1. Der Rohstoff Holz kommt direkt aus deutschen Wäldern, die nachhaltig bewirtschaftet werden.
    2. Pellets sind CO2-neutrale Brennstoffe. Beim Verbrennen von Holz wird nur so viel CO2 freigegeben, wie gleichzeitig in unseren nachwachsenden Wäldern gespeichert wird.
    Je mehr Haushalte und Betriebe mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz heizen, desto geringer wird die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und dem damit verbundenen CO2-Ausstoß!

    Ihr Team von Aktion-Holz

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